Suchen  
 
Sie sind hier: Startseite // Aktuelles // Aktuell
Hauptmenü
HomeAktuellesKalenderForumGalerieQuizUmfragenSponsorenSchaufensterHaunstettenBranchenbuchKleinanzeigenmarktKontakt & Impressum

Anzeige

Login
Nickname

Passwort


Passwort vergessen?

Noch kein Mitglied?
Jetzt Registrieren

Wetter

Kulturkreis



Mittwoch, 06.07.16, 15.00 Uhr
Diavotrag „Iris-Blume des Regenbogens“

Mittwoch, 20.07.16, 15.00 Uhr
Diavortrag „Andalusien-Cordoba-Sevilla- Grenada“

Sonntag, 24.07.16, 18.00 Uhr
Serenadenabend

Mittwoch, 27.07.16, 15.00 Uhr
Diavortrag „Endlich Sommer in Südschweden“

Mittwoch, 03.08.16, 15.00 Uhr
Diavortrag „Auf den Spuren Napoleons“

Sonntag, 14.08.16, 10.00 Uhr
Stadtmauerführung

Mittwoch, 17.08.16, 15.00 Uhr
Diavortrag „Bella Italia“

Mittwoch, 24.08.16, 15.00 Uhr
Diavortrag „Die oberitalienischen Seen“

Samstag, 10.09.16, 10.00 Uhr
Bavaria Filmstudios

Samstag, 17.09.16, 13.30 Uhr
Radtour mit Kultur

Weitere Infos hier


Suchen

Anzeigen

Anzeige

Aktuell: Baumaßnahmen in der Martinistraße

Die Stadt Augsburg berichtet:

Die Martinistraße im Stadtteil Haunstetten wird im Bereich der ehemaligen Kunstmühle Kühn durch eine rund zwei Meter hohe, östlich neben dem Gehweg stehende Stützwand abgestützt. Hier befindet sich auch die Bushaltestelle Dr.-Troeltsch-Straße. Das Alter der Wand wird auf über 100 Jahre geschätzt. Die über 100 Meter lange und von der Straße aus nicht sichtbare Stützwand weist aufgrund ihres Alters vor allem im südlichen Teil erhebliche Schäden auf und muss deshalb auf ca. 50 Meter Länge durch eine Stahlbetonwand ersetzt werden.

Im Zuge der Baumaßnahme soll der östliche, teilweise kaum begehbare, Gehweg zwischen der Bushaltestelle Dr.-Troeltsch-Straße und der Lochbachstraße auf einer Strecke von ca. 200 Meter (Bereich Gasthof Settele) auf ca. 1,80 Meter verbreitert werden. Im Baubereich befindet sich eine 70 Jahre alte Linde. Der Erhalt des Baumes ist vorgesehen. Die Tiefbauarbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen.

Die Baumaßnahmen erfolgen ab 11. Juli bis September. In dieser Zeit ist der Durchgangsverkehr nicht möglich. Die Zufahrt für die Anwohner wird unter geringen Behinderungen aufrechterhalten werden. Die Buslinien werden über die Dr.-Troeltsch-Straße, die Königsbrunner Straße und die Tattenbachstraße umgeleitet. Hierüber wird gesondert informiert.


(Quelle: augsburg.de)

Erstellt am: 29.06.2016

  Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: Wochenende in Haunstetten



Erstellt am: 24.06.2016

Mehr darüber...   Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: Heute Spielplatzfest



Erstellt am: 24.06.2016

  Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: SPD-Stadtratsfraktion sagt Ja zur neuen Osttangente

Die SPD-Stadtratsfraktion Augsburg berichtet:

Über die geplante Augsburger Osttangente wird derzeit viel diskutiert. Die Strecke ist im Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan 2030 in Berlin als vordringlich eingestuft worden. Der genaue Streckenverlauf der Verbindung zwischen der A8 und der B17 steht aber trotz Dringlichkeit noch nicht endgültig fest. Die SPD-Stadtratsfraktion Augsburg hat sich in ihrer Fraktionssitzung ausdrücklich für die Osttangente ausgesprochen. Margarete Heinrich, Fraktionsvorsitzende: „ Die Verkehrsbelastung in der Stadt hat deutlich zugenommen. Gerade die Stadtteile Lechhausen, Oberhausen, Hochzoll, Haunstetten, Göggingen und Inningen sind immer mehr durch Schleichverkehr belastet. Kein Wunder, denn durch diese Ortsteile führen die Einfallstraßen der A 8 und der B 17. Es sind die täglichen Abkürzungen des Schwerlast- und Individualverkehrs von der A 8 zur B 17 und umgekehrt. Das südliche Gewerbegebiet im Lechfeld wird immer größer und somit wächst auch die damit verbundene Logistik. Täglich fahren auf der neuen B17 ca. 85.000 Fahrzeuge. Im Jahr 2006 waren es noch 62.000, in 2015 bereits 72.000 Fahrzeuge. Florian Freund, stellv. Fraktionsvorsitzender:“ Wie viel Fahrzeuge werden es im Jahr 2020 sein? 100.000? Durch das verstärkte Verkehrsaufkommen sind auch die Staus deutlich angestiegen, was wiederum bedeutet, dass der Individualverkehr seine Schleichwege durch einzelne Stadtteile sucht. Dies führt zu einer enormen Belastung der Augsburger Bevölkerung. Die Klagen von Anwohnern mehren sich, denn das geht zu Lasten der Lebensqualität unserer Bürger.“

Stefan Quarg, baupolitischer Sprecher: „Wie wichtig die B 17 für die Stadt Augsburg ist, belegen die täglichen Zahlen. Selbst die damaligen kritischen Stimmen zum Bau der B 17 vor über 20 Jahren sind verstummt. Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass der Schwerlastverkehr und der motorisierte Individualverkehr auf deutschen Straßen noch immer weiter ansteigen werden. Die langjährige Forderung, den Schwerlastverkehr auf Schienen zu verlagern, hat sich bis heute noch nicht durchgesetzt. Das GVZ, mit seinem Bahnanschluss einst Vorzeigeprojekt von Bahn, Land und Bund für Schwaben, wird derzeit durch unverständlich hohe gesetzliche Auflagen blockiert. Es herrscht leider Stillstand“.

Willi Leichte, stellvertretender Fraktionsvorsitzender begrüßt, dass der Bundesverkehrswegeplan 2030 die Osttangente als vordringlich eingestuft hat. „ Der Verkehr in Augsburg kommt allmählich zum Erliegen, wenn hier nichts geschieht. Die Sorgen um unser Trinkwasser nehmen wir sehr ernst. Unser Trinkwasser hat für die SPD- Stadtratsfraktion oberste Priorität. Wir fordern daher eine verträgliche Streckenplanung, verbunden mit den bestmöglichen Schutzmaßnahmen für unser Trinkwasser. Diese oberste Priorität wird erwartungsgemäß zu Mehrkosten führen, die aber bezahlt werden müssen. Das sind unsere Grundvoraussetzungen.

Heinrich abschließend: „ Die SPD Fraktion will, wie im Kommunalwahlprogramm verankert, die Attraktivität und Lebensqualität der einzelnen Stadtteile in der Stadt Augsburg stärken, die Osttangente wird zu dieser Maßnahme beitragen. Immer unter der Berücksichtigung des Trinkwasser- und Naturschutzes. Probleme sind Lösungen in Arbeitskleidung.“


(Text:Michael Egger Geschäftsführer SPD-Stadtratsfraktion Augsburg)

Erstellt am: 21.06.2016

  Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: CSU Haunstetten 70 Jahre alt

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:

Auf Anordnung der US-Militärregierung wurde am 1. August 1945 der Landpolizeikreis Augsburg errichtet. Die Geschäftsstelle befand sich in Göggingen.

In Haunstetten wurde Nikolaus Geis mit der Leitung der Polizeidienststelle beauftragt. Geis war Mitglied des ersten demokratisch gewählten Gemeinderates und Gründungsmitglied der Haunstetter CSU.

„Auf Anordnung der US-Militärregierung wurde Josef Schorer 1945 zum Bürgermeister von Haunstetten ernannt. [...].“ Üblicherweise war in der Zeit des Nationalsozialismus jeder Bürgermeister auch ein NAZI. Es war außergewöhnlich, dass Haunstetten keinen NAZI als Bürgermeister hatte. Das wusste die US-Militärregierung jedoch nicht, und setzte deshalb einen anderen Haunstetter als Bürgermeister ein.

In Sorge um die Bürger schuf Schorer den damaligen Holzhof (nördlich neben der Eichendorffschule), um wenigstens den Erwerb von Brenn­material sicherzustellen. In Erkenntnis der Notwendigkeit eines weiteren Krankenhauses, erwarb er in langen Verhandlungen mit dem Treuhänder, dem damaligen Verwalter des deutschen Militäreigentums die Fliegertechnische Vorschule und die drei dazugehörigen Wohnhäuser an der Siebentischstraße (Marconistraße) und begann bereits mit dem Ausbau der zum Teil bombengeschädigten Gebäude zum Gemeinde-Krankenhaus. Es wurde dann das Lungenkrankenhaus St. Albert daraus.

Am 10. November 1945 fand die konstituierende Sitzung der Christlichen Union Augsburg statt, aus der später die CSU Augsburg wurde.

Josef Schorer, der 1. Bürgermeister nach dem zweiten Weltkrieg, gründete im Januar 1946 den Ortsverband Haunstetten der CSU. Gründungsmitglieder waren: Karl Bössel, Andreas Brem, Vitus Bühler, Richard Dollinger, Christian Eyring, Nikolaus Geis, Dr. Walter Hörmann, Josef Merk, Franziska Mögele, Ludwig Mögele, Ludwig Mohr, Anton Ott, Josef Schorer (er wurde später Ehrenvorsitzender), Karl Settele und Karl Spreitler.



Portrait Bürgermeister Widmeier (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Am 5. April 1948 fanden die ersten Kommunalwahlen nach dem 2. Weltkrieg statt. Xaver Widmeier wurde wieder zum Bürgermeister gewählt. Er war am 3. März 1948 durch die Entnazifizierungs-Spruchkammer vollständig rehabilitiert worden. Widmeier war vorher schon von 1919 bis 1945 Bürgermeister gewesen.



