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Samstag 22.11.14, 13.00 Uhr
und Sonntag 23.11.14, 11.00 Uhr

Hobbykünstlermarkt
„Kreativität vorgestellt“

Mittwoch 03.12.14, 15.00 Uhr
Diavortrag
„Ravenna - die Pracht der Mosaiken“

Freitag, 05.12.14, 19.00 Uhr
Adventskonzert in St. Georg

Freitag, 05.12.14, 15.00 Uhr
und Samstag, 06.1.214, 14.00 Uhr

Christkindlmarkt im
Pfarrzentrum St. Pius

Sonntag ,14.12.14, 15.00 Uhr
Theater „Die Schneekönigin“

Sonntag, 21.12.14, 15.00 Uhr
Theater „Die Schneekönigin“

Mittwoch, 07.01.15, 15.00 Uhr
Diavortrag „Blumeninsel Mainau“

Samstag, 10.01.15, 10.00 Uhr
Epitaphe im Kreuzgang St. Anna

Mittwoch, 21.01.15, 15.00 Uhr
Diavortrag „Sri Lanka - Tropeninsel“

Mittwoch, 28.01.15, 15.00 Uhr
Konzert „Ich weiß, es wird
einmal ein Wunder geschehen“

Donnerstag, 29.01.15, 18.00 Uhr
Historische Grenzsteine in Augsburg

Mittwoch, 04.02.15, 15.00 Uhr
Diavortrag „Karneval in Venedig“

Samstag, 07.02.15, 19.30 Uhr
abarett Augsburger Puppenkiste

Mittwoch, 04.03.15, 15.00 Uhr
Diavortrag „Lieblingsrosen“

Donnerstag, 05.03.15
Vortrag Pater Anselm Grün

Samstag, 14.03.15, 18.15 Uhr
Theaterfahrt
Neusäß Altweiberfrühling

Samstag, 21.03.15,
Fahrt nach Abensberg

Mittwoch, 25.03.15, 15.00 Uhr
Diavortrag „Rundreise durch
den Westen der USA“

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Erstellt am: 22.11.2014

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Aktuell: Wiedereröffnung der Kapelle im Klinikum Augsburg Süd

Das Klinikum Augsburg berichtet:



(Die Kapelle des Klinikum Augsburg Süd wurde nach einer Neugestaltungs- und Renovierungsphase im Beisein von Susanne Kasch, Stadtdekanin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (Dekanat Augsburg), Pfarrerin Sabine Dempewolf, Klinikseelsorgerin Beate Krabe-Drüke, Armin Zürn, Domkapitular der Römisch-Katholischen Kirche in Bayern (Diözese Augsburg) sowie Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie Alexander Schmidtke und Bereichsleiter des Facilities Management Klaus Beekmann (v. l. n. r.) feierlich wieder eröffnet.)

Augsburg (kh) – Die Kapelle des Klinikum Augsburg Süd wurde heute nach einer Neugestaltungs- und Renovierungsphase im Beisein von Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie, sowie von Susanne Kasch, Stadtdekanin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (Dekanat Augsburg) und Armin Zürn, Domkapitular der Römisch-Katholischen Kirche in Bayern (Diözese Augsburg) feierlich wieder eröffnet.

„Die Neugestaltung der Kapelle im Klinikum Augsburg Süd ist ein Anlass zum Feiern und zur Freude“ so Alexander Schmidtke. „Einen Raum der Ruhe zu finden, der die Möglichkeit zu innerer Einkehr bietet, ist in einem Krankenhaus besonders wichtig. Die neugestaltete Kapelle bietet den Patienten und ihren Angehörigen, aber auch unseren Mitarbeitern unabhängig von ihrer Konfession die Möglichkeit Kraft und Mut neu zu schöpfen.“ Die Kapelle ist damit ein Raum zum Beten, zum Meditieren und Nachdenken.

Unter der künstlerischen Leitung von Anna Hitzker-Lubin ist mit der Kapelle ein schlichter Raum entstanden, in dem Licht auf Hoffnung trifft. Zwei Wände sind durch eine Rundung miteinander verbunden und lenken die Aufmerksamkeit am Kreuz entlang zum Fenster und zum Licht hin. Das dominierende Material Holz verleiht Wärme und wirkt inspirierend auf die Sinne. Ein kleiner abgetrennter Raum, mit Ausblick auf den Krankenhauspark am Klinikum Augsburg Süd und den Siebentischwald, lädt den Besucher zur Stille ein.



(Die neugestaltete Klinikkapelle im Klinikum Augsburg Süd ist ein Ort der Schönheit. Mit vielen liebevollen Details und mit Mut zu Klarheit und Reduktion erzeugt die Kapelle eine Atmosphäre, die vor allem Ruhe ausstrahlt.)

