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Mittwoch, 27.05.15, 15.00 Uhr
Diavortrag „Faszination Wien“

Montag, 01.06.15, 15.00 Uhr
Klassisches Konzert der Yehudi Menuhin Stiftung

Mittwoch, 03.06.15, 15.00 Uhr
Vortrag „Mitgliederwerbung der Zeugen Jehovas“

Donnerstag, 11.06.15, 17.00 Uhr
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Samstag, 13.06.15, 15.00 Uhr
Führung Canale Grande

Mittwoch, 17.06.15, 15.00 Uhr
Diavortrag „Jerusalem, die heilige Stadt “

Samstag, 20.06.15, 11.00 Uhr
Besuch Fugger & Welser Museum

Freitag, 26.06.15, 14.30 Uhr
Spielplatzfest am Händelweg

Mittwoch, 01.07.15, 15.00 Uhr
Klassisches Konzert mit „music now“

Freitag, 03.07.15, 20.00 Uhr
Duo Anaka Konzert

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Mittwoch, 05.08.15, 15.00 Uhr
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Samstag, 15.08.15, 14.00 Uhr
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Mittwoch, 26.08.15, 15.00 Uhr
Diavortrag „Glanzpunkte im nördlichen Bayern

Donnerstag, 17.09.15, 18.00 Uhr
Vortrag Salzburger Exulanten

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Aktuell: Illegale Ausgrabungen von Orchideen im Stadtwald Augsburg

Die Stadt Augsburg berichtet:

(pm)n den vergangenen Wochen wurden im Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg illegal Orchideen und andere seltene Wildpflanzen großflächig ausgegraben. Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Augsburg bittet die Bevölkerung um Mithilfe, da es sich bei diesem Sachverhalt um eine Straftat handelt.

Besucher der Heideflächen im Naturschutzgebiet Stadtwald werden gebeten, im Bereich von Heidestandorten die Augen und Ohren offen zu halten. Die untere Naturschutzbehörde bittet darum, auf verdächtige Privatfahrzeuge, die ohne Berechtigungsausweis an der Windschutzscheibe im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“ unterwegs sind, zu achten. Besondere Beachtung gilt auch Personen(gruppen), die sich auffällig benehmen und z. B. mit Schaufel oder Spaten sowie Transportbehältern angetroffen werden.

Zur eigenen Sicherheit sollte zeitnah möglichst unauffällig die Polizei informiert werden. Meldungen nimmt auch während der Dienstzeiten die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Augsburg entgegen:
Untere Naturschutzbehörde Stadt Augsburg
Dr.-Ziegenspeck-Weg 10, 86161 Augsburg
Telefon: 0821 0821 324-6042 oder -6044.


Erstellt am: 22.05.2015

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Aktuell: Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:

Der zweite Weltkrieg war vor 70 Jahren zu Ende gegangen.
Nachdem so gut wie nichts davon überliefert ist, was gleich nach dem Krieg in Haunstetten geschah, berichtet der damalige Bub Karl Wahl darüber.

Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben werden wach nach dem Krieg

Folge 3

Als dann der Krieg mit der Kapitulation Deutschlands wirklich zu Ende war, veranstalteten die "Ami" auf dem Alten Flugplatz alle paar Wochen eine große Militärparade. Da fuhren dann stundenlang Panzer, Panzerspähwagen und Lastwagen mit Soldaten durch die Haunstetter Straße und heutige Eichenstraße zum Flugplatz. Bei dieser Gelegenheit bekamen wir die ersten Schwarzen zu Gesicht. Man hatte damals eine heute unerklärliche Angst vor Ihnen. Noch nach Jahren gingen wir auf die andere Straßenseite, wenn ein Schwarzer daherkam. Bei der Auffahrt zur Parade kratzten die Gefechtsketten der Panzer beim Abbiegen von der Haunstetter Straße in die heutige Eichenstraße immer eine sehr tiefe Mulde und die Besatzung von manchem Panzerspähwagen hatte vergessen, die hohe Antenne herabzuziehen wegen den Straßenbahnfahrdrähten. Das funkte dann so schön.

Wenn die Ami dann um die Mittagszeit ihre Truppenverpflegung bei der Weddi-genstraße erhielten, waren sie immer von einer Horde hungriger und neugieriger Kinder umringt. Da fiel dann schon manchmal eine kleine Schokoladetafel oder eine Orange ab, was man bis dahin gar nicht gekannt hatte. Meine Frau bekam als kleines Mädchen dort einmal eine Banane geschenkt. Die schmeckte aber gar nicht, denn wir Kinder wussten nicht, dass sie zuerst geschält werden sollte. Der Autor bekam einmal eine ungespritzte Orange geschenkt. Er hat sie rund zwei Wochen lang aufbewahrt – bis sie halt schlecht geworden war – und hat immer wieder daran geschnuppert, weil sie so gut gerochen hat.