Bürgermeister Widmeier mit Amtskette (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Aussage des ehemaligen Bürgermeisters Xaver Widmeier: „[…]. Die nächste Bürgermeisterwahl durch das Volk war im Jahre 1948. Bei dieser Wahl wurde ich von der Wählergruppe „Parteilos“ und von der CSU als Bürgermeisterkandidat benannt. Trotzdem 3 weitere Vorschläge vorlagen, erhielt ich 78,4 Proz. aller gültigen Stimmen. Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß ich noch nie der Kandidat einer einzelnen politischen Partei war. Ich wurde immer von der gesamten wahlberechtigten Einwohnerschaft mit großer Mehrheit gewählt und habe mich daher auch immer der gesamten Einwohnerschaft verbunden gefühlt.“

Am 11. Oktober 1955 verstarb Bürgermeister Widmeier. Deshalb war am 11. Dezember 1955 eine Bürgermeisterwahl. Es kandidierten vier Bewerber: Ludwig Mögele (55, CSU, Flugfeldstraße 2, 1.362 Stimmen), Karl Rommel (41, SPD, Flachsstraße 10, 2.145 Stimmen), Karl Rieger (52, Parteiloser Bürgerblock Haunstetten, Landsberger Straße 1, 2.539 Stimmen), Otto Steinmetz, Vertreter (35, zum Zweck der Bgm.-Wahl gegründete „Bürgervereinigung Haunstetten“, Raiffeisenstraße 7, 109 Stimmen), kein Kandidat erreichte die absolute Mehrheit.



Bürgermeister Rieger (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Die „Goldene Bürgermedaille“ der Stadt Haunstetten. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Verleihungsurkunde der goldenen Bürgermedaille an Bürgermeister Rieger. Er war der einzige Haunstetter, der mit der goldenen Bürgermedaille aus-gezeichnet wurde. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

In einer Stichwahl am 18. Dezember 1955 wurde Karl Rieger zum Bürgermeister von Haunstetten gewählt. Rieger erhielt 3.372 und Rommel 2.565 Stimmen. Rieger gehörte seit 1948 dem Gemeinde bzw. Stadtrat an. Er war geboren am 10. April 1903 in Augsburg und wohnte seit 1928 in Haunstetten. Rieger hatte 1948 den „Parteiloser Bürgerblock“ gegründet. 1962 wurde ihm die Bürgermedaille in Silber verliehen. Kurz vor der Eingemeindung nach Augsburg wurde Karl Rieger als einziger Haunstetter mit der Bürgermedaille in Gold ausgezeichnet. Er war bis zur Eingemeindung nach Augsburg anno 1972 Bürgermeister von Haunstetten.



Bürgermeister Rieger mit Amtskette (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

In der Stadtratssitzung vom 22. Dezember 1955 wurde Rieger als Bürgermeister vereidigt. Zum 2. Bürgermeister wurde Rudolf Ripperger und zum 3. Bürgermeister wurde Ulrich Stuhler gewählt.

Die „Jugend in der CSU“ Haunstetten wurde 1956 gegründet - „Junge Union“.

Josef Schorer, der 1. Bürgermeister nach dem zweiten Weltkrieg feierte am 6. Juli 1956 seinen 60. Geburtstag. Er war geboren in München. 1933 war er vorübergehend in Katzenstadl in der Nähe von Aalen interniert und kam 1934 nach Haunstetten.

In einer öffentlichen Versammlung in der TSV-Turnhalle am Samstag, 17. Oktober 1970 um 20 Uhr sprach Bundestagspräsident Kai Uwe von Hassel.

Protesttelegramm am 16. Oktober 1971 vom 1. Bürgermeister Karl Rieger an den bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef- Strauß zum CSU-Parteitag: "Die Stadt Haunstetten im Landkreis Augsburg muß selbständig bleiben. Nach den Plänen der Bayer. Staatsregierung soll unsere aufstrebende Stadt mit rund 24.000 Einwohner, im Zuge der Gebietsreform, zur Großstadt Augsburg eingemeindet werden. Das ist Utopie und widerspricht der von der Verfassung her garantierten Selbstverwaltung. Der gesamte Stadtrat und die Bürgerschaft erheben schärfsten Protest gegen die Gebietsreformpläne der CSU-Staatsregierung. Die Regierung übt hier Machtmißbrauch aus. 16.10.1971, Stadt Haunstetten, [Unterschrift], Rieger, 1. Bürgermeister."

Der Protest hatte nichts bewirkt. Haunstetten wurde trotzdem mit Wirkung vom 1. Juli 1072 nach Augsburg eingemeindet.

Hierzu zur Information aus einem Schreiben des Oberbürgermeisters von Augsburg vom Oktober 1971: „Die Stadt Haunstetten ist ebenfalls städtebaulich engstens mit uns verflochten. 4.700 Pendler arbeiten in Augsburg. Haunstetten speist sein Leitungsnetz mit Wasser aus unseren Brunnen und läßt seine Abwässer wieder nach Augsburg fließen. Unsere Straßenbahnwagen und Omnibusse fahren in Haunstetten.“

Bei der Kommunalwahl am 11. Juni 1972 wählten die Haunstetter erstmals als Augs­burger Bürger. Die CSU stellte sieben Kandidaten für den Augsburger Stadtrat: Oberregierungsrat Reinhold Wenninger (35), Verwaltungsdirektor Heinz Wimmer (35), Oberlandwirtschaftsrätin Elisabeth Hagen (36), Polizei-hauptmeister Rudolf Kastner (57), Dieter Brehm (37), Josef Christl (47) und Josef Binzer (43).

Im März 1983 war Bundeskanzler Helmut Kohl bei einer Wahlkundgebung in der Augsburger Sporthalle. Hotelier Wilhelm Gregor war auch bei der Wahlveranstaltung. Dort ließ Landtagsabgeordneter Hermann Knipfer ihn aufrufen. Gregor meinte zuerst, dass möglicherweise zu Hause etwas ungewöhnliches geschehen sei. Doch wollte Knipfer nur wissen, ob der Bundeskanzler und eine Anzahl wichtiger Politiker in seinem damaligen Edelrestaurant Cheval Blanc zu Abend essen könnten.
Als Willi Gregor sein Hotel betreten wollte wurde er erst vom Bundeskriminalamt gründlich durchsucht und identifiziert. Kohl und seine Begleiter, Bayerns Wirtschaftsminister Anton Jaumann, CSU-Generalsekretär Edmund Stoiber, MdB Stephan Höpfinger, Augsburgs CSU-Chef Hermann Knipfer, MdL Eduard Oswald, MdL Max Strehle und einige Stadträte gingen ins Edel-Restaurant Cheval Blanc. Wirtschaftsminister Jaumann bestellte Lammrückensteak und Edmund Stoiber Kalbsrückensteak. Helmut Kohl wünschte jedoch nachdrücklich Regionales und bekam eine Brätstrudelsuppe. Sie schmeckte ihm so gut, dass er spontan eine zweite Portion verlangte. Danach aß Kohl abgeschmelzte Maultaschen mit Augsburgsalat. Auch dabei verlangte er eine Zugabe. Den vorsorglich bereitgehaltenen Pfälzer Wein ließ Kohl stehen und trank ein Pils.

1984 wurde der Seniorenkreis der CSU unter dem Motto, „Vital im Alter“ gegründet.

Die Ortsgruppe Haunstetten der CSU pflanzte anläßlich der deutschen Wiedervereinigung (3. Oktober 1990) eine Linde. Standort: Rund zehn Meter südlich der Wettersäule (Süd-Ost-Ecke Roggen-/Hirsestraße, in der Nähe des Naturfreibades Haunstetten).



Die Linde, die von der CSU Haunstetten anläßlich der deutschen Wiedervereinigung gepflanzt wurde. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Die Ortsgruppe Haunstetten der CSU feierte am Mittwoch, 11. Oktober 2006 im Pfarrsaal St. Georg ihr 60-jähriges Jubiläum. Festredner war der Präsident des Bayerischen Landtages, Alois Glück.

Am Sonntag, 15. Oktober 2006, eröffnete die Gaststätte „Haunstetter Hof“, ehemals „Sonne“ und danach „Wienerwald“. Ab 12 Uhr gab es halbe Hendl vom Grill. Um 18 Uhr wurde die Haunstetter Fahne gehisst. Dann sprach der designierte Augsburger OB-Kaniddat der CSU, Dr. Kurt Gribl. Die Brauerei Thorbräu aus Augsburg hatte ein Fass Bier gestiftet. Das Trio „Ohrwürmer“ unterhielt mit bayerischer und internationaler Musik. Im Biergarten stand ein beheiztes Partyzelt. Im Restaurant war ein schwäbisch-bayerisches Büfett angerichtet.
Pächter: Ilir, Fatmir und Faton Seferi.

Stadtrat Andreas Jäckel (Haunstetten) wurde im April 2009 zum Nachfolger des nicht mehr kandidierenden Vorsitzenden des Kreisverbandes Augsburg-Ost der CSU, Rolf Rieblinger, gewählt. Jäckel ist Vorsitzender der Haunstetter CSU und erhielt gleich im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit mit 50 Stimmen. Der zweite Bewerber erhielt 15 und der dritte Bewerber acht Stimmen.

Die CSU Haunstetten am 13. März 2013: Vorsitzender: Stadtrat Andreas Jäckel, Stellvertreter: Stadtrat Josef Hummel, Ludovika Kelz, Markus Kurz. Kassierer: Rupert Koller. Vorsitzende der Frauenunion und Schriftführerin: Elfriede Eckel.

Die CSU Haunstetten wird ihr 70jähriges Bestehen am Freitag, 30. September 2016, im „Arthotel Ana Style“, ehemals Gasthaus „Prinz Leopold“, in der Bürgermeister-Widmeier-Straße, feiern.

Die derzeitige Vorstandschaft der Haunstetter CSU-Fraktion:
Vorsitzender: Stadtrat Andreas Jäckel.
Stellvertreter: Ludovika Kelz, Markus Kurz, Stadtrat Josef Hummel.
Schriftführer: Martin Rudert.
Kassierer: Rupert Koller.
Vorsitzender „Junge Union“: Christian Rauch.
Vorsitzende „Frauen-Union“: Elfriede Eckel.
Vorsitzende Seniorenunion: Hedwig Starkmann.