Auch die evangelisch-lutherische Stadtdekanin Susanne Kasch und der Domkapitular der Diözese Augsburg Armin Zürn finden lobende Worte für die Neugestaltung der Kapelle. „Die Kapelle im Klinikum Augsburg Süd ist ein Ort der Schönheit. Mit vielen liebevollen Details und mit Mut zu Klarheit und Reduktion erzeugt die Kapelle eine Atmosphäre, die vor allem Ruhe ausstrahlt“, so Susanne Kasch. „Die Kapelle mit der hellen Holzausstattung ist ein echter Lebensraum innerhalb des Krankenhauses“, fügt Armin Zürn hinzu. „Alle Menschen, die hierher kommen, sind eingeladen, zu einem kurzen Verweilen, Beten oder zum gemeinsamen Gottesdienst.“

Die Gesamtkosten für die bauliche und künstlerische Neugestaltung der Kapelle liegen bei rund 130.000 Euro. Durch die finanzielle Unterstützung des Dekanat Augsburg und der Diözese Augsburg konnte das Klinikum Augsburg einen Ort für Ruhe, Besinnung und für das gemeinsame gottesdienstliche Leben innerhalb des Krankenhauses schaffen.

Weitere Informationen

Das Städtische Krankenhaus im Augsburger Stadtteil Haunstetten wurde am 9. März 1968 feierlich eingeweiht. Die Hauskapelle wurde dabei zunächst mit einer Benediktion, einer feierlichen gottesdienstlichen Handlung, gesegnet, bevor die Heilige Messe gefeiert wurde. Seit 1971 gehört das Städtische Krankenhaus Haunstetten zum Krankenhauszweckverband Augsburg und seit 2000 ist es Teil des Kommunalunternehmen Klinikum Augsburg.

Die neugestaltete Kapelle des Klinikum Augsburg Süd ist ein Ort, der Tag und Nacht freiwillig von Patienten und Angehörigen, Besuchern und Mitarbeitern aufgesucht werden kann. In der Klinikkapelle im Klinikum Augsburg Süd finden die evangelischen Gottesdienste einmal im Monat jeden dritten Mittwoch um 18.30 Uhr statt, die katholischen Gottesdienste finden sonntags um 09.00 Uhr, dienstags um 18.30 Uhr und feiertags nach Aushang statt.


(Text & Bilder: Klinikum Augsburg)

Erstellt am: 22.11.2014

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Aktuell: Vor 50 Jahren - Grundsteinlegung für die Kirche St. Pius

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:

Eigentlich ist ein Grundstein derjenige Stein, der als erster Stein der Grundmauer eines neuen Gebäudes gesetzt wird. Heutzutage werden allerdings zuunterst eines neuen Bauwerks keine Steine mehr gesetzt, sondern das Fundament wird betoniert.

Die Grundsteinlegung ist inzwischen zu einer feierlichen Zeremonie zur Weihe des symbolischen Grundsteines geworden. Er wird gar nicht mehr zuunterst, sondern sichtbar in eine bereits bestehende Wand eingesetzt. So war es auch bei der Kirche St. Pius.



(In diese Öffnung wurde der Grundstein eingesetzt. Bild: Archiv Karl Wahl)


Die symbolische Grundsteinlegung für die Kirche St. Pius fand vor 50 Jahren, am Samstag, 21. November 1964, statt. Er ist auf der Westseite der Kirche in der Nähe der Nord-West-Ecke, von außen sichtbar, etwa in Kniehöhe eingemauert. Er wiegt vier Zentner.

Innen steckt in einer Kupferhülse eine Urkunde mit zeitgeschichtlichen Angaben, Namen und Daten, sowie eine Medaille als Gedenkprägung. Die Hülse trägt auf ihrer Oberfläche ein St.-Ulrichs-Kreuz. Es ist ein Geschenk des Prälaten Bruno Harder von St. Ulrich, wohin Haunstetten ehemals gehört hatte.



(In den Grundstein wurden eingelegt: Die Kupferhülse mit der Urkunde, die Gedenkmedaille und die ersten vier Pfarrbriefe von St. Pius. Bild: Archiv Karl Wahl)



(Die in einer Kupferhülse in den Grundstein eingelegte Urkunde. Bild: Archiv Karl Wahl)

Der Text der Urkunde lautet:

(Der gesamte Text ist in Großbuchstaben und die Jahreszahlen sind lateinisch geschrieben).

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

„Im Jahre des Herrn1964 • während der dritten Sitzungsperiode des zweiten vatikanischen Konzils • am 21. November • wurde von Generalvikar • dem hochwürdigsten Herrn Martin Achter • der Grundstein zu ersten Piuskirche der Diözese Augsburg in Haunstetten gelegt • Zu dieser Zeit stehen Papst Paul VI. • Hirt der Gesamtkirche • und Bischof Dr. Josef Stimpfle • Hoherpriester des Bistums Augsburg • im 2. Jahr ihrer Berufung • Als Dekan wirkt Hochwürden Herr Alois Hurter • Pfarrer in Steppach • Erster Pfarrer der Gemeinde St. Pius ist Hans Stiefenhofer • Mit den Staatsgeschäften sind beauftragt Dr. Heinrich Lübke als Bundespräsident • Prof. Dr. Ludwig Erhard als Bundeskanzler und Alfons Goppel als bayerischer Ministerpräsident • An der Spitze des Landkreises steht Dr. Fritz Wiesenthal • Karl Rieger ist Stadtoberhaupt von Haunstetten • Nach dem 2. Weltkrieg fanden tausende von Vertriebenen in Haunstetten westlich des alten Ortsteils eine neue Heimat. Bischof Dr. Josef Freundorfer errichtete deshalb am 1. Oktober 1961 • auf Vorschlag des damaligen Stadtpfarrers • Hochwürden Herrn Josef Schmuttermair • die Expositur St. Pius ? Nach langen Vorbereitungen konnte am 8. Juni 1964 der erste Spatenstich für die Errichtung des Gotteshauses folgen • Herr Dombaumeister Hans Schädel und Architekt Friedrich Ebert ? bei Würzburg • schufen die Pläne für diese Kirche • Bauherr ist die Kirchenstiftung St. Pius Haunstetten ? Die oberste Bauaufsicht liegt in Händen von Herrn Baurat Valentin Müller • Leiter des Diözesanbauamtes • Pius X. ruft seiner Gemeinde ? dem pilgernden Gottesvolk von Haunstetten mit den Worten aus dem ersten Petrusbrief zu:

Als Lebendige Steine
lasst euch selbst aufbauen
zu einem geistigen Tempel
Haunstetten den 21 November 1964.“


Die Urkunde trägt folgende Unterschriften: Karl Rieger [Bürgermeister] / Valentin Müller, Diözesanbauamt / Martin Achter, Generalvikar / Hans Stiefenhofer, Pfarrer.

Die Gedenkmedaille, trägt auf einer Seite die beiden Konzilspäpste, auf der anderen Seite eine Konzilssitzung, weiterhin sind in den Grundstein die ersten vier Pfarrbriefe von St. Pius eingelegt.

Zwei Maurer verschlossen den Grundstein. Dann brachten mit symbolischen Hammerschlägen ihre Glückwünsche für das neue Gotteshaus dar: Generalvikar Monsignore Martin Achter als Vertreter der Kirche, Landrat Dr. Fritz Wiesenthal als Vertreter der Öffentlichkeit und Dombaumeister Hans Schädel als Vertreter der Bauleute.



(Die Bronzeplatte vor dem Grundstein. Bild: Karl Wahl)

Der Grundstein trägt auf der Vorderseite eine Bronzeplatte mit einem Motiv vom Haunstetter Bildhauer Christian Angerbauer (das Wappen des damaligen Bischofs Dr. Josef Freundorfer).

Die Inschrift auf der Platte des Grundsteines lautet: „PLEBI DEI PEREGRINATI“, frei übersetzt: „Dem Volk Gottes, auf der Wanderschaft dienend.“




(Die Kirche St. Pius im Jahre 2014. Bild: Karl Wahl)


(Text: Karl Wahl / Bilder: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Erstellt am: 21.11.2014

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Aktuell: Haunstetter absolviert seinen 100. Marathon



(Der bekannte Sportreporter Markus Othmer begrüßt Martin Schöll beim Nürnberger Indoor-Marathon als neues Mitglied im "100 Marathon Club Deutschland". Bild: TG Viktoria Augsburg)

Wilfried Matzke berichtet:

Martin Schöll begann als Schwergewicht mit dem Laufen

Haunstetten / Nürnberg. Eine ganz besondere Veranstaltung hatte sich Martin Schöll für sein 100. Rennen über die 42,195 Kilometer ausgesucht. Es war der weltweit einmalige Indoor-Marathon in Nürnberg, ausgetragen im weitläufigen Gebäudekomplex der ehemaligen Landesgewerbeanstalt.

Der 42-jährige Schöll brauchte nur 3:47 Stunden für die 55 Runden mit insgesamt 2420 Treppenstufen. Seine Laufkarriere begann im Jahr 1999 nach einer Wette unter Freunden. „Ich brachte damals 104 Kilogramm auf die Waage“, erinnert sich der Haunstetter. Die ersten Laufversuche gingen über wenige hundert Meter. Aber bereits eineinhalb Jahre später schaffte der Business-Manager beim Computerhersteller Fujitsu seinen ersten Marathon. Bald wurde die legendäre Laufdistanz zu seiner Leidenschaft.

Schöll absolviert mittlerweile rund ein Dutzend Marathons pro Jahr, darunter die Klassiker in New York, Boston, London und Berlin. Seine Bestzeit für die 42,195 Kilometer liegt bei enormen 2:58 Stunden. Auch einige Ultrawettkämpfe kann er vorweisen, wie die "100 Kilometer von Biel" in 9:38 Stunden. "Der Etappenlauf in der marokkanischen Sahara war zweifellos am härtesten", erfährt man. Bei Seminaren für seinen Verein TG Viktoria Augsburg oder an der Volkshochschule gibt Martin "Magic" Schöll seine große Lauferfahrung weiter. "Fast jeder kann einen Marathon schaffen", lautet sein Motto.