Den Ami wurden auch Kondome – zu jeweils sechs Stück zum einzeln Abreißen eingeschweißt, ausgegeben. Manche haben sie einfach weggeworfen. Wir Kinder haben sie dann mitgenommen. Wir wussten als Kinder aber nicht, wofür sie zu verwenden waren. Wir haben sie aufgeblasen wie Luftballone, haben damit gespielt und unsere Freude daran gehabt – und haben uns gewundert, was die Ami für komische Luftballone haben.

Gleich nach Kriegsende waren die meisten Schulkinder noch nicht von der Evakuierung zurück und so mussten sich die Ami für ihre ersten Kontakte mit den noch nicht Schulpflichtigen zufriedengeben. Die trieben sich überall herum, wo Ami waren.

Als die ersten Annäherungen seitens der GI‘s mittels Schokolade und bislang unbekanntem Obst erfolgreich gewesen waren, wollten die Soldaten von uns ein paar Brocken Deutsch lernen. Das ging bei den Körperteilen an. Die Füße und die Beine bis zum Schritt waren "d'Fiaß", unterbrochen vom "Gnia" (Knie). Als verlängerter Rücken kam der A... und dann "dr Buggl" (Buckel = Rücken). Auf dem Hals saß "dr Grend" (Kopf) und der hatte vorne das "Gfrieß" (Gesicht = Fresse) und "an Keaza" (Kinn). Der Mund war "d Lätsch" und als Krönung hatte damals manch einer der Buben einen "A...baggascheidl" (einen Mittelscheitel) auf dem Kopf. So lernten die ersten Amis von uns ein "paar Brocken" schauderhaftes Deutsch. Sie gaben dann diese Art, unser Deutsch zu lernen, bald auf und die meisten sind dann bei ihrer eigenen Sprache geblieben. Wir dagegen besuchten später freiwillig den Sprachunterricht in Englisch von Lehrer Kunz in Haunstetten.

In jedem Krieg verrohen schnell die Sitten und so fluchten auch die Ami sich oftmals mit einem gemeinen Schimpfwort an. Selbstverständlich fluchten in ganz Haunstetten nach kurzer Zeit die Kinder auch bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit wie die Ami: "Salamabedsch". So hatte sich für uns das amerikanische und gemeine Schimpfwort "son of a bitch" (Sohn einer Hündin) angehört. Kein einziger hatte damals gewusst, was er da daherflucht, aber es war "in".

Lesen Sie hier die 2. Folge

Lesen Sie hier die 1. Folge

(Text: Karl Wahl)

Erstellt am: 22.05.2015

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Aktuell: "Dem Wasser gewichen" - TV Beitrag über Siebenbrunn

Unsere Leserin Kerstin Naegeler hat uns auf einen sehr interessanten Beitrag des Bayerischen Rundfunks über Siebenbrunn hingewiesen.

Hier finden Sie in der Mediathek den Beitrag:

"Dem Wasser gewichen
Spurensuche in Siebenbrunn" (klick)

von Jürgen Neumann

Erstellt am: 20.05.2015

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Aktuell: Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:

Der zweite Weltkrieg war vor 70 Jahren zu Ende gegangen.
Nachdem so gut wie nichts davon überliefert ist, was gleich nach dem Krieg in Haunstetten geschah, berichtet der damalige Bub Karl Wahl darüber.

Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben werden wach nach dem Krieg

Folge 2



(Die ehemalige Gaststätte zur Eisenbahn in der jetzigen Marconistraße. Bild: Archiv Karl Wahl)

Auch die ehemalige Gastwirtschaft „Zur Eisenbahn“ in der heutigen Marconi-straße war von Mai bis August 1945 von der US-Army belegt. Die Gastwirtschaft „Sonne“, jetzt „Haunstetter Hof“, war zur gleichen Zeit von der US-Army belegt.



(Ehemalige Einrichtung des Cafe Post an der Ecke Poststraße und Hofgartenstraße. Bild: Archiv Karl Wahl)

Das Cafe Post in der Poststraße an der Ecke Hofgartenstraße, damals noch die Horst-Wessel-Straße, war auch von der US-Army beschlagnahmt. Eigentümer waren damals der Konditormeister Eugen S. und seine Ehefrau Wally.