(Text & Bilder: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Erstellt am: 17.06.2016

  Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: Sommerfest der Bauernhoftiere

Die BRK Kinderarche berichtet:



(Sommerfest in der Kinderarche - Bild: BRK Kinderarche)

In der BRK Kinderarche, in der Marconistr. 7, Haunstetten, war am Freitag den 03.06.2016 wieder etwas geboten. Unter dem Motto: " Sommerfest der Bauernhoftiere" wurde kräftig gefeiert.

Nachdem die Kinder Ihre Lieder und Tänze rund um das Thema Bauernhoftiere vorgeführt hatten, gab es zahlreiche lustige Spiele, bei denen sich die Kinder mit ihren Geschwistern austoben konnten. Besonders gut kamen die modellierten Luftballontiere an. Nach einem Kasperletheater haben sich die Familien am gemeinsam zusammen gestellten Büffet gestärkt., um dann zum Highlight des Tages überzugehen.

Der Krümmelhof brachte einige seiner Tiere mit, die von den Kindern begeistert aufgenommen und gestreichelt wurden. Ein großer Spaß für die ganze Familie, an dem sich auch die Senioren des BRK erfreuen konnten.

Als Maxigruppe für Kinder zwischen 1-3 Jahren, mit dem Ziel die Kinder auf den Kindergarten vorzubereiten und sie in ihrer sozialen und individuellen Entwicklung abzuholen und zu fördern, erfreut sich großer Beliebtheit.



(Sommerfest in der Kinderarche - Bild: BRK Kinderarche)

Auch der gemeinsame Besuch der Senioren, um Alt und Jung zu integrieren, gehört zu einem festen Teil des Konzepts.

Geöffnet hat die Kinderarche von Montag-Donnerstag Vormittag. Die Schulferien sind geschlossen. Dabei können unterschiedliche Buchungsvarianten angeboten werden.

Zu erreichen ist die Kinderarche unter Telefon 0821-650 795 26.
Für September 2016 sind noch wenige Plätze frei.


(Text & Bild: BRK Kinderarche)

Erstellt am: 07.06.2016

  Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: Der Kindergarten in der Dudenstraße wird 110 Jahre alt

Der Kindergarten in der Dudenstraße wird 110 Jahre alt

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl hat uns die Chronik des Kindergartens in der Dudenstraße zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle einen herzlichen Dank!

Der Kindergarten, der im Volksmund auch „Kinderschule“ genannt wurde, war ehemals das dritte Schulhaus von Haunstetten. Der Bau war mit einer Regierungsentschließung vom 27. Mai 1887 genehmigt worden.

Die Schulsprengelvertretung von Haunstetten beschloss daraufhin am 3. August 1887, das neue Schulhaus zu bauen. Dafür waren Kosten in Höhe von 27.000 Mark veranschlagt. Am 5. Januar 1889 wurde der Neubau allerdings mit 30.000 Mark abgerechnet.

Die „neuzuerrichtende Schulstelle“ sollte dann mit „einem Schulverweser zum Mindestgehalte von jährlich 428 Mark und 60 Pfennig besetzt werden.“

1888 wurde dieses dritte Schulhaus fertiggestellt. Es hatte vier Schulsäle. Die 260 Schüler wurden unterrichtet von zwei Lehrern und einem Hilfslehrer.

Die Schulsprengervertretung Haunstetten beschloss am 7. Juli 1889 „zur Deckung der Kosten des Schulhausneubaues“ einen Kredit von 20.000 Mark aufzunehmen und ihn in 20 Jahresschritten zurückzuzahlen. Nachdem aber die Schulsprengervertretung weder Kredite aufnehmen noch Gelder einnehmen konnte, „geht das aufgenommene Kapital auf Rechnung der Gemeinde Haunstetten.“

Am 3. Mai 1890 heiratete Georg Käß seine vieljährige Haushälterin Karoline Lambert. Georg Käß schrieb dazu der Gemeinde folgendes:

„Zur freundlichen Erinnerung an meine am 3. Mai 1890 stattgehabte Verehelichung mit Karoline Lambert und meinen 46jährigen Aufenthalt in der Gemeinde Haunstetten beehre ich mich, löblicher Gemeindeverwaltung kund zu geben, daß ich mich entschlossen habe, in Haunstetten eine Stiftung mit einem Kapitale von - M 100000. - zu errichten unter dem Namen: „Georg Käß’sche Stiftung“ zu folgenden Zwecken und unter folgenden Bedingungen: §1. Die Stiftung hat den Zweck, die Errichtung eines Armen- & Krankenhauses und einer Kleinkinder-Bewahranstalt in Haunstetten zu veranlassen. [...].“

Am 20. Juli 1900 hatte Haunstetten 334 Schulkinder.

Als die Gemeinde im Jahre 1900 ein neues Schulhaus plante (Eichendorff-schule), sollte es nur vier Schulräume erhalten, weil man das bisherige Schulhaus, also das Haus des heutigen Kindergartens, mit ebenfalls vier Räumen, weiterbenützen wollte.

Höchstwahrscheinlich sagte Georg Käß zur Gemeinde, sie solle gefälligst ein richtig großes Schulhaus für acht Klassen bauen und er stiftete 50.000 Mark dazu. Den Platz für das Schulhaus bestimmte auch Georg Käß.

Der Gemeindeausschuß beschloss daraufhin am 11. Dezember 1898, das Grundstück zur Erbauung eines Schulhauses zu kaufen (Eichendorffschule).

Die Gemeinde kaufte dann 1899 das Grundstück zur Erbauung der heutigen Eichendorffschule in der Größe von 1 Tagwerk und 14 Dezimal (gesamt 3.888 qm) zu 55 Mark pro Dezimal vom Obstgarten des „Oekonomen Kaspar Settele dahier“ (jetzt landwirtschaftliches Anwesen Brem in der Krankenhausstraße) für 6.270 Mark.

Weil das 1888 erbaute Schulhaus zu klein geworden war, wurde am 1. Mai 1901 im alten Schulhaus, Schulstraße 2, wieder ein Schulsaal in Benützung genommen. Das alte Schulhaus stand in der heutigen Dudenstraße auf der Südseite schräg gegenüber dem Kindergarten. Es war einmal abgebrannt und auf der gleichen Stelle wieder aufgebaut worden (deshalb erstes und zweites Schulhaus).

Haunstetten hatte am 20. Juli 1900 334 Schulkinder.

Ein Jahr später, am 10. Mai 1901 hatte Haunstetten bereits 353 Schulkinder. Den ersten Kurs (ein Jahrgang ?) hatte Schulverweserin Marie Rößner mit 53 Schulkindern. Den zweiten Kurs hatte Frl. Cölestine Specht mit 67 Schulkindern. Den dritten und vierten Kurs hatte G. Greisbacher mit 83 und den fünften Kurs Max Welcker mit 82 Kindern. Den sechsten und den siebenten Kurs unterrichtete Blasius Riedele mit 68 Kindern.

Auf Grund der Spende von 50.000 Mark von Georg Käß plante die Gemeinde 1902 das neue Schulhaus mit acht Schulsälen, mit einer Lehrerwohnung, einer Hausmeisterwohnung und es wurde das gemeindliche "Rathaus" eingeplant. Das Gebäude hieß dann auch "Schul- und Rathaus". Die weitere zum Bau benötigte Summe stellte seine Tochter, Gräfin von Tattenbach, der Gemeinde unverzinslich zur Verfügung.

Georg Käß verstarb am 9. Februar 1903. Als letzte Schenkungen an Haunstetten stiftete er testamentarisch die enorme Summe von 500.000 Mark für das Krankenhaus und das Armenhaus sowie 200.000 Mark für die Kinderbewahranstalt (Kindergarten) in Haunstetten. Ausserdem überließ er in seinem Testament der Gemeinde Haunstetten ein hohes unverzinsliches Kapital für besondere gemeindliche Lasten, womit der finanzielle Hauptanteil für den Schulhausbau von Georg Käß gestiftet wurde.

Zum Wert der Schenkungen: Der gut verdienende Kassierer einer Sparkasse hatte um 1900 einen Jahresverdienst von 1.600 Mark. Demnach hatten die 100.000 Mark der Stiftung anläßlich der Eheschließung den Wert von 62,5 Jahresgehältern des gut verdienenden Sparkassenkassierers. Das war weit mehr als der Verdienst seines ganzen Arbeitslebens.

Der durchschnittliche Jahresarbeitsverdienst land- und forstwirtschaflticher Arbeiter betrug 1913 in Haunstetten für Männer 830 Mark und für Frauen 620 Mark. Das war also für Männer etwa die Hälfte und für Frauen knapp 40 Prozent des gut verdienenden Sparkassenkassierers.

Alle Spenden zusammengerechnet, nämlich 50.000 Mark für das Schulhaus, 100.000 Mark anläßlich der Eheschließung, 500.000 Mark für das Kranken- und das Armenhaus sowie 200.000 Mark für die Kinderbewahranstalt, ergaben zusammen 850.000 Mark, die mehr als 530 Jahresgehälter des Bankangestellten entsprachen. Das wären bei einem Arbeitsleben von 40 Jahren der Verdienst von fast 14 Arbeitsleben, und zwar der Verdienst von relativ gut verdienenden Leuten wie Sparkassenkassierern.

Das im Testament von Georg Käß der Gemeinde Haunstetten hinterlassene Kapital von 200.000 Mark war für die Errichtung und den Unterhalt einer Kinderbewahranstalt (Kindergarten) bestimmt.

„[…].Dieses Kapital soll unter dem Namen „Kommerzienrat Georg Käss’sche und Karolina Käss’sche Stiftung für die Kinderbewahranstalt in Haunstetten als Stiftung unter ungeschmälerter Erhaltung des gegebenen Grundstocks von der Gemeinde Haunstetten und unter Aufsicht der zuständigen Aufsichtsbehörde verwaltet werden. Auch ist zu allen Beratungen und Beschlußfassungen der jeweilige katholische Ortspfarrer zuzuziehen. Die fliessenden Zinsen werden für die Verwaltung und den Zweck der Anstalt verwendet. Der jeweils überschüssige Zins ist zu admassieren (soll zur Rücklage werden), kann jedoch zu Anstaltszwecken bei Bedarf jederzeit verwendet werden.“

Aufgenommen in die Kinderbewahranstalt konnten alle Kinder der Ortsbewohner ohne Unterschied der Religion werden. Hatte jedoch ein Kind eine ansteckende oder ekelerregende Krankheit, so konnte die Anstalt das Kind jederzeit ausschließen.

