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Mittwoch, 27.05.15, 15.00 Uhr
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Donnerstag, 11.06.15, 17.00 Uhr
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Samstag, 13.06.15, 15.00 Uhr
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Donnerstag, 17.09.15, 18.00 Uhr
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Erstellt am: 23.04.2015

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Aktuell: Erinnerungen an das Kriegsende vor 70 Jahren in Haunstetten

Anläßlich des Kriegsendes vor 70 Jahren hat uns der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl seine Erinnerungen an diese bewegte Zeit in acht Kapiteln zur Verfügung gestellt, die wir im Laufe des Aprils nacheinander veröffentlichen.

Der zweite Weltkrieg war vor 70 Jahren zu Ende gegangen
Dazu werden Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben wach

6. Teil


Eines schönen, klaren Tages im Februar 1945 war in der Luft ein Brummen zu hören, das langsam immer lauter wurde. Nach ungefähr einer halben Stunde waren am Himmel mehrere hundert schwere Bomber zu sehen. Sie flogen in Formation, nach meiner Erinnerung vielleicht 15 nebeneinander und 15 oder noch mehr hintereinander. Sie kamen aus südsüdwestlicher und flogen in nordöstliche Richtung. In die leichte Höhenstufe zwischen Göggingen, Inningen und Haunstetten war alle paar hundert Meter eine Flakstellung eingebaut. Die Flak schoss eifrig zu den Bombern hinauf. Ich selbst habe gesehen, dass nur einer der Bomber aus dem Verband herausgeschossen wurde. Bald darauf erfuhren wir, dass die Bomber nach Dresden geflogen waren, um die Stadt zu bombardieren.

Nebenbei bemerkt: Von manchen Haunstettern wird die Höhenstufe immer noch als Flakberg bezeichnet. Sie wissen allerdings nicht, wie es zu der Bezeichnung kam und woher sie stammt.

Bei den Bombardierungen der Messerschmittwerke und des Alten Flug-platzes in Haunstetten wurden Spreng-, Brand- und Flüssigkeitsbomben sowie Phosphorkanister abgeworfen. Einzelne Areale in Haunstetten wurden durch die Bomben regelrecht „umgepflügt.“

Bei einem Bombenangriff im Frühjahr 1944 waren in der ganzen Gegend u.a. die Wasserleitungen zerbombt worden. Zu allem Unglück waren die Pumpbrunnen ringsum schon in Betrieb genommen worden. Ein Kälteeinbruch hat sie alle zufrieren und manche sogar zerspringen lassen. Nur unser Brunnen war noch intakt. Da standen die Leute aus drei Richtungen in langen Schlangen an und holten sich Wasser. Sogar über unser abgedecktes Frühbeet sind sie gestapft und haben die Glasscheiben unter den Holzläden (Bohlen) zerdrückt. Mein Vater richtete derweil in der Nähe mehrere Brunnen. Als er nach Hause kam, um ein Ersatzteil zu holen, schimpfte er wie ein Rohrspatz, weil die Leute querbeet alles zertrampelten. Ein ganz fanatischer NAZI behauptete, das sei jetzt alles Volkseigentum. Da kam er gerade recht und wurde von meinem Vater und den anderen Leuten weggescheucht.

Lesen Sie hier den 1. Teil

Lesen Sie hier den 2. Teil

Lesen Sie hier den 3. Teil

Lesen Sie hier den 4. Teil

Lesen Sie hier den 5. Teil

Erstellt am: 22.04.2015

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Aktuell: Anita Ulrich stellt aus

Horst Hermann berichtet:



(Rathaus Augsburg - Anita Ulrich)

Ausstellung der bekannten Augsburger/Haunstetter Künstlerin Anita Ulrich „Zuhause“

Aquarelle aus Augsburg und dem Rest der Welt

In der Volkshochschule Augsburg
Willy Brandt-Platz 3a
86153 Augsburg

am Sonntag den 26. April von 14 bis 18 Uhr geöffnet ist

Die Künstlerin ist persönlich anwesend.