Aus einem undatierten Schreiben des Konditormeister Eugen S., Cafe Post, an die Gemeinde Haunstetten: „Mein ganzes Anwesen wurde am 28. Juli 1945 von der amerikanischen Armee beschlagnahmt. Der Besitzer [Eugen S.] wurde verpflichtet, selbständig für die ganze Arbeit zu sorgen: Kochen, backen, Zimmer richten, waschen und putzen. Die Arbeitszeit betrug bis 1. Okt. 45: 60 Tage, pro Tag mindestens 12 Stunden, von früh 6 Uhr bis 18 Uhr abends. 60 Tage á 12 Stunden ergeben 720 Stunden. Sonntags wurde auch gearbeitet, da die Herren auch Sonntags essen, gab es für uns bis heute noch keinen freien Tag.“

Für sich als Konditormeister forderte Eugen S. 1,00 Mark pro Stunde, für seine Frau Wally als Köchin 0,80 Mark pro Stunde, für das Cafe-Lokal pro Monat 150 Mark, für die eigene Wohnung pro Monat 50,00 Mark. Für die Mietwohnung im 1. Stock (bisher Familie Schneider) 40,00 Mark und im 2. Stock (bisher Familie Langen) 25,00 Mark monatlich. „Die Wäsche wurde von mir gestellt, sowie die Heizung und Feuerung für Ofen, Herd und Backofen 2 Monate lang = 90.-- . Kraft-Licht und Wasser lt. Rechnung von Gemeinde 90.--. Gesamt 1916,-- Mark. Die Arbeitszeit der bei mir beschäftigten Beihilfen betrug nicht 8 Std. pro Tag, sondern mindestens 12 Stunden, auch Sonntags, da gekocht werden musste. Sind mithin auch 60 Tage bis 1. Okt. 1945, auch 720 Std.“

Lesen Sie hier die 1. Folge

(Text & Bilder: Karl Wahl/ Archiv Karl Wahl)

Erstellt am: 19.05.2015

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Aktuell: Vor 60 Jahren: Glocke für die Muttergotteskapelle geweiht.

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:



(Die Friedensglocke. Bild: Archiv Karl Wahl)

Weihe der Friedensglocke, auch Ulrichsglocke genannt (Ulrichsjahr), gestiftet vom Heimat und Volkstrachtenverein Haunstetten. Gegossen in Kempten. Sie hängt im erneuerten Turm der Muttergotteskapelle. Die Glocke wurde anläßlich der Tausendjahrfeier der Schlacht auf dem Lechfeld gestiftet. 1942 musste die Glocke aus dem Jahr 1788 abgege-ben werden. Die neue Glocke wiegt 100 kg und klingt in F. Inschrift: „Friedensglocke – Gestiftet von den Wohltätern der Muttergotteskapelle anläßlich der Tausendjahrfeier der Hunnenschlacht auf dem Lechfelde 955 – 1955. Außerdem ein Bild des hl. Ulrich mit Text: „Hl. Ulrich, bitte für uns“. Wegen Platzmangel in der Kapelle und zur Schonung der frisch angelegten Außenanlagen wurde sie in den frühen Abendstunden des 19. Mai 1955 (Christi Himmelfahrt) im Hof der Eichendorffschule von Dözesanbischof Dr. Josef Freundorfer geweiht.




(Stiftungsurkunde für die Friedensglocke. Bild: Archiv Karl Wahl)

(Text & Bilder: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Erstellt am: 19.05.2015

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Erstellt am: 15.05.2015

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Aktuell: Vor 60 Jahren: neue Glocken für die Christuskirche

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:



(Die Glocken für die Christuskirche sind geschmückt.( Bild: Archiv Karl Wahl)

Im Jahr 1943 mussten wiederum die Glocken der Christuskirche bis auf die Kleine abgegeben werden. Während des Zweiten Weltkriegs wurden in Deutschland rund 45.000 Glocken als Rüstungsmaterial eingeschmolzen. Bei Kriegsende lagerten noch rund 16.000 Glocken auf dem „Glockenfriedhof“ in Hamburg. Sie wurden aber bis zum Kriegsende nicht mehr eingeschmolzen.

1955 wurden bei der Gießerei Czudnochowsky in Erding vier neue Stahlglocken für die Christuskirche gegossen (bis 1943 hatte die Kirche nur drei Glocken).