„Zur Aufsicht der Kinder und zur Erteilung des Unterrichts für dieselben sollten tunlichst staatlich geprüfte Schulschwestern aus dem Kloster St. Maria Stern zu Augsburg berufen werden.“

Als die Eichendorffschule im Herbst 1904 bezogen war, wurde das bisherige Schulhaus in der heutigen Dudenstraße generalüberholt und zum heutigen Kindergarten umgebaut.

Am 26. Mai 1906 schrieb Bürgermeister Seethaler, dass diese Kinderbewahranstalt staatsaufsichtlich genehmigt wurde.

Am Samstag, 7. April 1906, wurde der Vertrag zwischen der Kommerzienrat Georg Käß'schen und Karolina Käß'schen Stiftung der Kinderbewahranstalt in Haunstetten und dem Kloster St. Maria Stern zur Übernahme der Leitung des Kindergartens abgeschlossen.

„Vertrag zwischen der Verwaltung der Kommerzienrat Georg Käß’schen und Karolina Käß’schen Stiftung der Kinderbewahranstalt in Haunstetten, vertreten durch Bürgermeister Seethaler in Haunstetten, und dem Kloster St. Maria Stern in Augsburg ist heute folgender Vertrag geschlossen worden:

§ 1
Das Kloster St. Maria Stern in Augsburg übernimmt die Leitung der Kinderbewahranstalt in Haunstetten und gibt zu diesem Zwecke zur Führung der Anstalt und zur Besorgung der Hausarbeiten die erforderliche Anzahl der Klosterfrauen /: vorläufig drei :/ ab.

§ 2
Die Stiftungsverwaltung überlässt den Klosterfrauen eine angemessene Wohnung mit der notwendigen Einrichtung der Wohn- und Schlafräume, der Küche, Waschküche und des Kellers. Ebenso sorgt die Stiftungsverwaltung für freie Beleuchtung und für Brennmaterial.

§ 3
Jede Klosterfrau bekommt zur Bestreitung der erforderlichen Lebensbedürfnisse ein jährliches Fixum von M 400.-- mit Worten: Vierhundert Mark, in monatlichen Raten an die jeweilige Oberin ausbezahlt.

§ 4
Bei Verabreichung von Suppen oder dergleichen an die Kinder haben die Klosterfrauen die von den Kindern zu diesem Zwecke mitzubringenden Beträge einzusammeln und hierüber monatlich der Stiftungsverwaltung Rechnung zu stellen. Im Übrigen erfolgt die Verwaltung der Kinderbewahranstalt zu Haunstetten durch die Gemeindeverwaltung.

§ 5 [...].

§ 6
[..]. Im Falle eine Klosterfrau dahier verstirbt, wird von der Stiftung eine einfache Beerdigung und ein Gottesdienst zugesagt.“

§§ 7 bis 9 [...].

Der Vertrag wurde seitens des Klosters St. Maria Stern in Augsburg von der Generaloberin Engelberta Winkler, O.S.F. unterschrieben.

Der gemeindliche Kindergarten, die „Kinderbewahranstalt“ wurde am 7. Juni 1906 eingeweiht:


„Am Donnerstag den 7. Juni [1906] wird nach einer um 9 Uhr stattfindenden hl. Messe die kirchliche Weihe der Kinderbewahranstalt und die Einführung der darin zur Verwendung kommenden Ordensschwestern aus dem Kloster St. Maria Stern in Augsburg vorgenommen. [...].“

An den Feierlichkeiten nahm auch Karoline Käß teil.

In der Haunstetter Zeitung vom 25. Juni 1906 war zu lesen:
„Verflossenen Donnerstag wurde in engem Kreise die Kinderbewahranstalt der hiesigen Gemeinde übergeben. Die Übergabe der Anstalt wurde ohne jede größere Feierlichkeit, jedoch in würdigster Weise vorgenommen. Um 9 Uhr morgens verkündeten die Kirchenglocken den Beginn der den eigentlichen Übergabefeierlichkeiten vorangehenden kirchlichen Feier, einer Hl. Messe. Hochw. Herr Kammerer Spickermann zelebrierte selbst die hl. Messe. Hierauf begab sich die Gemeindeverwaltung in die Anstalt, um die Übergabe vorzunehmen. Inzwischen hatten sich im Arbeitssaale der Kinderbewahranstalt die Festteilnehmer angesammelt, worunter außer der Abordnung des Klosters St. Maria Stern Augsburg, den angestellten Ordensfrauen, der hiesigen Geistlichkeit, der Gemeindeverwaltung, auch die unvergeßliche Wohltäterin der Gemeinde Haunstetten, Frau Kommerzienrat Käß zu sehen war. [Frau Karoline Käß. Ehemals wurde auch die Ehefrau eines Kommerzienrats mit „Frau Kommerzienrat“ bezeichnet]. In seiner Eröffnungsrede drückte Hochw. Herr Kammerer die Ehre aus, welche der Gemeindeverwaltung und der Anstalt durch das Erscheinen dieser hohen Dame, die sich durch ihren Wohltätigkeitssinn, ihr unermüdliches Geben, gleich ihrem in Gott ruhenden Manne, Herrn Kommerzienrat und Rittergutsbesitzer Georg Käß einen Weltruf geschaffen hat, zuteil wurde. Die Gemeinde Haunstetten hat die Pflicht, solchen Wohltätern, wie sie eine Landgemeinde nicht leicht besitzt, stets dankbar zu sein. Weiter führte der Redner aus, daß der verstorbene Herr Kommerzienrat deutlich wußte, was in der Neuzeit zum Wohle einer Gemeinde gehöre, indem er sein Hauptaugenmerk auf die Erziehung der Kleinen wandte, denn der gute Keim, der in einem Kinderherzen ruht, muß frühzeitig geweckt werden. Alsdann wandte sich Herr Kammerer an die Ordensfrauen und übergab ihnen namens der Gemeindeverwaltung die nun eröffnete Anstalt mit dem Wunsche, zum Segen der Menschheit und der Gemeinde zu wirken. Nach Beendigung der Ansprache wurde die kirchliche Weihe des Hauses und hierauf eine eingehende Besichtigung der Räumlichkeiten vorgenommen, welche allgemeine Befriedigung hervorrief.“

„Die Eröffnung der Anstalt wird am Montag den 11. Juni, vormittags stattfinden. [...] In die Kinderbewahranstalt werden solche Kinder aufgenommen, die bereits gehen können, also von ungefähr zwei Jahren bis zur Werktagsschulpflicht. Für jedes Kind, das die Anstalt besucht, sind wöchentlich 20 Pfg zu entrichten und zwar zu Anfang jeder Woche, für Geschwister je 15 Pfg.; außerdem hat jedes Kind für den Vormittag und Nachmittag Brot mitzubringen. Wenn die Kinder außer Aufsicht und Pflege in der Anstalt eine Mittagssuppe erhalten sollen, so sind für die Suppe täglich 5 Pfg zu zahlen.“

Zurück zur Stiftung

Das Stiftungskapital wurde zu über 90 % vernichtet durch die Hyperinflation von 1923 und dann durch die Währungsreform von 1948.

Nun ein Sprung in die die Zeit vor rund 50 Jahren.

Seit 1964 ist der Stiftungsertrag bei der Stiftung II [der Stiftung für den Kindergarten] jährlich ca. DM 810.-. Mit diesen Stiftungserträgen ist die nachhaltige Erfüllung des Stiftungszweckes nicht mehr gegeben.“

Der Stadtrat von Haunstetten beschloss entsprechend der Empfehlung seines Finanz- und Personalausschusses 1968, die Käß‘schen Stiftungen für den Kindergarten wie auch für das Krankenhaus und das Altersheim aufzulösen.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern hob die beiden Stiftungen am 8. November 1968 auf.

Das aktuelle Stiftungsvermögen der Stiftung für den Kindergarten in Höhe von 14.609,83 DM wurde im Rechnungsjahr 1969 dem ordentlichen Haushalt der Stadt Haunstetten (Einzelplan 4, Städtischer Kindergarten) zugeführt.

Den Stiftungen war es leider nicht beschieden, lange zu bestehen. Sie existierten ironischerweise nicht einmal so lange, wie Georg Käß lebte: Er verstarb kurz vor der Vollendung seines 81. Lebensjahres, die Käß’schen Stiftungen währten nur 78 Jahre lang.



Das ehemalige Haunstetter Schulhaus und seit 1906 der Kindergarten in der Schulstraße (jetzige Dudenstraße) im ursprünglichen Zustand in Blankziegelbauweise. Der offizielle Begriff ist heute: Kindertagesstätte. - Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Nun zum Betrieb des Kindergartens:

Im Juli 1906 wurden täglich rund 70 Kinder in der Kinderbewahranstalt aufgenommen. Wegen den Wünschen vieler Eltern, die um sechs Uhr bei der Arbeit sein mussten, wurden die Kleinen schon ab 5.30 Uhr angenommen.



Tagesplan für montags und donnerstags von 1906. - Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Es galt 1906 montags folgender Tagesablauf: Annahme der Kinder, Lied, Revision (Vollzähligkeit), Gebet, religiöse Unterhaltung, Gebete oder kleine Verse lernen, stumme Körperbewegungen, Hinausführen, Essen und Spielen im Freien, Gesang mit Körperbewegung, Schlussgebet, Ankleiden, Revision.

Es galt 1906 donnerstags folgender Tagesablauf: Annahme der Kinder, Spielen im Freien, Lied, Revision, Gebet, Zeichnen oder Stricken, die Kleinen schlafen, Gesang mit Körperbewegung, Anleitung zur Höflichkeit, Hinausführen, Essen und Spielen im Freien, Schlussgebet, Ankleiden, Revision.

Die anderen Wochentage liefen großenteils genauso ab. Dabei gab es noch folgende Themen: Erzählungen aus der biblischen Geschichte, religiöse Unterhaltung, Kreisspiele.

Bis zum 30. April 1907 erteilte die Kaufmannswitwe Maria Kocher den Handarbeitsunterricht für Mädchen. Ab dem 1. Mai 1907 übernahmen Franziskanerinnen der Kinderbewahranstalt den Handarbeitsunterricht selbst.