Die Ausstellung ist vom 9. März 2015 bis 24. Juli 2015 zu besichtigen, zu den Öffnungszeiten der VHS Augsburg :
Montag - Donnerstag 9 - 17 Uhr
Freitag 9 – 12:30 Uhr
sowie abends und am Wochenende während der Kurszeiten


(Text: Horst Hermann)

Erstellt am: 20.04.2015

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Aktuell: Erinnerungen an das Kriegsende vor 70 Jahren in Haunstetten

Anläßlich des Kriegsendes vor 70 Jahren hat uns der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl seine Erinnerungen an diese bewegte Zeit in acht Kapiteln zur Verfügung gestellt, die wir im Laufe des Aprils nacheinander veröffentlichen.

Der zweite Weltkrieg war vor 70 Jahren zu Ende gegangen
Dazu werden Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben wach

5. Teil


Die Feindnachrichten, hauptsächlich mögliche Fliegerangriffe, wurden im „Volksempfänger“ mit einem Kuckucksruf angekündigt. Ich konnte den "Kuckuck", obwohl ich sonst ein braver Bub war, so täuschend nachahmen, dass meine Mutter dabei immer wieder zu einem Nervenbündel wurde. Irgendwann hat eine Tracht Prügel dann den Kuckuck aus meinem Mund abgestellt.

In Haunstetten stand an der heutigen Marconistraße, wo jetzt das Altenheim vom Roten Kreuz steht, die Fliegertechnische Vorschule. Die Verpflegung muß dort so miserabel und die Ausbildung so unmenschlich gewesen sein, dass sich einige der zukünftigen Flugzeugtechniker im Haunstetter Krankenhaus von Dr. Eymüller, der Spezialist für Blinddarmoperationen war - auch meinen hat er herausoperiert - am Blinddarm operieren ließen, um sich drei Wochen ordentliche Verpflegung und körperliche Erholung zu verschaffen. Damals lag man wochenlang im Krankenhaus, es gab noch keine REHA.

Zu den Messerschmittwerken gingen täglich hunderte von Arbeitern. Fast alle Kinder aus dem Haunstetter Norden bettelten sie oft auf der Messerschmittstraße, der heutigen Eichenstraße, oder vor dem Tor zum Werk III um "Bilderschecks" an, die den Zigarettenpackungen beigelegt waren. Damit konnte man sich Bilder vom "Cigaretten-Bilderdienst" in Hamburg zusenden lassen und in ein vorgedrucktes Album kleben. Es gab mindestens zwölf verschiedene Alben. Weil die meisten kriegs- oder naziverherrlichend waren, wurden die bei uns vorhandenen bis auf zwei vor dem Einmarsch der Amis vernichtet. Die beiden verbliebenen waren noch lange in meinem Besitz: Album Nr. 7: "Gestalten der Weltgeschichte" und Album Nr. 12: "Bilder Deutscher Geschichte".

Bei der Bombardierung am 13. April 1944 wurde u.a. auch das „Messerschmitt-Betriebslager“ an der Inninger Straße = Außenlager des KZ Dachau zerstört, wobei viele Häftlinge umkamen. Das Lager wurde nicht wieder aufgebaut.



Auf der Gedenkstätte am Ende der Hermann-Frieb-Straße. Bild: Karl Wahl



Auf der Gedenkstätte am Ende der Hermann-Frieb-Straße. Bild: Karl Wahl

Auf dem Weiher innerhalb des Lagers schwamm längere Zeit das Unterteil eines vergessenen Zinksargs, mit dem dann Kinder auf dem Weiher herumpaddelten. Das ging so lange gut, bis zu Anfang des Deutschen Wirtschaftswunders bis der Metallsarg von einem Alteisenhändler und Schrottsammler entdeckt wurde. Das war damals ein lukratives Geschäft. Monatelang war aus den zerstörten Messerschmittwerken zu hören, wie Maschinen, alles aus Metall und sogar die Hallentore der Werke demontiert wurden. Ein ehemaliger Arbeiter des Werks IV „rettete Maschinen für das deutsche Volk“ und baute sich damit nach dem Krieg einen metallverarbeitenden Betrieb auf. Der Weiher innerhalb des Lagers war entstanden durch Kiesentnahme für die „Umgehungsstraße“ von Haunstetten, der heutigen Landsberger Straße.