Außerdem wird er gerne von den Marathon-Veranstaltern als sogenannter Pacemaker für eine Laufzeit von unter vier Stunden engagiert. Beim München-Marathon im Oktober blieb der Routinier aus Haunstetten genau 30 Sekunden unter dieser Schallmauer, begleitet von zahlreichen Hobbyathleten. Auf die Frage, wie viele Marathons er noch laufen möchte, antwortet der dreifache Vater: „So lange, wie es mir Spaß macht und meine Familie dafür Verständnis aufbrin


(Text: Wilfried Matzke, Bild: TG Viktoria Augsburg)

Erstellt am: 13.11.2014

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Aktuell: Die Kirche St. Albert wird 60 Jahre alt

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:

Die Kirche St. Albert wird 60 Jahre alt



(Die Notkirche im Bau. - Bild: Archiv Karl Wahl)

Zeitungsnotiz vom 29. Januar 1937:
„Wie verlautet, ist beabsichtigt im südlichen [!] Teile Haunstettens (hinter der Transformatorenstation) bis zum Herbst eine Notkirche aus Holz zu errichten. Die Expositur wird der hiesigen katholischen Pfarrei unterstehen. Die Bewohner der Volkssiedlung an der Haunstetterstraße werden dann der Expositur Haunstetten angegliedert.“

Aus dem „Amtsblatt für die Diözese Augsburg“, Jahrgang 1937, Nr. 16 vom 12. Juli 1937: „Angewiesen wurden die H.H. ... Berger, Sigmund, Benefiziumsvikar in Haunstetten als Expositus St. Albert in Haunstetten.“

Bis zur Errichtung und Einweihung der „Notkirche“ am 31. Oktober 1937 wurden die Gottesdienste und sonstigen kirchlichen Verrichtungen in einer der Baracken entlang der Breitwiesenstraße gehalten.

Sigmund Berger, Benefiziumsvikar von St. Georg seit 1935, wird vom Augsburger Bischof mit Wirkung vom 1. August 1937 zum Expositus ernannt.

Im Volksmund war der Expositus der „Exe“. Irgend jemand hatte ihn mal als „Kischdakobf“ (Kistenkopf) bezeichnet. Dieser Ausdruck verbreitete sich enorm schnell in Haunstetten und in der Volkssiedlung.
Ein alte Frau aus der Volkssiedlung hatte nie einen anderen Namen von ihm gehört und begrüßte ihn mit „Grüß Gott, Herr Kischdakopf“. Wutentbrannt schrie er: „Berger ist mein Name“.

Der „Exe“ Berger war vorher Stadtkaplan bei St. Max. Er wohnte anfangs in der Weddigenstraße zusammen mit seiner Mutter. Dort musste man sich sogar an einem Schalter anmelden. Später wohnte er zusammen mit seiner Haushälterin und Organistin Stumph bei Bäcker Brem im Obergeschoß.

Durch eine Entschließung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultur bekam im August 1937 die Expositur St. Albert die Eigenschaft einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Pfarrgemeinde zählte etwa 1.200 Seelen.



(Die Notkirche ist fast fertig.- Bild: Archiv Karl Wahl)

Zeitungsnotiz vom 20. Oktober 1937: „Am kommenden Sonntag wird die für die Expositur St. Albert errichtete Notkirche feierlich eingeweiht. H. Herr Diözesanbischof von Augsburg wird die Weihe selbst vornehmen.“

Hyronimus Neumaier, Sägewerksbesitzer in Haunstetten in der Leisenmahd, hatte sich darum beworben, das Holz für die „Notkirche“ zu liefern. Sie war gänzlich aus Holz erbaut. Obwohl die Sägerei weniger als einen halben Kilometer entfernt lag, wurde wahrscheinlich auf Grund von Beziehungen innerhalb der Kirche eine andere Firma beauftragt. Neumaier verbot deshalb einer seiner Töchter, dort zur ersten hl. Kommunion zu gehen. Sie musste nach St. Georg.

Im katholischen Gottesdienstanzeiger für Haunstetten in der Haunstetter Zeitung erschien erstmals am 29. Oktober 1937 die „Kath. Expositur St. Albert.“

Die Notkirche wurde am 31. Oktober 1937 durch Bischof Dr. Josef Kumpfmüller eingeweiht.



(In der Notkirche. - Bild: Archiv Karl Wahl)

Von 1937 bis 1965 war Martin Sponagl ehrenamtlicher Messner und ab 1965 war er angestellter Messner. (Ruhestand ab 5. November 1970 mit Vollendung des 65. Lebensjahres, verstorben bereits am 7. Dezember 1970).

Die Expositur St. Albert führte damals selbständig Fronleichnamsprozessionen durch. Der erste Altar stand an der Ecke Gögginger- und Breitwiesenstraße bei der Werkstätte der Firma MAN.

Der zweite Altar stand in der Grünanlage, etwa in der Mitte der Sämannstraße, gegenüber dem Haus Sponagl.

Der dritte Altar stand an einer Ecke Schnitter- und Schafweidstraße.

Der vierte Altar stand in der Nord-Ost-Ecke der heutigen Eichenstraße und der Weddigenstraße. Später wurde behauptet, der Weg sei zu lang, worauf der letzte Altar in die Flugfeldstraße, Haus Nr. 2, verlegt wurde. Dafür gab es einen Grund. Damit kam keine Prozession mehr in den nördlichen Teil des Expositurgebietes.