Am 24. August 1907 nahm der Kindergarten bereits 90 Kinder auf, von denen rund 40 auch mittags in der Anstalt blieben. Generaloberin Engelberta Winkler bat deshalb die Gemeinde, eine weitere Klosterfrau zu genehmigen.

Der Kindergarten wurde recht gut angenommen, denn am 2. Oktober 1907 wurden bereits 100 Kinder an den Wochentagen abgegeben.

Nachdem Haunstetten damals noch nicht mit Leitungswasser versorgt wurde, beschloss der Gemeindeausschuss am 16. Mai 1912, bei der Kinderbewahranstalt ein Pumpwerk zur Wasserversorgung der Kinderbewahranstalt und eine Hydrantenanlage zu errichten.

Kommentar: Das war wohl bitter notwendig, denn das Wasser musste ja mit der Handpumpe, dem Pumpbrunnen, gefördert werden zum Kochen der Suppen, zum Abspülen des Geschirrs, zum Händewaschen der Kinder, für sonstige Reinigungsvorgänge und das bei 100 Kindern und mehreren Klosterschwestern.

Der Auftrag zur Errichtung des Pumpwerks zur Wasserversorgung der Kinderbewahranstalt und zur Versorgung von Hydranten ging am 26. November 1912 an die Firma J. Kleofaas und Knapp - Tiefbau - in Augsburg. Die Montage der elektrischen Anlage besorgte das gemeindeeigene Elektrizitätswerk Haunstetten. Als Beginn der Arbeiten war spätestens der 25. März 1913 vorgesehen.



Alle Kinder des Kindergartens Haunstetten im Jahr 1919. - Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Die vier Ordensschwestern vom Franziskanerinnenkloster St. Maria Stern in Göggingen bezogen 1919 jährlich zusammen 1.600 Mark Gehalt.

Die Gebühren im Kindergarten betrugen im Dezember 1920 je Kind: Aufnahmegebühr: 1,00 Mark; tägliche Suppengebühr: 0,15 Mark; wöchentliches Schulgeld: 1,00 Mark.

Ab dem 23. Juli 1923 wurden die Gebührensätze wegen der Hyperinflation Tag für Tag neu festgesetzt und zwar nach dem Preis für ¼ Liter Milch. Der Preis wurde auf 500 Mark abgerundet.

Am 18. Oktober 1927 wurde im Haunstetter Kindergarten die Hauskapelle von Kapuzinerpater P. Floritus eingeweiht. Sie wurde der „Mutter vom guten Rat“ geweiht. Unter Bischof Kumpfmüller bekamen die Schwestern am 22. April 1928 für die Hauskapelle das Allerheiligste. Die Hauskapelle besteht nicht mehr. Vermutlich wurde sie nach dem 2. Weltkrieg aufgegeben wegen des Mangels an Wohnraum in Haunstetten.



Gegenstände, mit denen früher die Mädchen schon in der Kindertagesstätte auf ihre zukünftige Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereitet wurden: Nähmaschine, Bettflaschen und Nachttopf. Die Nähmaschine vermutlich eine von den zweien, die die Gemeinde 1934 anschaffen ließ. - Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Die Haunstetter Spinnerei und Weberei überließ am 23. Februar 1931 der Arbeitsschule des Kindergartens zwei Nähmaschinen zu sehr günstigem Preis, wofür der Direktion gedankt wird.“



Alle Kinder des Kindergartens Haunstetten noch vor der NS-Zeit. Datum unbekannt. - Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

19. Januar 1934:
„Der Ankauf von 2 neuen Pfaff-Nähmaschinen für die Kinderschule wird genehmigt.“ Eine der beiden Maschinen ist in der Kindertagesstätte noch vorhanden.
Die Franziskanerinnen hatten auch den obligatorischen Handarbeitsunterricht für Mädchen in der Volksschule übernommen und daneben private Nähkurse für Mädchen und Frauen abgehalten.

Die Franziskanerinnen von Maria Stern (5 Schwestern) mussten 1937 den Kindergarten der NSV (National-Sozialistische Volkswohlfahrt) übergeben. Die Erzieherinnen mussten nun „Tante“ genannt werden.

Dem Autor war eine Familie bekannt, von der die Frau und Mutter wegen ihrer Ausbildung im Krankenpflegedienst im Kindergarten der NSV als Erzieherin zwangsverpflichtet und ihr Sohn gleichzeitig als Bub im Kindergarten war. Den Kindern war das Wort „Tante“ so eingetrichtert worden, dass der Bub seine Mutter, so lange er in den Kindergarten ging, nicht Mama, sondern „Tante Rosa“ nannte.

Am 24. September 1937 war in der ehemaligen Haunstetter Zeitung zu lesen:
„Der starke Zugang an Schulkindern macht es notwendig, daß nach den Ferien eine neue Lehrstelle errichtet wird. Da im Schulgebäude selbst kein Saal mehr frei ist, muß ein solcher in der Kinderschule zur Verfügung gestellt werden.“

Am 12. November 1937 war zu lesen:
„Unser Schulhaus ist gegenwärtig überfüllt. Zur Entlastung desselben war beabsichtigt, einen Saal in der Kinderschule zur Unterbringung einer Schulklasse herzunehmen. Dies ist jedoch nicht möglich, da in demselben von der NSV eine Säuglingskrippe eingerichtet wird. Auch für die Mütterberatung müssen anderweitig Räume gesucht werden, da in der Kinderschule kein Platz mehr vorhanden ist.“ […]. „In der Kinderschule wird gegenwärtig fleißig gearbeitet, damit der Betrieb am 1. Dezember wieder aufgenommen werden kann.“


Am 3. Dezember 1937 war zu lesen:
„Die Kinderschule [der NSV] hat im Innern eine durchgreifende Erneuerung erfahren. Mit Hochdruck wurde in diesen Tagen gearbeitet, damit am kommenden Montag [6. Dezember 1937] die Pforten wieder geöffnet werden können. Die Mütter können am Montag morgen ihre Kinder wieder bringen. Sie werden erstaunt und erfreut sein über die in den Räumen vorgenommenen Änderungen.“

„Am 15. ds. [15. Januar 1938] wurde im Kindergarten an der Schulstraße eine Säuglingskrippe eröffnet. Sie kann in ihrer ganzen Art als Musteranstalt bezeichnet werden. In der Säuglingskrippe können Kinder im Alter von 8 Wochen bis zu 2 ½ Jahren in Tagespflege gegeben werden.“

Aus der ehemaligen Haunstetter Zeitung vom 11. Februar 1938:
„Mit der NSV e.V. (NS-Schwesternschaft) wurde ein Vertrag über die Einrichtung einer Gemeindepflegestation abgeschlossen. Die neuerrichtete Station, welche im Hause Schulstraße 3 (Kindergarten) untergebracht wird, soll von der NSV mit 1 Schwester besetzt werden, die das Staatsexamen in der großen Krankenpflege abgelegt hat.“

Aus der ehemaligen Haunstetter Zeitung vom 22. Juli 1938:
„Mancher mag bei der Schließung der „Kinderschule“ die Dinge so gesehen haben, als würden lediglich Räume auf „Neu“ gerichtet, Schwestern in einer anderen Tracht ziehen auf, sonst aber bleibt es eben die „Kinderschule“. „Dieses Haus ist heute für jeden Volksgenossen da, gleich welcher sozialen Schicht und Konfession er angehört.“ [siehe die Bestimmungen hierzu von Georg Käß]. „[...] denn aus der Schule ist ein Führen und über dem Kinde stehendes Erziehen geworden. [...] Es ist eines der größten und schönsten NSV-Häuser im Gau Schwaben. Man kann es in 3 Abteilungen unterteilen: NS-Gemeindeschwester, Kinderkrippe und Kindertagesstätte. Jede löst die ihr bestimmte Aufgabe, um einzumünden in die Gesamtaufgabe: Dienst am völkisch wertvollen und rassisch gesunden Teil unseres Volkes.“

Die Kinderkrippe im „NSV-Haus“ hat am 29. Juli 1938 25 Bettchen.

Aus der ehemaligen Haunstetter Zeitung vom 5. August 1938:
„Dem Einwand Ahnungsloser: Kinder sind Kinder; sie wollen nichts als spielen - die brauchen noch keine nationalsozialistische Ausrichtung - das macht später die Schule und die HJ, hat der Führer selber ein Wort entgegengestellt: »Nicht früh genug kann die deutsche Jugend dazu erzogen werden, sich zuallererst als Deutsche zu fühlen! «“

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Kindergarten 1946 bewohnt und später wieder als Kindergarten genutzt.

Aus der ehemaligen Haunstetter Zeitung vom Oktober 1949:
„Am 3. November [1949] beginnt für Volksschulentlassene Mädchen der Winter-Nähkurs im Kinderheim, Schulstraße 3.“

Aus der ehemaligen Haunstetter Zeitung vom 20. Januar 1956:
„Die Nähschule beim städtischen Kindergarten an der Schulstraße ist nun wieder in vollem Betrieb. Sie bietet Frauen und Mädchen Gelegenheit zum Erlernen des Nähens von Wäsche und Kleidung sowie zur Ausbildung von sämtlichen Handarbeiten.“



1959 wurde das schöne Blankziegelmauerwerk verputzt. Aufnahme vom Februar 2013. - Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Das Haus des Kindergartens an der Dudenstraße wird 1959 erstmalig verputzt. Das Äußere war bisher ein Sichtziegelmauerwerk.

Bei der öffentlichen Festsitzung des Stadtrates von Haunstetten am 8. September 1962 zur 10-jährigen Wiederkehr der Stadterhebung wurde die Oberin Pankratia des städtischen Kindergartens ausgezeichnet. Sie hatte sich um das Wohl der Stadt Haunstetten besondere Verdienste erworben, denn sie hatte seit 1905 in Haunstetten gewirkt.

Aktuelle Informationen:



(Die Treppenstufen in der Kindertagesstätte sind durchnummeriert. Damit lernen die Kinder das Zählen. Der Ausdruck „Zählen lernen“ ist allerdings zu einfach. Das heißt heute „Mathematische Bildung“. - Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Das Essen wird als Tiefkühlkost geliefert und in der Kindertagesstätte fertig gegart. Der Salat und das Dessert werden im Haus frisch angerichtet.

Je nach Wunsch können die Kinder sich kreativ betätigen im hauseigenen „Atelier“. Zur Zeit ist bei den Kindern des öfteren „in“, farbige Handabdrücke zu erstellen und diese dann weiter zu verzieren und auszugestalten.