Gedenkstein am Ende der Hermann-Frieb-Straße. Text: Auf diesem Areal befand sich vom Februar 1943 bis zur Zerstörung bei einem Bombenangriff im April 1944 ein Außenlager des Konzentra-tionslagers Dachau mit 2.700 Menschen aus ganz Europa, die hier vom nationalsozialistischen Regime zur Zwangsarbeit eingesetzt worden waren. Ihnen zu Ehren hat die Stadt Augsburg diese Gedenkstätte geschaffen. Bild: Karl Wahl

Lesen Sie hier den 1. Teil

Lesen Sie hier den 2. Teil

Lesen Sie hier den 3. Teil

Lesen Sie hier den 4. Teil

Erstellt am: 18.04.2015

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Aktuell: Altenhilfeeinrichtungen informieren sich über RLS

Kurt Aue berichtet:

Haunstetter Altenhilfeeinrichtungen informieren sich über das Restless - Legs - Syndrom - Auch Öffentliches Patientenseminar und Schulung für Pflegepersonal

Seit drei Monaten hat in den Haunstetter Altenheimen, bei der Seniorenunion der CSU und bei diversen Vereinen und Organisationen, das Thema "Restless - Legs - Syndrom" und die Aufklärung darüber sich zum Schwerpunkt Haunstetter Altenhilfe heraus kristallisiert.

Als nächster Termin für dieses Thema steht im Mehrgenerationentreff und BRK Haus, der 20. Mai 2015 um 14 Uhr an. Es referiert der RLS - Experte für Augsburg und Schwaben Kurt Aue aus Haunstetten, der selbst seit etwa 50 Jahren an RLS erkrankt ist. Das Restless - Legs - Syndrom äußert sich so, das im Ruhezustand die Beine nicht zur Ruhe kommen und schmerzen. Sobald man aufsteht geht es einem wieder gut. Der Termin ist für Patienten, Interessierte und für Angehörige von RLS Patienten gedacht.

Mitarbeiterschulung

Eine Mitarbeiterschulung über das Restless - Legs - Syndrom, aller in Haunstetten tätigen Mitarbeiter der Altenhilfe findet auf Anregung der Pflegedienstleitung, Dipl. Pflegewirt Alexander Krug, Ruhesitz Wetterstein, des Leiters Robert Krenn und des vortragenden Referenten Kurt Aue am Dienstag 14. Juli 2015, 13:30 Uhr im "Wetterstein" Königsbrunner Strasse 39 a, 86179 Augsburg - Haunstetten statt.Anmeldungen sind bei Herrn Alexander Krug; eMAIL. : a.krug@ruhesitz-wetterstein.de, oder bei Kurt Aue Email: kurtaue11@freenet.de zu tätigen.

Patientenseminar

Ebenfalls im Ruhesitz Wetterstein findet am Dienstag, 25. August 2015, 14:30 Uhr ein öffentliches Impossium über das Restless - Legs - Syndrom für Patienten und InteressierteAugsburger Stadtteil Haunstetten und der Stadt Königsbrunn statt. Als Referent fungiert ebenfalls Kurt Aue, der Tags zuvor bei der Kassenärztlichen Vereinigung Niederbayern in Landshut über das Restless - Legs - Syndrom referiert.www.kurtaue11@freenet.de und www.restless-legs.org


(Text: Kurt Aue)

Erstellt am: 17.04.2015

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Aktuell: Erinnerungen an das Kriegsende vor 70 Jahren in Haunstetten

Anläßlich des Kriegsendes vor 70 Jahren hat uns der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl seine Erinnerungen an diese bewegte Zeit in acht Kapiteln zur Verfügung gestellt, die wir im Laufe des Aprils nacheinander veröffentlichen.