Expositus Sigmund Berger gab am Sonntag, 20. März 1938 bekannt, dass nun der Kirchenbauverein St. Albert in das Vereinsregister eingetragen ist. 85 Gläubige traten bis dahin dem Verein bei. Der erste Vorsitzende des Vereins, geistlicher Rat Michael Schwair, wurde am gleichen Tag zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Der Bischof von Augsburg errichtete im Juli 1938 offiziell die katholische Expositur St. Albert als Tochtergemeinde innerhalb der katholischen Pfarrei Haunstettens. Zuvor waren noch die Siedlung des Volkes und die Anwesen Haunstetter Straße 180 (Fischer) und 186 (Ellingerhaus) aus der Augsburger Stadtpfarrei St. Canisius (Hochfeld) in die Haunstetter Pfarrei umgepfarrt worden. Es wurde bald darauf die sogenannte „Notkirche“ errichtet (auf der Stelle der heutigen Kirche St. Albert).
„Der Benefiziusvikar Herr Sigmund Berger wurde als Expositus bei St. Albert in Haunstetten eingewiesen“

Der Organisationsakt hierfür ist vom 11. Juli 1938. Er ist bekanntgegeben im „Amtsblatt für die Diözese Augsburg“, Jahrgang 1938, Seite 169.
„Als Kirche wird dieser Tochterkirchengemeinde zunächst die dort errichtete Notkirche St. Albert zugewiesen.“

Bei dem Bombenangriff am 25. Februar 1944 wurde die Notkirche schwer getroffen. Sie war vorläufig nicht mehr benutzbar. Eine nicht explodierte 5-Zentner-Fliegerbombe steckte bis zum Aushub für die St-Albert-Kirche (Mai 1952) sogar unter dem Hochaltar der Notkirche.

Wegen des Bombenschadens wurden die Gottesdienste danach wochentags in der Muttergotteskapelle gefeiert. Sonntags fanden sie statt in der Turnhalle an der Frühlingstraße (jetzt Arberstraße).

Nachdem die TSV-Turnhalle durch Bomben vernichtet war, fanden alle größeren Veranstaltungen in der Turnhalle der ehemaligen Fliegertechnischen Vorschule an der Frühlingstraße statt, beispielsweise die Radballturniere und die Wettbewerbe im Kunstradfahren der „Solidarität“.

Die größeren Veranstaltungen fanden regelmäßig an einem Samstagabend statt.
Meßner Martin Sponagl schimpfte dann am Sonntag früh immer, wenn
in der Halle der Sonntagsgottesdienst bevorstand und es noch nach Rauch, Bier und Schnaps gemieft hat und die Ministranten erst mal den herumliegenden Unrat wegräumen mussten.

Nach dem Krieg war vermutlich gegen Ende 1945 die Notkirche wieder soweit repariert, dass darin wieder Gottesdienste gefeiert werden konnten.

Der Pfarrer von St. Albert, Siegmund Berger, hatte im Juli 1952 das 25jährige Priesterjubiläum. „Es ist mein ausdrücklicher Wunsch, daß alle mir anläßlich der 25. Wiederkehr meines Priesterweihetages etwa zugedachten Ehrungen usw. unterbleiben möchten. Von denen, die solche vorgesehen hatten, erbitte ich eine Spende für unseren Kirchenneubau, der in Bälde begonnen werden soll.“

1952 und 1953 wurden sogenannte "Bausteine" für die Kirche verkauft.
Es waren bedruckte Papierblätter, etwa in der Größe DIN A5 und wa-
ren eigentlich Spendenquittungen für den Kirchenbau.

Bis Mai 1953 wurden die Gottesdienste in der Notkirche gefeiert.

Am 11. Mai 1953 begann der Abbruch der Notkirche und der Aushub
für den Neubau.



(Die Kirche St. Albert im Bau. - Bild: Archiv Karl Wahl)

Am Freitag, 24. Juli 1953 wurde abends um 19:00 Uhr durch Bischof Dr. Josef Freundorfer der „Grundstein“ für die Kirche St. Albert gelegt. Mit dem Grundstein wurde auch eine Urkunde eingemauert.

Text der Urkunde:


In Namen des + Vaters und des + Sohnes und des + Hl. Geistes, Amen.

Im Jahre des Heils eintausend neunhundert und dreiundfünfzig am Vorabend des Apostelfestes Jakobus des Älteren, dem vierundzwanzigsten Juli, im fünfzehnten Jahre des Pontifikates seiner Heiligkeit Papst Pius XII, im vierten Bischofsjahr Seiner Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Dr. Joseph Freundorfer von Augsburg wurde der