Am Sonntag,15. Mai 1955, wurden die neuen Glocken feierlich eingeholt. Sie wurden am Freitag, 13. Mai, mit einem LKW der ehemaligen Kunstmühle Kühn in der Gießerei abgeholt. Im Hof der ehemaligen Färberei und Bleicherei Martini wurden sie auf einen Pferdewagen umgeladen und geschmückt.



(Die Glocken sind zum Transport auf ein Pferdefuhrwerk verladen.( Bild: Archiv Karl Wahl)

Von dort wurden sie am Sonntag,15. Mai, mit einem Kirchenzug zur Christuskirche gebracht.



(Der Kirchenzug auf dem Georg-Käß-Platz. Die Gastwirtschaft im Hintergrund hieß noch „Hirsch“. Ebenso im Hintergrund ist eine Straßenbahn zu sehen, die damals noch bis zum Georg-Käß-Platz fuhr.( Bild: Archiv Karl Wahl)



(Die erste Glocke wird auf den Turm der Christuskirche hochgezogen. ( Bild: Archiv Karl Wahl)

Die größte Glocke wiegt 22 Zentner. Alle zusammen wiegen rund 53 Zentner. Der ehemalige Pfarrer von St. Ulrich und Afra, Kirchenrat Schmid, verfasste die Glockensprüche, die von der Pfarrjugend vorgetragen wurden. Die Glockensprüche lauten: Größte Glocke (Herrgottsglocke (22 Zentner): „Ein‘ feste Burg ist unser Gott“; Zweite Glocke (Heilandsglocke, 13,4 Ztr.): „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“; Dritte Glocke (Betglocke, 9,6 Ztr)): „O Heil’ger Geist, kehr‘ bei uns ein“; Vierte Glocke (Taufglocke, 5,6 Ztr.): Lasset die Kindlein zu mir kommen“.
Die Stimmungen sind: Dis, fis, gis, h; Die Glocken „...stehen im Klang und im Nachklang reinen Bronzeglocken nicht nach“.

Geweiht wurden die Glocken am Sonntag, 22. Mai 1955, durch Dekan Dr. Lindenmeyer.




(Das Gedenkblatt zur Erinnerung an die Glockenweihe.( Bild: Archiv Karl Wahl)

(Text & Bilder: Karl Wahl/Archiv Karl Wahl)

Erstellt am: 15.05.2015

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Aktuell: QR-Code an Antoniuskapelle angebracht



(Harald Eckart, Mitglied der Vorstandschaft des Kulturkreises Haunstetten, Vorsitzender der SPD Haunstetten und Vorsitzender des ACE Auto Club Europa e.V. – Kreis Schwaben, zusammen mit dem Ehepaar Schäfer vor der Antoniuskapelle mit dem angebrachten QR-Code. - Bild: haunstetten.info)

Am heutigen Nachmittag brachte der Kulturkreis Haunstetten einen weiteren QR-Code an einem Haunstetter Gebäude an. Dieses Mal war es die Antonius Kapelle, deren Eigentümer, das Ehepaar Schäfer, dem Kulturkreis die Anbringung eines QR-Codes ermöglichten.

Ruft man den Code mit einem Smartphone auf, kommt man auf die vom Kulturkreis eingerichtete Wikipedia-Seite "Kapelle St. Antonius von Padua (Augsburg-Haunstetten)"



(Der Altar im Innenraum der Kapelle. - Bild: haunstetten.info)

Leider muss die Antoniuskapelle seit 1997 wegen anhaltendem Vandalismus geschlossen bleiben. Immer wieder wurden der Altar und die Einrichtung zerstört, gestohlen oder verwüstet.

Über die Geschichte der Antoniuskapelle finden Sie auch auf haunstetten.info einige Berichte:

04.11.2013 - Eine vierte Antoniuskapelle ist unbewiesen

27.08.2013 - Gab es vier Antoniuskapellen in Haunstetten?

13.06.2011 - Die Antoniuskapelle(n) in Haunstetten

Infos zur QR-Aktion des Kulturkreises Haunstetten finden Sie hier (klick).

Update

Offizielle Pressemeldung des Kulturkreis Haunstetten:

Kulturkreis führt ihre QR-Code-Aktion weiter

Die kleinen quadratischen Felder übermitteln Informationen über interessante Bauwerke in Haunstetten: diesmal über die Haunstetter Antoniuskapelle.

Auch dieses Jahr bringt der Kulturkreis Haunstetten e.V. an regionalhistorisch wichtigen Gebäuden, Denkmälern, Brunnen Kunstwerke oder Kirchen in Haunstetten Tafeln mit QR(=Quick Response) - Codes an.