Der zweite Weltkrieg war vor 70 Jahren zu Ende gegangen
Dazu werden Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben wach

4. Teil


Die „Ami“ warfen gegen Kriegsende zuerst Sprengbomben, um hauptsächlich damit die Hausdächer abzudecken und danach sogenannte "Phosphorkanister" ab, um ausgedehnte Brände zu verursachen. Mein kleinerer Bruder saß bei so einem Angriff auf dem Schoß unserer Mutter und sah durch zwei Türen und ein Fenster im Keller hindurch einen davon explodieren. Er wollte nie wieder an dieser Stelle sitzen. Einer der Phosphorkanister traf unser Haus an der Südwestecke. Glücklicherweise blies damals Ostwind und damit das Feuer vom Haus weg. Stattdessen verbrannte die "Holzlag" mit sechseinhalb Ster ofenfertigem Brennholz, die vorhandenen hölzernen Leitern, alle Gartenwerkzeuge und mein Spieleisenbahnzug aus Holz, dem ich noch lange nachtrauerte. Der Phosphor spritzte beim Aufschlag so eines Kanisters in Batzen bis zu 30 Meter weit und überall brannte er und verursachte weitere Brände. Die Batzen wurden, soweit es möglich war, mit Sand abgedeckt und damit vorläufig erstickt. Für uns Kinder war es ein Vergnügen, später immer wieder in der abendlichen Dämmerung die Batzen freizukratzen und brennen zu lassen. Meine Mutter fand das weniger vergnüglich, sie war immer eher einem Herzschlag nahe.

Spätestens 1944 war die Sommerzeit mit zwei Stunden vor der Normalzeit eingeführt worden. Da konnte Vater bei klarem Wetter abends um halb elf Uhr noch Zeitung lesen.

Zwischen dem Messerschmittwerk IVa (bei der heutigen Straßenbahnhaltestelle „Messerschmitt“) und der Volkssiedlung waren an der Haunstetter Straße eine Reihe von vielleicht zehn „Nebeltonnen“ aufgestellt. Ich als kleiner Bub war "noch nicht in der Schule" und hatte Zeit, den Kriegsgefangenen, die damit bei Fliegeralarm die Gegend vernebeln mußten, jeden Handgriff abzugucken. Mit der Vernebelung wurde die Sicht für feindliche Flugzeuge sehr eingeschränkt bzw. ganz eingestellt. Als einmal die Nebeltonnen völlig unbewacht und mutterseelenallein dastanden, kam ich dazu und drehte, obwohl ich sonst ein braver Bub war, die ganze Batterie der Reihe nach auf und vernebelte damit zur Unzeit die ganze Umgebung.



Plan der KZ-Lagers an der Inninger Straße. (Bild: Archiv Karl Wahl)

1944 mussten "KZler" (KZ-Häftlinge) aus dem Außenlager des KZ Dachau an der Inninger Straße, (Hermann-Frieb-Straße) bei kaltem Wetter mit nackten Füßen in offenen Schuhen und dünnem Sträflingsgewand einen Kabelkanal für das Messerschmittwerk III durch die Nordstraße graben. Meine Mutter erbarmte sich und kochte täglich zweimal einen Dämpfer voll mit Kartoffeln - unser Dämpfer war für sieben Personen ausgelegt - und hängte ihn an den Zaun. Die KZler würden sich die heißen Kartoffeln schon selbst schälen, wenn sie etwas abgekühlt waren. Zu meinem Erstaunen futterten die Häftlinge sie aber mitsamt der Schale. Einmal hängte ein unmenschlicher "SSler" (SS-Aufseher) den Dämpfer ab, schüttete die Kartoffeln auf den Boden und zertrat sie vor den Augen der hungernden, das war anschaulich die glorreiche SS.