Es gibt keine Stunden- oder Tagespläne mehr, stattdessen können die Kinder nach Belieben wählen, ob sie Malen oder Basteln oder sich mit Handarbeiten beschäftigen oder sich im Freien aufhalten wollen. Es gibt dafür allerlei Angebote, Aktionen und Projekte.

Die Kindertagesstätte in der Dudenstraße hat derzeit 137 Plätze für Kinder von einem bis zu 12 Jahren. Davon sind zwölf Krippenplätze.

Die anfallenden Gebühren sind umfangreich gestaffelt nach der „Kindertageseinrichtungsgebührensatzung“ der Stadt Augsburg in Erziehungsgebühren, Verpflegungsgebühren und Getränkegeld. Eine Wiedergabe der vielen Möglichkeiten würde hier zu weit führen.


(Text & Bilder: Karl Wahl)

Erstellt am: 06.06.2016

  Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: 100 Jahre Flugzeugbau in Augsburg

Premium AEROTEC berichtet:



100 Jahre Flugzeugbau in Augsburg – Ein Jahrhundert im Zeichen des Leichtbaus

Augsburg zählt zu den Pionierstandorten des industriellen Flugzeugbaus in Deutschland. Heute entwickelt und fertigt der Luftfahrtzulieferer Premium AEROTEC hier wichtige Bauteile für zahlreiche zivile und militärische Flugzeugprogramme – stets aufs Engste mit dem Gedanken des Leichtbaus verbunden. Auf der ILA in Berlin gratulierte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner dem Standort zum 100sten Geburtstag.

„Seit der Gründung von Premium AEROTEC prägt die A350 XWB die jüngere Entwicklung des Standorts. Augsburg ist heute mehr denn je ein Aushängeschild der Luftfahrtindustrie in Bayern. Das Entwicklungszentrum und die modernen Fertigungsstätten sind ein klares Bekenntnis zum Standort. Ich gratuliere dem Standort Augsburg zum 100sten Geburtstag“, sagte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner am Rande ihres Besuchs auf der ILA.

Premium AEROTEC hatte vor Kurzem damit begonnen, die bestehende A350-Fertigungshalle in Augsburg um zwei Anbauten zu erweitern: Auf einer Seite entstehen rund 4.000 Quadratmeter Produktionsfläche für die Herstellung von Bauteilen für die hochmodernen Tür- und Torrahmen aus Kohlenstofffaserverbundwerkstoff (CFK), auf der anderen Seite weitere etwa 4.500 Quadratmeter. Damit erweitert das Unternehmen seine Kapazität für die Montage von CFK-Rumpfschalen.

In seiner wechselvollen Geschichte seit der Gründung im Jahr 1916 war der Standort Augsburg stets dem Gedanken des Leichtbaus verbunden – von stoffbespannten Flugzeugen über die Aluminium-Schalenbauweise und die Integralbauweise bis hin zu den heutigen Bauanteilen an allen Flugzeugen der gesamten Airbus-Familie und darüber hinaus. Jedes Jahr liefert Premium AEROTEC seinen Kunden hochwertige Komponenten, Baugruppen und ganze Rumpfsektionen für insgesamt mehr als 800 neue Flugzeuge. Die Erfahrung und die Fähigkeiten von rund 4.000 Beschäftigten machen Augsburg zu einem der technologisch vielseitigsten Standorte der europäischen Luftfahrtindustrie.
„Unser Standort Augsburg geht mit Rückenwind ins nächste Jahrhundert“, sagte Dr. Thomas Ehm, der Vorsitzender der Geschäftsführung von Premium AEROTEC. „Mit hochmodernen Werkstoffen wie CFK und innovativen Verfahren tragen wir die Idee des Leichtbaus weiter in die Zukunft. Im Hinblick auf immer stärker vernetzte und digitalisierte Prozesse wird der Standort eine Schlüsselrolle einnehmen.“

Der Standort Augsburg verfügt über nahezu vier Jahrzehnte Erfahrung mit CFK und ist einer der Innovationsmotoren für die Anwendung dieses Materials in der Luftfahrt. Angetrieben von vielfältigen Herausforderungen in den verschiedenen Flugzeugprogrammen entwickelte der Standort sowohl die Konstruktion als auch die Fertigungsverfahren weiter. Die linke und rechte Seitenschale der hinteren A350-Rumpfsektion (Sektion 16/18) zählen mit einer Länge von bis zu 17 Metern zu den größten in Europa gefertigten CFK-Flugzeugbauteilen.
Bei der längeren A350-Version -1000 kommt zudem erstmals in einem zivilen Airbus-Flugzeug eine Türrahmenstruktur aus CFK zum Einsatz. Der Einsatz von Robotern gewährleistet beim automatischen Ablegen der CFK-Bänder die notwendige Ablagequalität und Positionsgenauigkeit. Die Herstellung der Bauteile für den CFK-Türrahmen erfolgt in Augsburg, die Montage des Rahmens bei Premium AEROTEC in Varel.

Ein Standort, viele Namen: Der Ursprung des Flugzeugbaus in Augsburg liegt in der Gründung der Bayerische Rumpler-Werke AG im Jahr 1916. Bis zum Entstehen von Premium AEROTEC im Jahr 2009 prägten Unternehmen wie Bayerische Flugzeugwerke, Messerschmitt, MBB, Dasa und EADS den Standort. Ziviler und militärischer Flugzeugbau waren dabei stets wichtige Säulen, wenngleich zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlich starker Ausprägung.

Wesentlicher Treiber für die heutige Aufstellung war die Europäisierung des Flugzeugbaus ab den 1970er-Jahren. Da gelang es dem Standort Augsburg, sich von Beginn an der Airbus-Familie industriell zu beteiligen und gleichzeitig mit Beiträgen für Tornado und Eurofighter die Grundlagen für sein heutiges Portfolio zu schaffen. Neben umfassenden und hochmodernen Fähigkeiten in der Teilefertigung liefert Augsburg wesentliche Großkomponenten in zuverlässiger Serie, beispielsweise mit der Hecksektion für die A320- und die A330-Familie.

Im Rahmen des Standortjubiläums beteiligt sich Premium AEROTEC auch an der Ausstellung „Carbon – Stoff der Zukunft“. Diese ist ab 22. Juni im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) zu sehen.


(Text & Bild: Premium AEROTEC)

Erstellt am: 02.06.2016

  Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: Geschichte des Grundstücks neben der Eichendorffschule

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:

Die wechselvolle Geschichte des Grundstücks nördlich neben der Eichendorffschule

Das Grundstück nördlich neben der Eichendorffschule, auf dem bald ein Kinderhort erbaut wird, hat eine wechselvolle Geschichte.

Ehemals stand darauf als eines der ältesten Häuser von Haunstetten die Badersölde.

Als Sölde wurden der Hof und der Grund eines Kleinbauern oder Häuslers bezeichnet. Er konnte normalerweise davon nicht allein leben. Er musste sich als Tagelöhner oder Handwerker zusätzlichen "Sold" hinzuverdienen. Der Eigentümer des kleinen Hauses auf dem betreffenden Grundstück übte dann eben den Beruf des Baders aus.
Bader ist eine alte Berufsbezeichnung für den Betreiber einer Badestube. Die früheren Häuser hatten kein Bad, keine Dusche und auch keine Waschküche, wo man aus dem Waschkessel heraus heisses Wasser in die transportable Zinkblechbadewanne schöpfen konnte. Wenn man sich also warm und sauber waschen wollte, was ehemals nicht so oft wie heute gepflegt wurde, blieb nur die Badestube.

Der Beruf des Baders war seit dem Mittelalter bekannt. Sie waren auch die „Ärzte der kleinen Leute“, die sich keinen Rat bei den studierten Ärzten leisten konnten. Sie übten einen hochgeachteten, obgleich nicht wissenschaftlichen Heilberuf aus. Neben ihrem eigentlichen Handwerk praktizierten sie auch die sogenannte „kleine Heilkunde“ aus wie Zähne ziehen, Ader­lassen, Schröpfen usw.

Zur Geschichte des Baders in Haunstetten: 1728, also vor rund 290 Jahren, eröffnete der Chyrurgus Josef Anton Ruepp sein Geschäft, aus dem der Friseursalon Schöllhorn hervorgegangen ist. Das war ehemals das Haus Nr. 69 in Haunstetten und es war dann die sogenannte Badersölde, Chyrurgus wurden ehemals die Bader, die Vorgänger der Friseure, genannt.

Bader ist eine alte Berufsbezeichnung für den Betreiber einer Badestube. Der Beruf ist seit dem Mittelalter bekannt. Sie waren die „Ärzte der kleinen Leute“, die sich keinen Rat bei den studierten Ärzten leisten konnten. Sie übten einen hochgeachteten, obgleich nicht wissenschaftlichen Heilberuf aus.

Als 1895 der praktische Arzt Dr. Gerber verstorben war und sein Nachfolger, Dr. von Hößlin, sich noch nicht in Haunstetten niedergelassen hatte, versah die Leichenschau für kurze Zeit der Bader Karl Schöllhorn, und zwar für Haunstetten, Meringer Au (Siebenbrunn) und die nördliche Hälfte von Königsbrunn.

Zusätzlich zur Badestube gab es in Haunstetten schon vor über 100 Jahren auch eine Art von Freibad. In der ehemaligen Haunstetter Zeitung vom 15. Juni 1900 war zu lesen: „Zur Badesaison empfiehlt der Unterzeichnete seine gut eingerichtete Badeanstalt zur gefl. Benützung. Achtungsvollst, Josef Schöllhorn, Bader."
Als Freibad war auf dem Grundstück von Schöllhorn unmittelbar neben dem Lochbach eine Fläche von etwa zehn mal 15 Metern und vermutlich bis auf einen Meter Wassertiefe ausgehoben. Die Ränder waren mit Bohlen verkleidet. Das Wasser kam vom Lochbach. Zum Umkleiden standen ein paar Holzhäuschen in der Nähe. Sie sahen etwa so aus wie die „Aborthäuschen“ der Nachbarn.