Die beiden Vorstandsmitglieder Roland Kießling und Harald Eckhart haben an der privaten Antoniuskapelle an der Kopernikusstraße (früher Gögginger Straße) zusammen mit dem Besitzerehepaar Antonia und Walter Schäfer den QR-Code installiert.

Die Kapelle ist dem Hl. Antonius von Padua geweiht und verfügt über eine wechselvolle Geschichte. Im Inneren ist eine Kostbarkeit zu sehen: die hölzerne Statue des Hl. Antonius und die Büsten des hl. Franz von Sales sowie des hl. Petrus von Alcantara, entstanden wohl in der ersten Hälfte des 18.Jh. Die Figuren werden dem Friedberger Bildhauer Bartholomäus Eberl zugeschrieben.

Der Code kann nun mit Hilfe eines entsprechenden Programms (Apps) von jedem Smartphone gelesen werden und bietet so vielfältige Informationen über das Objekt. Es öffnet sich dann eine Webseite, die dem Benutzer die Geschichte, Künstler, Architekt, Besitzer, historischen Hintergrund usw. des Baudenkmals und viele andere Details mitteilt.

„Der große Vorteil der QR-Codes“, so Vorsitzende Jutta Goßner, „besteht darin, dass man, im Gegensatz zu einer herkömmlichen Infotafel aus Stein oder Bronze, viel mehr Informationen anbieten kann. Wenn man will auch in mehreren Sprachen.“

Durch das Projekt möchte der Kulturkreis Freude an der Erkundung des eigenen Stadtteils vermitteln, aber auch Touristen und Gäste könnten auf eigene Faust Haunstetten erkunden und kennen lernen.

Roland Kießling und Harald Eckart vom Kulturkreis Haunstetten e.V. hatte diese kleinen quadratischen Felder bereits an der KZ-Außenlager-Gedenkstätte im Hermann-Frieb-Park, am ehemaligen Haunstetter Rathaus, am alten Haunstetter Friedhof, an der Arberhalle (= ehemalige Turnhalle der Fliegertechnischen Vorschule und an der Muttergotteskapelle anmontiert. Der QR-Code für die Wettersäule an der Roggenstraße ist in Vorbereitung.

Erstellt am: 13.05.2015

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Aktuell: Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:

Der zweite Weltkrieg war vor 70 Jahren zu Ende gegangen.
Nachdem so gut wie nichts davon überliefert ist, was gleich nach dem Krieg in Haunstetten geschah, berichtet der damalige Bub Karl Wahl darüber.

Kriegserinnerungen eines Haunstetter Buben werden wach nach dem Krieg

Folge 1

Die US-Truppe, die als Besatzung verblieb, fing sofort an, sich häuslich einzurichten. Sie besetzte die Messerschmittwerke und beschlagnahmte moderne Häuser mit Heizung, Bad und Spülklosett. Das Haus von Radio Schneider in der Nordstraße entsprach auch ihren Vorstellungen. Die Familie war in die Gegend von Dasing zu Verwandten geflüchtet. Ein Dolmetscher sagte am zweiten Tag nach Kriegsende zu meinem Vater, wenn der Besitzer bis heute abend nicht wieder in seinem Haus wohne, dann werde es beschlagnahmt. So fuhr mein Vater mit dem Fahrrad unbehelligt nach Dasing, um die Nachricht zu überbringen und ebenso unbehelligt wieder zurück. Der Besitzer war abends dann auch da.

Im Zentrum von Haunstetten, so hieß es, sei von den US-Soldaten geplündert worden. Die Plünderungen seien aber von den Vorgesetzten nach kurzer Zeit wieder eingestellt worden. Nachrichten auszutauschen war damals nicht einfach. Jede Menschenansammlung war verboten und ab sechs Uhr abends bestand eine Ausgangssperre. Mein Vater huschte immer bei Dunkelheit, wenn der patrouillierende Posten auf der Haunstetter Straße gerade nicht die Nordstraße einsehen konnte, zu seinem Bruder in die Gärtnerei. Der war wegen TBC auch nicht kriegsverwendungsfähig und deshalb zu Hause. Auf diese oder ähnliche Art gingen Nachrichten unverzüglich durch ganz Haunstetten.