Das zerstörte KZ-Lager an der Inninger Straße. (Bild: Archiv Karl Wahl



Das zerstörte KZ-Lager an der Inninger Straße. (Bild: Archiv Karl Wahl



Das zerstörte KZ-Lager an der Inninger Straße. (Bild: Archiv Karl Wahl



Lesen Sie hier den 1. Teil

Lesen Sie hier den 2. Teil

Lesen Sie hier den 3. Teil

Erstellt am: 15.04.2015

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Aktuell: Feierlichen Einweihung und Tag der offenen Tür

Die Ökumenische Sozialstation Haunstetten und Univiertel läd am Samstag, den 09. Mai 2015 um 10:30 Uhr zur feierlichen Einweihung der neuen Tagespflegeeinrichtung in der Landsberger Straße 45 mit Pfarrer Dirk Dempewolf und Diakon Helmut Bill ein.

An diesem Tag können die beiden Einrichtungen Landsberger Straße 45 und Hofackerstraße 10 a im Rahmen des "Tags der offenen Tür" von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr besichtigt werden.

Weitere Informationen zur Ökumenischen Sozialstation Haunstetten und Univiertel finden Sie im Internet unter: www.sozialstation-augsburg-sued.de

Erstellt am: 15.04.2015

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Aktuell: Erinnerungen an das Kriegsende vor 70 Jahren in Haunstetten

Anläßlich des Kriegsendes vor 70 Jahren hat uns der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl seine Erinnerungen an diese bewegte Zeit in acht Kapiteln zur Verfügung gestellt, die wir im Laufe des Aprils nacheinander veröffentlichen.

Der zweite Weltkrieg war vor 70 Jahren zu Ende gegangen
Dazu werden Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben wach

3. Teil


Beim nächsten Bombenalarm ging meine Familie in den Bunker im Messerschmitt-Werk III am Ende der heutigen Eichenstraße. Er war total überfüllt, die Luft war "zum Schneiden". Die Toiletten waren für den Ansturm nicht ausgelegt und nach kurzer Zeit verstopft und verdreckt. Der ganze Bunker bebte und zitterte bei den Bombenexplosionen in nächster Nähe. Das Licht ging aus und Staub und Dreck rieselten von den Wänden und von der Decke. Das Angstgewimmer und das Gejammer von vielen beim Krachen der Bomben und bei den Erschütterungen zerrte enorm an den Nerven; man hätte fast verrückt werden können. Wir blieben ab sofort lieber wieder zu Hause.

Mehrmals, als Augsburg nachts bombardiert wurde, konnten wir zusehen, wie die vor den Bombern fliegenden Maschinen sogenannte "Christbäume" und "Lametta" abwarfen. Die Christbäume waren Leuchtkugeln an Gestellen mit Fallschirmen und wurden abgeworfen zur Markierung des Zielgebiets für die Bomber. Das Lametta waren "Silberpapierstreifen", um die Strahlen der Suchscheinwerfer der Flak zu brechen. Möglicherweise wurde damals schon Radar vermutet, das mit den Stanniolstreifen irritiert werden kann. Übrigens glichen die Lichtfinger einiger Discos, die vor Jahren „in“ waren, nämlich die „sky-beamer“ in und um Augsburg sehr den Strahlen der Suchscheinwerfer der damaligen Flak.

Nach einem Fliegeralarm an einem hellen und freundlichen Tag hängte der in der Nachbarschaft wirtschaftende Landwirt Georg Kühn gleich drei Anhänger an seinen einzylindrigen "Lanz-Bulldog" (Traktor). Alle, die in der Nähe noch wohnten, drückten sich darauf zusammen und dann fuhr Kühn aufs freie Feld zwischen Haunstetten und Inningen. Dort sahen wir dann zu, wie Bomben auf Augsburg und auf die Messerschmittwerke abgeworfen wurden.