Dieses „Freibad“ war später von der Gemeinde Haunstetten übernommen worden.
Karl Schöllhorn, Zahntechniker und Friseur, zeigte 1903 an, dass er sich nunmehr „dahier als Zahntechniker niedergelassen“ hatte und empfahl sich für die Anfertigung von künstlichen Zähnen aus Gold, Platina (Platin), Aluminium, Kautschuk, einzelnen Zähnen ohne Gaumenplatte, sowie im Zahnreinigen und Plombieren, Umarbeitung gebrochener oder nicht gut sitzender Gebisse, schmerzlose Zahnextractionen. „Gleichzeitig empfehle ich mich auch im Rasieren, Haar- und Bartschneiden, sowie in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten. Verkauf von Seifen, Parfümerien, Haaröl, Brillantine etc.“

Am 12. August 1904 war als Bekanntmachung des Bürgermeisters von Haunstetten zu lesen: „Wie alle Jahre so auch heuer, stellt sich der Unfug ein, daß Kinder beiderlei Geschlechts außerhalb des Ortes im Mühlbache baden, wodurch für unsere Gemeinde ein schlechtes Sittenbild entsteht.“ Der damalige Mühlbach war der heutige Lochbach.
Veröffentlichung in der ehemaligen Haunstetter Zeitung anno 1906: „Wie in den früheren Jahren, so wird auch heuer bekanntgemacht, daß der Schuljugend das Baden außerhalb der Badeanstalt besonders in der Nähe der oberen und der unteren Krautgärten strengstens untersagt ist. Die Badeanstalt des Herrn Joseph Schöllhorn ist der Schul­jugend an den bekannten Tagen geöffnet. Es soll jedoch in der Badeanstalt jedes Lärmen und Schreien der Kinder vermieden werden. Haunstetten, den 28. Juni 1906.“

Man stelle sich badende Kinder vor, die dabei nicht Lärmen und Schreien! Die oberen Krautgärten sind heute die Kleingärten beim „Oberer Krautgartenweg“ und die unteren Krautgärten sind heute ein riesiger Parkplatz und noch ein paar Kleingärten beim „Unterer Krautgartenweg.“

So oder so ähnlich ging es fast Jahr für Jahr weiter: „Wie in den früheren Jahren, so wird auch heuer wieder darauf aufmerksam gemacht, daß es unstatthaft ist, wenn Kinder außerhalb des Ortes im Mühlbache baden. Hinreichende Badegelegenheit ist geboten in der Badeanstalt des Herrn Josef Schöllhorn. Nur soll auch hier übermäßiges Schreien und Lärmen vermieden werden.“

Auch wurden die Badezeiten für Buben und Mädchen genau festgelegt: „Bekanntmachung: Betreff: Die auf dem Grundbesitz des approbierten Baders Josef Schöllhorn dahier errichtete gemeindliche Badeanstalt. Hiemit werden im Benehmen mit der Lokalschulinspektion dahier die für die hiesige Jugend festgesetzten Badezeiten veröffentlicht:
„A. Männliche Jugend: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag je bis abends 8 Uhr, Sonntag ab 5 Uhr nachmittags.

B. Weibliche Jugend: Dienstag und Freitag je bis abends 8 Uhr: Sonntags bis nachmittag 5 Uhr.

Ferner wird bekanntgegeben, daß 1. Schutzmann Anton Kiefer, 2. Feldflurer Johann Biehler beauftragt sind, die badende Jugend zu überwachen und ist deren Anordnungen unbedingt Folge zu leisten. Insbesondere werden an dieser Stelle auch die Eltern gebeten, ihre Kinder mit Vorstehendem vertraut zu machen und zur Folgeleistung und einem achtungswürdigen Verhalten in jener Hinsicht zu ermahnen. Haunstetten, den 12. Juni 1912, Ortspolizeibehörde, Seethaler, Bürgermeister.“

Mittwoch 11. August 1915: „Bekanntmachung: Eingelaufene Beschwerden über die Belästigung von Passanten von im Mühlbach [Lochbach] badende Personen veranlassen die Ortspolizeibehörde Haunstetten, darauf hinzuweisen, daß das Baden im Mühlbach in der Nähe von öffentlichen Wegen verboten ist und gegen Zuwiderhandelnde mit Strafanzeige vorgegangen werden müßte. Diesem schon früher bestandenen Übelstande abzuhelfen, hat die Gemeinde Haunstetten bekanntlich eine eigene Badeanstalt geschaffen, so daß keinerlei Gründe das eingangs erwähnte, unschöne Treiben rechtfertigen können. Haunstetten, den 9. August 1915, Ortspolizeibehörde, L. Rucker, Bürgermeister.“

Die von der Gemeinde geschaffene eigene Badeanstalt war das Becken im Grundstück von Schöllhorn, das von der Gemeinde übernommen worden war.

1927 wurde darauf hingewiesen, daß die beiden Roßchwemmen „zum Baden der Pferde benötigt werden“ und dort nicht gebadet werden darf. Die beiden „Roßschwemmen“ bestehen nicht mehr. Die obere Pferdeschwemme lag in der Südostecke Krankenhausstraße und Schloßanger. Die Untere Pferdeschwemme ist ebenfalls verfüllt und es führt die Walchenseestraße darüber hinweg.

Es ist nicht bekannt, wann das Freibad Schöllhorn aufgegeben wurde. 1929 war zu lesen: „Das Baden im Lochbach ist innerhalb der geschlossenen Ortschaft, d. i. von der Kunstmühle bis zur Haunstetter Spinnerei und Weberei nur an der Stelle gestattet, an welcher früher die Badeanstalt war (bei Bader Schöllhorn). An allen anderen Stellen innerhalb dieser Strecke ist das Freibaden, hauptsächlich wegen des dadurch verursachten Flurschadens, verboten.“

1932 kam der endgültige Abgesang: „In früheren Jahren standen auf dem Anwesen des Landwirtes und Baders Josef Schöllhorn einige geschlossene Badehütten, an die sich nördlich ein eingeblanktes [eingeplanktes] Schwimmbad anschloß. Diese Badegelegenheit wurde, nach dem sie wegen Baufälligkeit entfernt werden mußte, nicht mehr erneuert, des es zur Befriedigung heutiger Badebedürfnisse ja doch viel zu klein wäre.“

Dass die Praxis in der alten Badersölde aufgegeben wurde, braucht auf Grund des Alters des Hauses nicht zu verwundern. Beim Bau ganz alter Häuser wurde nur dort, wo eine Mauer hinkommen sollte, der Grund schmal bis in die frostfreie Tiefe von 80 Zentimetern aufgegraben und dann ohne Fundament und ohne Isolierung direkt auf den rohen Boden gemauert. Unterkellert wurde nicht. Für die Innenräume wurde nur die Grasnarbe entfernt und der Naturboden eingeebnet. Dann wurden neben den Mauern und dazwischen mit einem Abstand von rund einem Meter Ziegelsteine gesetzt, die Bodenbalken daraufgelegt und darauf die Bodenbretter festgenagelt. So war dann unter den Fußböden eine gute handbreit freier Raum. Dort wohnten dann die Ratten. Die Kunden hörten in der alten Baderstube immer die Ratten unter dem Fußboden, manchmal sogar richtig aufdringlich, quietschen.

Am 11. März 1938 wurde veröffentlicht: „Die Gemeinde hat vor kurzem das nördlich des Schulhauses gelegene alte Schöllhorn’sche Anwesen mit ca. 1 Tagwerk Hof- und Gartengrund käuflich erworben. Das sehr alte und baufällige Gebäude wird in Bälde abgebrochen werden.“ Die Gemeinde hatte das Grundstück ürsprünglich für eine Erweiterung des Schulhauses vorgesehen. Nachdem damals aber im Norden und Westen von Haunstetten viele Wohnhäuser erbaut wurden oder in Planung waren, hat die Gemeinde statt der Erweiterung des bisherigen Schulhauses ein weiteres Schulhaus geplant. Es wurde die Fröbelschule. Die Realisierung zog sich aber wegen des 2. Weltkriegs noch lange hin. Die Fröbelschule wurde erst im September 1952 eingeweiht und eröffnet. Statt einer Erweiterung des Schulhauses überlegt die Gemeinde nun, auf dem Grundstück der Badersölde ein Rathaus zu bauen.

Am 20. Januar 1939 war in der Haunstetter Zeitung zu lesen: „Bekanntlich mußte schon im vergangenen Jahre die Kassenverwaltung in das Anwesen Schulstraße 5 verlegt werden. [...]. Als geeigneter Bauplatz für das „Rathaus“ wurde der Platz nördlich des Schulhauses in Aussicht genommen. Das von der Gemeinde käuflich erworbene Schöllhorn’sche Anwesen wird schon in den nächsten Monaten abgebrochen. Mit der Ausarbeitung der Pläne für den Neubau ist der Architekt Karl Settele beauftragt.“

Im Juni 1939 wurde die Badersölde in Haunstetten abgebrochen. Maurermeister Josef Karl gab am 23. Juni 1939 bekannt, dass vom Abbruch zu verkaufen seien: Balken, Bretter, Steine, Falzplatten [Dachplatten], Brennholz und Verschiedenes. Verkauft wurde direkt an der Abbruchstelle.



Die ehemalige Badersölde stand nördlich neben der Eichendorffschule. Sie wurde 1939 abgebrochen.



Im Bild links ein Teil des Hauses mit der ehemaligen „alten Schmiede“. Dort ist seit deren Abbruch eine Grünanlage, worauf der Maibaum steht. Nördlich neben der alten Badersolde das den alten Haunstettern noch bekannte Schöllhorn-Haus mit seinem früheren Aussehen, weiter das niedrige Häuschen Bayer/Erdle und dann das Haus, in dessen Erdgeschoß auf der Südhälfte ehemals ein Konsumgeschäft und in der Nordhälfte das Postamt eingerichtet waren. Im Vordergrund die Schienen der Straßenbahnlinie 4.



Blick vom Kirchturm St. Georg. In Bildmitte verläuft die heutige Bürgermeister-Widmeier-Straße. Im Bild rechts ist die Badersölde zu sehen. Links im Bild die Straßenbahnlinie 4, die ehemals bis zum Georg-Käß-Platz fuhr, das ehemalige Haus mit der Alten Schmiede und die Gastwirtschaft „zum Grünen Baum“. Die Aufnahme entstand zwischen 1928 und 1938. (Die Straßenbahnlinie 4 nach Haunstetten wurde am 19. Dezember 1927 eröffnet und die Badersölde wurde ab Februar 1939 abgebrochen. Vermutlich entstand das Foto nach einem Gottesdienst in St. Georg, weil so viele Menschen auf dem Bild sind.