G R U N D S T E I N
ZU DER KIRCHE DES HL. ALBERT DES GROSSEN IN HAUNSTETTEN

gelegt. Im Jahre eintausend neunhundert siebenunddreißig wurde die katholische Expositur St. Albert aus dem nördlichen Teil von Haunstetten und der im südlichen Teil von Augsburg gelegenen Siedlung des Volkes errichtet. Sechzehn Jahre hat der so gebildeten Kirchengemeinde eine Notkirche aus Holz als Gotteshaus gedient, ausgenommen ein Jahr, in welchem sie wegen der entstandenen Bombenschäden des Jahres eintausend neunhundert vierundvierzig nicht benützt werden konnte. Nun soll endlich die längst geplante, aber durch den zweiten Weltkrieg an der Ausführung behinderte, also dringend notwendige neue Kirche auf dem bisherigen Platz südlich erbaut werden.
Als Bauherr zeichnet die Kirchenverwaltung St. Albert, die erforderlichen Geldmittel gibt die Bischöfl. Finanzkammer unter H.H. Domkapitular Prälat Andres Rampp aus der Diözesansteuer.
Ferner tragen die Gläubigen nach Möglichkeit durch freiwillige Spenden dazu bei. Die Pläne stammen von Herrn Architekt Anton Wenzel, welcher auch den Bau leitet. Die Bauaufsicht hat Herr Diözesanbaumeister Eugen Link vom Diözesanbauamt, der außerdem besondere Wegweisung gab. Die ausführenden Baufirmen sind Gebr. Höltl, Haunstetten und Franz Horle, Augsburg.
Zur Zeit der Grundsteinlegung ist H.H. Geistl. Rat Nep. Bertele Dekan des Kapitels Augsburg-Land und Expositus Siegmund Berger erster Seelsorger von St. Albert. Bayerischer Ministerpräsident ist Dr. Hans Ehard, Landrat von Augsburg ist Albert Kaifer, Bürgermeister von
Haunstetten Franz Xaver Widmeier.




(Diese Tafel in der Nordwand der Kirche weist darauf hin, dass der Grundstein in den Nähe eingemauert ist. - Bild: Archiv Karl Wahl)

Bis zur Fertigstellung des Pfarrsaales wurden wiederum die Gottesdienste wochentags in der Muttergotteskapelle (mit Taufen, Trauungen, Totenämtern) und sonntags in der Turnhalle am Ende der Frühlingstraße (heute Arberstraße) veranstaltet.

Zwei Mal wöchentlich wurde im oberen Flur der Fröbelschule unter Benutzung eines Kofferaltares, der schon im Krieg verwendet wurde, eine Schulmesse gefeiert.

Mitte 1953 hatte die Expositur St. Albert über 3.000 Seelen.

Am 2. Oktober 1953 wurde das Richtfest für die Kirche St. Albert gefeiert. Der Kirchturm durfte wegen des alten Flugplatzes aus Sicherheitsgründen nicht höher gebaut werden, weil er sonst ein Flughindernis geworden wäre.

Zum 1. November 1953 war der Pfarrsaal fertiggestellt und diente vorläufig als Behelfskirche.



(Vor rund 50 Jahren war die Kirche St. Albert noch nicht so von Häusern umgeben wie jetzt. - Bild: Archiv Karl Wahl)

Am Samstag, 15. Januar 1954 wurde anlässlich der Eröffnung des Kindergartens St. Albert am darauffolgenden Montag eine schlichte Feierstunde abgehalten.

Am Montag, 18. Januar 1954 wurde der Kindergarten St. Albert eröffnet und zwar im Pfarrsaal für Kinder von 3 bis 6 Jahren (damals rund 50 Kinder).

Die Expositur von St. Georg, St. Albert, wurde mit Wirkung vom 1. Februar 1954 selbständige Stadt-Pfarrei. Priester Sigmund Berger wurde zum Stadtpfarrer ernannt. Die Pfarrei hatte damals rund 3.500 Seelen.

Der Haunstetter Stadtrat beschloss im Oktober 1954, der Stadtpfarrgemeinde St. Albert zur Beschaffung einer Turmuhr und der Zifferblätter einen Zuschuß von 3.000 Mark zu gewähren.

Die neue Kirche, St. Albert, wurde am Sonntag, 5. Dezember 1954 durch Bischof Dr. Joseph Freundorfer eingeweiht. Um 18 Uhr wurde das Allerheiligste von der Kapelle in die Kirche überführt. Anschließend wurde der erste Pfarrgottesdienst in der neuen Kirche von seiner Exzellenz, Bischof Dr. Joseph Freundorfer, zelebriert.



(Die Glocken für St. Albert sind angekommen. - Bild: Archiv Karl Wahl)

Im Dezember 1956 kamen die drei Glocken für St. Albert. Die große, 14 Zentner, ist dem Hl. Albert geweiht. Die mittlere, acht Zentner, ist dem Bistumspatron St. Ulrich geweiht. Die kleine, sechs Zentner, schlägt die Viertelstunden und ruft an den Wochentagen zu den Gottesdiensten. Das Weihnachtsfest 1956 konnte zum ersten Mal feierlich eingeläutet werden.



(St. Albert, Westseite. - Bild: Archiv Karl Wahl)




(Mosaik über dem Eingang zu St. Albert. - Bild: Archiv Karl Wahl)

Text: Karl Wahl
Bilder: Sammlung Wahl.