Lesen Sie hier den 1. Teil

Lesen Sie hier den 2. Teil

Erstellt am: 11.04.2015

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Aktuell: Erinnerungen an das Kriegsende vor 70 Jahren in Haunstetten

Anläßlich des Kriegsendes vor 70 Jahren hat uns der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl seine Erinnerungen an diese bewegte Zeit in acht Kapiteln zur Verfügung gestellt, die wir im Laufe des Aprils nacheinander veröffentlichen.

Der zweite Weltkrieg war vor 70 Jahren zu Ende gegangen
Dazu werden Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben wach

2. Teil


Der Luftangriff vom 25. Februar 1944 hatte viele Menschenleben bei der Zivilbevölkerung gefordert, und zwar hauptsächlich alte Menschen sowie Frauen und Kinder, weil die Männer, jung und alt, fast alle zur Wehrmacht eingezogen und im Feld an den Fronten waren. Als Folge davon wurden bald die ersten Schulklassen im Rahmen der Kinderlandverschickung evakuiert. Viele Erwachsene suchten auf dem Land bei Verwandten Zuflucht und die daheim gebliebene Zivilbevölkerung bekam schriftlich die Genehmigung, bei den nächsten Fliegeralarmen auch in den Bunkern der Messerschmittwerke Schutz zu suchen.

Nach dem schweren Luftangriff vom 25. Februar 1944 wurden die Schulkinder im Rahmen der Kinderlandverschickung evakuiert. Ein neunjähriger Bub kam zu einem Landwirt nach Geisenried bei Marktoberdorf und eine Schwester nach Rettenberg am Grünten. Die Schulkinder wurden also noch im Februar oder Anfang März verschickt. Seine Mutter hatte dem Buben ein neuwertiges Paar Schuhe mitgegeben, damit sie sich nicht zu schämen bräuchte. Die Schuhe wurden ihm von dem Landwirtsehepaar sofort abgenommen. Dann musste er (Jahrgang 1935) bei kaltem und schlechtem Wetter barfuß die Kühe hüten und im Dachdrempel schlafen. Selbstverständlich bekam er dort im hinteren Dachwinkel kein normales Bett, nur einen uralten, zusammengelegenen und verkommenen Strohsack sowie zwei fast zerlumpte und verdreckte Decken. Durch das Kühe hüten barfuß im Februar und März im Allgäu und wegen der luxuriösen Schlafgelegenheit direkt unter den Dachschindeln wurde er Bettnässer. Das und die sonstigen äußerst miserablen Bedingungen, unter denen der Bub bei dem Landwirtsehepaar gehalten wurde, war der Grund, weshalb ihn seine Mutter noch vor Kriegsende wieder zurückholte.

Bei dem Bombenangriff am 25. Februar 1944 war auch die Notkirche St. Albert schwer getroffen worden. Diese bessere Holzbaracke war erst im Oktober 1937 eingeweiht worden. Sie war vorläufig nicht mehr benutzbar. Eine nicht explodierte 5-Zentner-Fliegerbombe steckte bis zum Aushub für die St-Albert-Kirche im Mai 1952 sogar unter dem Altar der Notkirche. Die Bombe war noch immer scharf gewesen.



(Ein fast zerstörtes Gebäude der ehemaligen Fliegertechnischen Vorschule. An der Stelle steht jetzt ein Altenheim des Roten Kreuzes. BIld: Archiv Karl Wahl)

Wegen des Bombenschadens der Notkirche wurden die Gottesdienste danach werktags in der Muttergotteskapelle zelebriert. Wegen des Platzmangels wurden sonntags die Gottesdienste in der Turnhalle der Fliegertechnischen Vorschule am Ende der heutigen Arberstraße gefeiert. Weil diese Turnhalle damals nur noch der einzig erhaltene, große Veranstaltungsraum in Haunstetten war, fanden dort nach dem Krieg alle größeren Veranstaltungen statt, wie beispielsweise Bälle, Tanzabende, sonstige Veranstaltungen oder auch die Radballturniere und die Wettbewerbe im Kunstradfahren der Solidarität (Arbeiter- Rad- und Kraftfahrerbund Haunstetten).