Ein paar Tage nach der Besetzung erlaubte die US-Truppe der einheimischen Bevölkerung das Plündern der Messerschmittkantine im Werk II (heutige Straßenbahnhaltestelle „Beim Dürren Ast“). Die Ami aßen damals aus Vorsicht keinen einzigen Bissen deutscher Kost. Als wir hinkamen, hatten die "Insider" schon die guten Stücke wie Frischfleisch, tiefgekühltes Fleisch, Wurst und dergleichen ausgeräumt. Alles war dichtgedrängt mit Menschen, die etwas zu ergattern versuchten. Wir konnten einen großen Ballen tiefgefrorenes Apfelkompott erobern, der den mitgenommenen Leiterwagen voll beanspruchte. So gut das Apfelkompott auch war, uns, der nahen Verwandtschaft und der Nachbarschaft "hing es bald zum Hals ´raus". Mir hatte eine wunderschöne, verschnörkelte Registrierkasse ins Auge gestochen, aber "was zum Essen" war wichtiger. Für diese Kasse würde ich heute, wenn ich sie denn noch hätte, viel Geld bekommen. Übrigens konnte man Geschirr und Besteck mit dem Messerschmittemblem noch lange bei allerhand Kantinen und hin und wieder auch in Privathaushalten in Gebrauch sehen.

Von den zerstörten Verwaltungen der Messerschmittwerke lagen auch viele Rollen Fernschreiberpapier herum. Das waren noch nicht benutzte Lochstreifen. Vor der Umstellung auf EDV-Systeme wurden Anweisungen, Nachrichten, Mitteilungen usw. per Fernschreiben übermittelt und beim Empfänger auf „Lochstreifen“ gestanzt. Diese Streifen waren aus gelblichem Papier, knapp zwei Zentimeter breit und auf Rollen von knapp 20 Zentimeter Durchmesser gewickelt. Sie eigneten sich auch hervorragend zum Flechten von sogenannten Fröbelsternen als Weihnachtsschmuck. Sie sind nach dem Pädagogen Friedrich Fröbel benannt. In Haunstetten gibt es auch eine Fröbelschule.


(Text: Karl Wahl)

Erstellt am: 13.05.2015

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Aktuell: Vor 60 Jahren: Tischtennis-Ass Heide Dauphin

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:

Am 8. Mai 1955 wurde als weitaus jüngste Teilnehmerin die 13jährige Heide Dauphin in Bamberg Bayerische Jugendmeisterin im Tischtennis. Dies war eine Sensation, weil ihre Konkurrentinnen mindestens vier Jahre älter waren und sie erst vor einem Jahr ihre Laufbahn begonnen hatte.

13. November 1955 wurde sie bei der internationalen Jugendmeisterschaft im englischen Seebad Herne Bay bei 640 teilnehmenden Jugendlichen zwei-fache internationale englische Jugendmeisterin.

Im Dezember 1955 richtete der TSV Haunstetten die schwäbischen Jugend-meisterschaften im Tischtennis aus. Heide Dauphin wurde Siegerin in allen drei Spielarten, Einzel, Doppel und Mixed.

Ein Jahr später, Heide Dauphin war nun vierzehneinhalb Jahre alt, wurde sie bei den internationalen englischen TT-Juniorenmeisterschaften dreifache englische Meisterin.

Wieder ein Jahr später, am 14. Juni 1957, sie ist nun 15, wurde sie deutsche Jugendmeisterin im Tischtennis im Einzel und deutsche Jugendmeisterin im Mixed, sowie Dritte im Doppel mit Erika Tauser, ausgetragen in Berlin in der Schöneberger Sporthalle.

Im September 1957 wurde sie bei den internationalen deutschen Tischtennis-jugendmeisterschaften in Donaueschingen „internationale deutsche Jugend-meisterin“.

Heide Dauphin wurde im März 1958 bei den schwäbischen Jugendmeister-schaften im Tischtennis wieder schwäbische Jugendmeisterin. Sie gewann den Titel im Einzel, im Doppel (mit ihrer Schwester Ursel) und im Mixed.

Heide Dauphin wurde im Mai 1958 bei den bayerischen TT-Meisterschaften in Würzburg zum 4. Mal bayerische Meisterin. Sie holte sich alle drei möglichen Titel. Im Einzel gewann sie zum 4. Mal in ununterbrochener Reihenfolge. Im Doppel gewann sie den Titel mit Schwester Ursel.

Heide Dauphin gewann bei den 10. Nationalen deutschen Jugendmeisterschaften im TT an Pfingsten 1958 in Eutin zum 2. Mal den Titel Deutscher Meister.


(Text: Karl Wahl)

Erstellt am: 08.05.2015

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