(Text: Karl Wahl - Bilder: Archiv Karl Wahl)

Erstellt am: 08.11.2014

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Aktuell: Raumklänge



Erstellt am: 03.11.2014

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Aktuell: Unbekannter Toter im Stadtwald



Das Polizeipräsidium Schwaben Nord Augsburg berichtet:


Am vergangenen Freitag (24.10.14) entdeckte  eine Spaziergängerin im Haunstetter Wald unweit des ehemaligen Schießplatzes die Leiche eines bislang unbekannten Mannes.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei deuten auf einen Suizid hin. Von dem etwa 30 - 40 Jahre alten Mann liegt folgenden Beschreibung vor:

Beschreibung:
174 cm groß, schlank, Gewicht 65 - 70 kg,
kurze dunkle Haare, Vollbart,
grün-blaue Augen,
Tätowierung linker Oberarm in Form einer Kobra
 
Bekleidung:
weiße Jacke
dunkelblaue Jogginghose
Fleecemütze weiß,
hellbraune halbhohe Wildlederschuhe

Hier klick ist dieses Foto des Verstorbenen einzusehen.

Zeugen, die Hinweise zur Identität der Person geben können oder diese im Haunstetter Wald gesehen haben, werden gebeten, sich an die Kriminalpolizei Augsburg, Tel. 0821/323-3810 zu wenden.


Erstellt am: 30.10.2014

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Aktuell: Historischer Film der Deutsch Miniatur

Ein Leser hat uns ein Video bei YouTube verlinkt, in dem man ab 2:54 die Deutsch Miniatur in Haunstetten sieht.

Vielen herzlichen Dank hierfür!!




(Urheber Ricofilm1 - YouTube)

Erstellt am: 26.10.2014

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Aktuell: Abbruch von verwahrlosten Häusern

Karl Wahl berichtet:



Update 20.10.2014



Nun ist das kleinere der beiden Häuser in der Nord-Ost-Ecke Landsberger- und Tattenbachstrasse komplett abgebrochen.



Vielen Mitbürgern in Haunstetten sind die beiden verwahrlosten Häuser in der Nord-Ost-Ecke Landsberger- und Tattenbachstraße schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Nun werden sie endlich abgerissen.

(Text & Bild: Karl Wahl)

Erstellt am: 20.10.2014

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Aktuell: Fracking - Risiko für unser Augsburger Wasser?

Update 20.10.2014

Presseerklärung der Ausschussgemeinschaft Freie Wähler, Linke ÖDP und Polit WG im Augsburger Stadtrat zur Sitzung des Umweltausschusses am Montag den 20.10. 2014:

Bei der zurückliegenden Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Augsburg stand unter anderem einen Antrag der Ausschussgemeinschaft (AG) aus Freien Wählern, Linken, ÖDP und Polit WG auf der Tagesordnung: der Antrag will zum einen Fracking auf dem Augsburger Stadtgebiet für die Zukunft verhindern und wendet sich zum zweiten mit einer Resolution an Bund und Land um Fracking auch bundesweit zu verbieten. Fracking ist ein Verfahren zur Erkundung oder Ausbeutung von Erdöl- oder Erdgasvorkommen in dichten Gesteinsformationen, die durch herkömmliche Technologien nicht oder nur in geringem Umfang erschlossen werden könnten. Beim Fracking werden große Mengen eines Wasser-Sand-Chemikalien-Gemisches (Frackfluid) mit hohem hydraulischen Druck in meist mehrere Bohrlöcher (ca. 8 Bohrungen je Quadratkilometer) verpresst. Durch den Druck bilden sich Risse in den Gesteinsformationen. Durch die Risse kann dann das Erdöl oder -gas über die Bohrungen nach oben geholt werden. Der Sand verhindert, dass sich die Risse wieder schließen.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese Methode äußerst negative Auswirkungen auf die Umwelt hat, die nicht zu verantworten sind: zahlreiche Beispiele weltweit zeigen, dass von den Chemikalien im Frackfluid große Gefahren für die Umwelt ausgehen. Viele darin enthaltene Stoffe sind giftig oder krebserregend. Sie stellen damit eine enorme Gefahr für das Grundwasser im weiteren Umfeld der Bohrungen dar: ÖDP Stadtrat Christian Pettinger hierzu: „Fracking ist eine Bedrohung für unsere wichtigste Lebensgrundlage: unser Trinkwasser! Wir können es auf keinen Fall hinnehmen, dass international tätige Energiekonzerne zur Maximierung ihrer Gewinne unsere Brunnen vergiften!“

Im Vorfeld der Ausschusssitzung hatte das Umweltreferat bereits zwei Stellungnahmen zum Thema Fracking eingeholt: zum einen im Umweltamt selbst aber auch bei den Stadtwerken Wasser GmbH. Diese Stellungnahmen kommen zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie die AG, was die Gefährdung des Augsburger Trinkwassers angehe. Dass Fracking Augsburg sehr direkt betreffen wird, kann man insbesondere der Stellungnahme der Stadtwerke entnehmen: demnach ist es nicht auszuschließen, dass die Fa. Wintershall, um die Ausbeute aus dem seit 1977 angezapften Erdölvorkommen bei Schwabmünchen zu erhöhen, zukünftig Fracking einsetzen wird. Die Erfassungsgebiete für das Augsburger Trinkwasser liegen nur wenige Kilometer von dieser Stelle entfernt in Flussrichtung des Grundwassers.