St. Albert war ursprünglich eine Expositur von St. Georg. Der Expositus Sigmund Berger war im Volksmund der „Exe“. Wegen seiner charakteristischen Kopfform hatte ihn einmal jemand als „Kischdakobf“ (Kistenkopf) bezeichnet. Dieser Spitzname verbreitete sich in Windeseile in Haunstetten und war dann allgemein bekannt und gebräuchlich. Eine alte Frau aus der Volkssiedlung, die noch nie etwas anderes gehört hatte, begrüßte ihn einmal freundlich“ „Grüß Gott, Herr Kischdakobf“. Er schrie wütend zurück“ „Berger ist mein Name“.

Der Messer Martin Sponagl schimpfte dann am Sonntag früh immer, wenn in der Halle der Sonntagsgottesdienst bevorstand und es von einer Veranstaltung am Samstagabend noch nach Rauch, Bier und Schnaps gestunken hat und die Ministranten erst mal den herumliegenden Unrat wegräumen mussten.


Lesen Sie hier den 1. Teil

Erstellt am: 07.04.2015

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Aktuell: Erinnerungen an das Kriegsende vor 70 Jahren in Haunstetten

Anläßlich des Kriegsendes vor 70 Jahren hat uns der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl seine Erinnerungen an diese bewegte Zeit in acht Kapiteln zur Verfügung gestellt, die wir im Laufe des Aprils nacheinander veröffentlichen.

Der zweite Weltkrieg war vor 70 Jahren zu Ende gegangen
Dazu werden Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben wach

1. Teil


Am Samstag, 28. April 1945, war für Haunstetten der zweite Weltkrieg zu Ende. 237 Haunstetter sind als Soldaten ums Leben gekommen. 188 Haunstetter sind vermisst geblieben. 163 Haunstetter und 72 KZ-Häft-inge bzw. Zwangsarbeiter sind bei den Luftangriffen umgekommen. 62 Wohnhäuser waren total zerstört und 171 Wohnhäuser schwer beschädigt.

Nachdem die Berichte über das Kriegsende Ende April 1945 weniger geworden sind und kaum etwas darüber geschrieben wurde, was damals in Haunstetten geschah, berichtet der damals sechsjährige Bub Karl Wahl aus Haunstetten darüber.

Die erste Bombardierung

Der 25. Februar 1944 war ein schöner, sonniger Wintertag. Um die Mittagszeit heulten die Sirenen Fliegeralarm. Die Haunstetter ärgerten sich schon über den vermeintlich unnötigen Alarm, der nur Unruhe brachte, weil man ja in die Keller oder in die Bunker musste. Dann kam der erste große Luftangriff auf die Messerschmittwerke. 199 B-17 Bomber = „fliegende Festungen" der US-Luftwaffe warfen von 13:52 bis 14:15 Uhr insgesamt 335 Tonnen Spreng- und 121 Tonnen Brandbomben (Stab-brandbomben) ab. Zusammen waren das 1.302 Sprengbomben und 3.000 Brandbomben. Nach anderen Quellen waren es 370 Tonnen Sprengbomben und 134 Tonnen Brandbomben.

Zu der Zahl der dabei ums Leben gekommenen Menschen gibt es meh-rere unterschiedliche Quellenangaben. Beispielsweise sind 55 oder 60 Todesopfer und in einer anderen Quelle 70 Haunstetterinnen und Haun-stetter aufgeführt. Ob die bei dem Angriff ums Leben gekommenen 32 Messerschmittler darin enthalten sind, ist unklar. Sie waren ja nicht alle aus Haunstetten oder wohnten nicht alle in Haunsteten. Es gibt Quellen, in denen behauptet wird, dass diese Menschen nicht ums Leben gekommen sind, sondern gefallen seien.