Bei der ehemaligen Badersölde war wie bei den meisten Anwesen in Haunstetten auch eine Landwirtschaft dabei. Der Misthaufen beweist es. Das Bild zeigt, dass die Sölde sehr alt und bis unters Dach feucht war. Deshalb war sie auch wirklich abbruchreif. Im Hintergrund sind etwas vom Dach der Eichendorffschule und von der Turmspitze von St. Georg zu sehen.



Die ehemalige Badersölde in der Nähe des Georg-Käß-Platzes. Im Vordergrund links das veränderte Schöllhorn-Haus. Im Hintergrund St. Georg und im Hintergrund rechts das Gasthaus Hirsch.



Auf dem Bild steht rechts noch die alte Badersölde. Dahinter das inzwischen völlig veränderte Schöllhorn-Haus. Links im Bild das Haus mit der ehemaligen alten Schmiede. Dahinter ist ein Teil der Gastwirtschaft „Zum Grünen Baum“ zu sehen. Der Platz der alten Schmiede ist seit deren Abbruch im Frühjahr 1970 eine Grünfläche, worauf der Haunstetter Maibaum steht.



Blick vom Kirchturm St. Georg herab im Jahr 1939. Im Bild unten rechts wird gerade die ehemalige Badersölde abgebrochen. Sie stand unmittelbar nördlich neben der Eichendorffschule. Ein kleiner Teil des Schulhauses ist im Bild unten rechts zu sehen. Im Bild links unten sind zu sehen die ehemalige Schmiede und die ehemalige Gaststätte „zum Grünen Baum“. In Bildmitte verläuft die Bürgermeister-Widmeier-Strasse und im Hintergrund ist die ehemalige Spinnerei und Weberei Haunstetten zu sehen. Der helle, leicht gebogene Streifen in der rechten, oberen Bildhälfte ist die ehemalige Lokalbahntrasse. Die Lokalbahn fuhr ehemals bis zur Bleicherei und Färberei Martini im Süden von Haunstetten.



Gemälde mit Blick über die Untere Schwemme hinweg. In Bildmitte die Muttergotteskapelle, rechts das Anwesen „Oberer Klett“ und links das ehemalige Haus „Rosengart“ in der Nord-West-Ecke Bürgermeister-Widmeier-Straße und Poststraße. Das Haus war vom Typ „Staudenhaus“, dies ist ein kleinbäuerlicher Haustyp, der in den Stauden, eine Landschaft südwestlich von Augsburg, verbreitet war. Das Staudenhaus ist „einhüftig“, d. h. die Sonnenseite ist zweistöckig und auf der Wetterseite ist das Dach bis zum Erdgeschoß heruntergezogen. Die Untere Schwemme ist verfüllt und es führt die Walchenseestraße darüber hinweg.



Die beiden Pferdeschwemmen in Haunstetten waren selbstverständlich auch ein beliebte Stätte für Kinder. Im Bild ein Blick über die Untere Schwemme hinweg mit der Muttergotteskapelle und rechts mit dem Anwesen Erdle. Die untere Roß- oder Pferdeschwemme ist verfüllt und es führt die Walchenseestraße darüber hinweg.



Die untere Roß- oder Pferdeschwemme. Sie ist verfüllt und es führt die Walchenseestraße darüber hinweg. Im Bild das Haus Miller, im Volksmund der „Obere Klett“. Das Bild zeigt noch eine ländliche Situation mit Kühen auf der Weide und mit Enten auf der Schwemme. Ehemals hatte jedes bäuerliche Anwesen einen Taubenschlag. Hier ist er im Dach untergebracht. Im Bild erkennt man die Anfluggabel für die Tauben vor der Einschlupföffnung im Giebel.



Teil der unteren Schwemme. Von rechts kommt der Lochbach. Dahinter das Elektrizitätswerk von Haunstetten.



Die untere Roß- oder Pferdeschwemme. Sie ist verfüllt und es führt die Walchenseestraße darüber hinweg. Im Bild das Haus Miller, im Volksmund der „Obere Klett“ nach dem ehemaligen Eigentümer Klett.



Die untere Roß- oder Pferdeschwemme. Nach einem schweren Arbeitstag führte man die Pferde zum Abkühlen und Waschen in die Schwemme.


(Text & Bilder: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)


Lesen Sie hier weiter für Teil 2 (Luftschutzbunker, Holzplatz, Kiosk und Wohnblock)


Erstellt am: 29.05.2016

Mehr darüber...   Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: Premium AEROTEC investiert in Augsburg

Premium AEROTEC berichtet:



(Oben: Bernd Herbich (Vorsitzender des Betriebsrats von Premium AEROTEC in Augsburg), Claus Mayer (Planungsbüro MR Plan), Dr. Thomas Ehm (Vorsitzender der Geschäftsführung von Premium AEROTEC), Eva Weber (Zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg), Ulrich Amersdorffer (zukünftiger Standortleiter von Premium AEROTEC in Augsburg), Jürgen Kornmann (Leiter der Immobiliengesellschaft von Airbus Group), Michael Stiegeler (Bauunternehmung Züblin). Mitte: Die bestehende Fertigungshalle mit den beiden nun begonnenen Anbauten im Norden (rechts im Bild) und im Süden (links im Bild). Unten: Dr. Thomas Ehm, der Vorsitzender der Geschäftsführung von Premium AEROTEC (vor der Bautafel mit der Illustration des nun begonnenen Anbaus))

Premium AEROTEC investiert in Augsburg: Spatenstich für den Ausbau der A350-Produktion

Der Luftfahrtzulieferer Premium AEROTEC investiert weiter in seinen Augsburger Standort und baut die Produktionsstätten für das Langstreckenflugzeug A350 XWB aus. Dazu erweitert das Unternehmen die bestehende Fertigungshalle in unmittelbarer Nachbarschaft zur Fußballarena – und setzt zum 100-jährigen Jubiläum des Flugzeugbaus in Augsburg ein starkes Zeichen für die Zukunft.

Der Luftfahrtstandort Augsburg war stets dem Leichtbaugedanken verbunden. Dies führt Premium AEROTEC nun mit der Investition in die A350-Fertigung fort. Die Maßnahmen umfassen zwei Anbauten: Auf der Nordseite entstehen rund 4.000 Quadratmeter Produktionsfläche für die Herstellung der hochmodernen Tür- und Torrahmen aus Kohlenstofffaserverbundwerkstoff (CFK), an der Südseite weitere rund 4.500 Quadratmeter. Damit erweitert Premium AEROTEC seine Kapazität für die Montage von CFK-Rumpfschalen (linke und rechte Seitenschalen der A350-Sektion 16/18).

Mit den beiden nun begonnen Anbauten schafft Premium AEROTEC die Grundlagen für einen weiteren Produktionshochlauf im A350-Programm: Bei der längeren A350-Version -1000 kommt erstmals in einem zivilen Airbus-Flugzeug eine Türrahmenstruktur aus CFK zum Einsatz. Möglich wurde dieses technologische Novum durch die konsequente Weiterentwicklung der CFK-Fertigungstechnologie. Kernstück des Produktionsprozesses ist das automatische Ablegen der CFK-Bänder. Der Einsatz von Robotern gewährleistet die notwendige Ablagequalität und Positionsgenauigkeit. Die Herstellung des CFK-Türrahmens wird zukünftig im nördlichen Anbau erfolgen. Die Erweiterung auf der Südseite schafft mehr Platz für die Montage der hinteren Seitenschalen für die A350 XWB. Je nach Version sind die beiden in Augsburg hergestellten Seitenschalen bis zu 17 Meter lang und knapp 5,5 Meter breit. Damit sind sie die größten in Europa gefertigten CFK-Flugzeugbauteile. Zusammen mit der ebenfalls in Augsburg entwickelten und gefertigten Fußbodenstruktur sowie der CFK-Druckkalotte entsteht daraus bei Airbus in Hamburg die vollständige hintere Rumpfsektion der A350 XWB.

100 Jahre Luftfahrt in Augsburg: Augsburg zählt zu den Pionierstandorten des Flugzeugbaus in Deutschland. Im Jahr 1916 wurde dort die Bayerische Rumpler-Werke AG gegründet. Später prägten Unternehmen wie Messerschmitt, MBB, DASA und EADS den Standort. Seit Gründung von Premium AEROTEC am 1. Januar 2009 werden aus Augsburg heraus insbesondere die Geschicke des deutschen CFK-Flugzeugbaus bestimmt. Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des Standorts beteiligt sich Premium AEROTEC auch an einer CFK-Ausstellung, die ab 22. Juni im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) zu sehen ist.


(Text & Bilder: Premium AEROTEC)

Erstellt am: 20.05.2016

  Druckbare Version Kommentar schreiben 

 
nächste



haunstetten.info ist ein
ToyonGraphics
Werbeagentur Augsburg

Projekt

Aktuellste Artikel
 ·· Baumaßnahmen in de..
 ·· Seefest im Naturfr..
 ·· Stadtverband Hauns..
 ·· Königsfischen beim..
 ·· Wochenende in Haun..
 ·· Haunstetter Wochen..
 ·· Unfallflucht in Ha..
 ·· Heute Spielplatzfe..
 ·· Sicherheit im Inte..
 ·· SPD-Stadtratsfrakt..

Themen
Aktuell
Computer

Haus & Garten
Leser Report
Internes
Kinderecke
Kino & DVD
Rezepte
Vereine
Polizeiberichte
Verkehr
Wetter

Features

haunstetten.infoon Bilder aus Haunstetten auch bei Flickr Folgen Sie uns auf Twitter Folgen Sie uns bei Facebook Desktop-Hintergründe Neuer Haunstetter Stadtplan Bürger Service Spielplätze in Haunstetten Gottesdienste in Haunstetten Vermisst in Haunstetten


Anzeigen

Anzeige

Bürgerbüro

Bürgerbüro Haunstetten
Tattenbachstraße 15
86179 Augsburg
Tel: 0821 / 324 - 9999
Fax: 0821 / 324 - 3577
Öffnungszeiten


Anzeigen



haunstetten.info ist ein ToyonGraphics Werbeagentur Augsburg Projekt
Powered by exv2