Laut Beschluss des Umweltausschusses soll nun die Verwaltung auf Basis des Antrages der AG und den Stellungnahmen des Umweltamtes bzw. der Stadtwerke einen erweiterten Resolutionstext erarbeiten, der neben dem Fracking auch die negativen Auswirkungen anderer Verfahren der konventionellen Energiegewinnung beinhaltet. Pettinger: „Wir begrüßen zwar, dass das Umweltreferat vorab bereits inhaltliche Stellungnahmen zum Thema eingeholt hat und diese nun zusammen mit unserem Resolutionsentwurf zu einem umfassenderen Papier kombiniert werden sollen. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass wir uns auch um ein konkretes Verbot des Frackings für das Stadtgebiet Augsburg kümmern müssen.“ Deshalb verwies Pettinger in der Ausschusssitzung noch auf Punkt 1 des ursprünglichen Antrags, der genau dieses Verbot zum Inhalt habe. Nachdem es unter den anwesenden StadträtInnen Zweifel gab, ob die Stadt überhaupt ein Verbot gegen Fracking aussprechen könnte, wurde die Verwaltung beauftragt, hier für Klarheit zu sorgen und eine entsprechende Beschlussvorlage zusammen mit der Resolution beim nächsten Umweltausschuss vor zu legen.

Für die Ausschussgemeinschaft aus Freien Wählern, Linken, ÖDP und Polit WG im Augsburger Stadtrat,

Christian Pettinger
Stadtra



Update 17.10.2014

Mehr als 80 Personen waren auf Einladung der SPD-Ortsvereine Ulrich und Herrenbach-Spickel ins Zeughaus gekommen, um sich zum Thema Fracking zu informieren und auszutauschen.

In der von den beiden Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Frank Mardaus und Peter Biet moderierten Veranstaltung machte der Umweltreferent der Stadt Augsburg Rainer Erben in seinem Eingangsvotum deutlich, dass er als grüner Umweltreferent jegliche Form des Fracking ablehne und hoffe, dass der Umweltausschuss der Stadt dem Antrag der Ausschussgemeinschaft von Linken, ödp, Freien Wählern und Polit WG zustimmen werde, in Augsburg kein Fracking zuzulassen.

Dass Fracking nicht gefahrlos sei, darauf verwies sodann auch Gabriele Weidel, die als Geologin im Bereich Wasserqualität bei den Stadtwerken Augsburg arbeitet und das Hauptreferat hielt. Um durch Fracking Gas aus Gesteinsformationen zu gewinnen, müssten beispielsweise große mit Chemikalien durchsetzte Wassermengen in den Boden eingebracht und später wieder entsorgt werden. Für die Entsorgung gäbe es im Augenblick aber kein geeignetes Konzept. Insgesamt lehnten so auch die Stadtwerke Fracking, das auf Augsburger Flur nicht ganz ausgeschlossen sei, ab.

In der anschließenden Diskussion wurde darauf verwiesen, dass nach Auskunft des Bundeswirtschaftsministeriums selbst bei Ausnutzung aller in Deutschland im Gestein gelagerter Vorkommen diese nur für 14 Jahre die Energieversorgung garantieren könnten. Die Risiken stünden dazu in keinem Verhältnis. Auf der anderen Seite wurde angemerkt, dass alle im Rahmen der Energiewende praktizierten und angedachten Techniken zur Energiegewinnung nicht unproblematisch seien, man diese aber sicher stellen müsse.

Insgesamt aber überwog bei der großen Mehrzahl der Besucher die Skepsis gegenüber Fracking. Einig war man sich auch, dass das Thema im engen Zusammenhang mit dem geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP zu sehen sei, da derzeit im Bereich Fracking engagierte Unternehmen bei einem verabschiedeten TTIP ihren Investorenschutz reklamieren könnten.


Mit der Geologin Gabriele Weidel (SWA) und Rainer Erben (Umweltreferent)
Zeughaus (Reichlesaal), Mittwoch, 15.10. 19 Uhr


Das Thema Fracking treibt auch die Menschen in Deutschland um: Überlegungen im Bundesumweltministerium, Fracking hierzulande neu zu regeln, haben in der Bevölkerung große Unruhe ausgelöst. In den USA ist bereits in vielen Gebieten das Grundwasser durch Fracking verseucht. Insofern ist die Frage brandaktuell, welche Risiken auch unserer lokalen Wasserversorgung durch diese neue Technologie drohen. Die SPD Ortsvereine Ulrich und Herrenbach-Spickel bieten allen interessierten Bürgern Informationen rund um die umstrittene Ölförderung und eventuelle Auswirkungen auch auf das Augsburger Wasser – das es immerhin zum Politikum in Form eines Bürgerbegehrens gegen die Privatisierung geschafft hat. Welche Formen des Fracking gibt es eigentlich? Welche Chemikalien werden dabei eingesetzt und in welchen Mengen? Wie problematisch ist die Entsorgung? Umweltreferent Rainer Erben wird für diese Fragen zur Verfügung stehen, Frau Gabriele Weidel, als Geologin bei den Augsburger Stadtwerken – Schwerpunkt Wasserqualität – tätig wird fachkundig ins Thema einführen und ebenfalls gerne mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

(Text: Frank Mardaus)

Erstellt am: 20.10.2014

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