Das Waldstück zwischen der Lehningerstraße (südlich der Volkssiedlung) und dem Lochbach war geradezu übersät mit Bombentrichtern in zweierlei Größen. Mehr als 60 Jahre danach hatten die größeren davon noch rund 13 Meter Durchmesser und waren bis zu drei Meter tief. Die feindlichen Bomber kamen damals von Osten her angeflogen und bombardierten den Alten Flugplatz und das Messerschmittwerk III. Sie hatten den Abwurf ein bisschen zu früh begonnen, weshalb schon ab dem Lochbach viele Bombentrichter entstanden und Wohnhäuser zerstört wurden.

Solch eine schwere Bombe hatte sehr wahrscheinlich auch das "Ellingerhaus" an der Haunstetter Straße (südlich der Volkssiedlung und am Westrand der Haunstetter Straße) mit 16 Wohnungen vollkommen zerstört. In einem Splittergraben/ Deckungsgraben, der eigentlich ein Luftschutzbunker werden sollte, aber noch im Bau war, wurden 30 Bewohner verschüttet und kamen dabei ums Leben. Im Keller des Hauses überlebten acht oder zehn Personen.

Den ersten Bombenabwurf auf die Messerschmittwerke in Haunstetten am 25. Februar 1944 erlebte ich im Keller meines Elternhauses in der Nordstraße in Haunstetten, also so gut wie eingekreist von den vier Messerschmittwerken. Als der Angriff gegen halb drei Uhr nachmittags vorbei war, schaute mein Vater, der auf Grund körperlicher Gebrechen nicht kriegsverwendungsfähig und zufällig auch noch zu Hause war, zuerst nach dem eigenen Haus und dann in die Nachbarschaft. Das Dach des eigenen Hauses hatte fast keine Dachplatten mehr und auf dem First "thronte" wie ein Storchennest ein riesiger Betonbrocken, der, wie er bald feststellte, ein Dachteil des Vorhäuschens vom übernächsten Haus (Nordstraße 4) war. Dort hatte eine Bombe die Nordhälfte völlig weggefegt. Die Eigentümerin hielt sich mit ihren Kindern im selbst gebauten Bunker im Garten auf. Mein Vater schaufelte den Bunkereingang, der fast gänzlich zugeschüttet war, frei und sagte zur Hausbesitzerin, sie solle nicht erschrecken, ihr Haus habe einen schweren Schaden mitbekommen. Vom Bunkereingang aus sah man nur die einigermaßen heil gebliebene Südseite. Die Frau lachte und meinte, es sei doch nicht so arg viel passiert. Als sie dann aber auf die andere Seite kam und sah, dass die Hälfte des Hauses zerstört bzw. nicht mehr da war, wurde sie ohnmächtig.



(Das halb zerstörte Haus in der Nordstraße, bei dessen Anblick die Eigentümerin ohnmächtig wurde. Bild: Archiv Karl Wahl)

Nach dem Bombardement gab es keinen elektrischen Strom und kein Leitungswasser mehr. Die Feuerwehr pumpte zwar Löschwasser aus dem Lochbach, aber die Kälte ließ das Wasser in den Feuerwehrschläuchen gefrieren.

Die Straßenbahngleise waren an mehreren Stellen zerstört. Dort, wo eine Bombe die Schienen getroffen hatte, standen verbogene Stücke davon einige Meter hoch in die Luft. Danach kamen viele Schaulustige aus Augsburg, weil dort bisher noch keine Bomben gefallen waren. Übrigens wurden die Bombenangriffe von den NAZI als Terrorangriffe bezeichnet.


In Kürze geht es weiter mit dem 2. Teil.

(Text & Bilder: Karl Wahl)

Erstellt am: 02.04.2015

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