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Aktuell: Stützmauer in der Martinistraße

Karl Wahl berichtet:

Update 25.07.2016



Oben: Mit einem Mantel aus Brettern wurde dieser Baum in der Martinistraße geschützt, damit er bei den Bauarbeiten für die Stützmauer nicht beschädigt wird.

Unten: Die alte Stützmauer in der Martinistraße ist nun komplett abgebrochen.





(Oben: Die bisherige Stützmauer ist bereits freigelegt.
Unten: Ein Teil der Stützmauer ist bereits abgebrochen.
Bild: Karl Wahl)

Zwischen der Dr.-Troeltsch-Straße und der Thomastraße liegt östlich neben der Martinistraße die Zufahrt zur ehemaligen Kunstmühle Haunstetten.

Die Zufahrt liegt neben der Martinistraße, jedoch bis zu zweieinhalb Meter tiefer, weil das Gelände östlich der Martinistraße tiefer liegt. Die Stützmauer zwischen den beiden Straßen hat wegen den immer schwerer gewordenen Fahrzeugen (LKW und Busse) nachgegeben und ist in eine gefährliche Schräglage gekommen.

Es bestand die Gefahr, dass die Mauer umstürzt und dabei die Hälfte der Martinistraße mit wegbricht und die Zufahrt zu den heutigen Wohnhäusern auf dem Areal verschüttet wird. Deshalb wird die Stützmauer jetzt erneuert.

Die Kunstmühle Haunstetten war der älteste Betrieb in Haunstetten, der schon im 14. Jahrhundert urkundlich nachgewiesen ist. Die Mühle stellte im Mai 1990 den Betrieb ein und wurde im November und Dezember 1999 abgebrochen.


(Text & Bilder: Karl Wahl)

Erstellt am: 25.07.2016

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Aktuell: Informationsveranstaltungen zur Linie 3

Die Stadtwerke Augsburg berichten:

Informationsstände zur Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 nach Königsbrunn

Die Stadtwerke Augsburg (swa) bieten zum Thema Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 nach Königsbrunn Informationsveranstaltungen, insbesondere für die Fahrgäste und Anwohner in Haunstetten an.

Termine sind am Montag, 25. Juli, Mittwoch, 3. August und Donnerstag, 11. August jeweils von 15 bis 20 Uhr.

Veranstaltungsort ist das Pfarrheim St. Georg in Haunstetten in der Dudenstraße 4.


Erstellt am: 25.07.2016

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Aktuell: A400M über Haunstetten



Anläßlich des Tags der offenen Tür bzw. Familientags in den Premium Aerotec Werken fand soeben ein Überflug des A400M über Haunstetten statt.

Mehr Infos zum Flugzeug hier: Wikipedia (klick)

Erstellt am: 23.07.2016

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Erstellt am: 22.07.2016

Mehr darüber...   Druckbare Version Kommentar schreiben 

Aktuell: SPD: Kritik richtig, aber an der falschen Stelle!

Die SPD-Stadtratsfraktion Augsburg berichtet:

SPD-Fraktionsvorsitzende Margarete Heinrich: „ Was für eine paradoxe Welt. Man schlägt die AZ vom 20. Juli auf und muss erkennen, dass in einem Artikel ein Nein zu Sozialwohnungen in eigener Nachbarschaft legitim ist und auf der anderen Seite wird vorgeworfen, dass in Augsburg zu wenige Sozialwohnungen gebaut werden. Da fällt mir echt eine bekannte Werbung ein: Was wollt ihr denn?“

Die Kritik, die bei einer Diskussion in Pfersee gegenüber dem 3. Bürgermeister und Sozialreferenten Dr. Stefan Kiefer (SPD) geäußert wurde, sorgt innerhalb der SPD-Stadtratsfraktion für Unmut. Margarete Heinrich: „ Den Mitgliedern der Bürgeraktion Pfersee hätte es gut gestanden, sich im Vorfeld über die Aktivitäten der SPD-Fraktion zu informieren. Sie wären u.a. darauf gestoßen, dass sich die SPD-Fraktion zusammen mit ihrem Sozialreferenten vehement für bezahlbaren und geförderten Wohnungsbau einsetzt“. In dieser Veranstaltung, die von dem SPD Ortsverein Pfersee organisiert wurde, wurden auch die Anträge der SPD-Fraktion zum Thema Wohnen vorgestellt.

Darunter war auch der Antrag „Schaffung von mehr Wohnraum“ in dem mitunter gefordert wird, dass bei der Ausweisung von Neubauflächen mind. 30 % für den geförderten Wohnbau zur Verfügung gestellt werden müssen. Jüngstes Beispiel ist das geplante Neubaugebiet in Haunstetten Süd-West. Hier fordert die SPD, dass moderne gemeinschaftliche Wohnkonzepte für Senioren, Familien und Menschen mit Behinderung geschaffen werden und der Anteil des geförderten Wohnbaus mindestens 30 % betragen muss. SPD-Stadträtin Angela Steinecker stellt klar, dass in dieser Legislaturperiode deutlich mehr Wohnungen, mitunter durch die WBG geplant bzw. gebaut werden, als in der vergangenen Stadtratsperiode, in der die SPD nicht in der Regierungsverantwortung stand.

„In den Jahren 2008 bis 2014 wurden lediglich rund 350 Wohnungen gebaut. In dieser Legislaturperiode sind ca. 1550 Wohnungen geplant und bereits über 200 Wohnungen fertiggestellt, das bedeutet eine Vervierfachung bis 2020“. Bereits 2009 gab es Anzeichen, dass sich der Wohnungsmarkt zugspitzt. Damalige Warnrufe der SPD wurden schlichtweg ignoriert, so Heinrich weiter. Die Debatte um die geplanten Sozialwohnungen auf dem Reese Areal hält Heinrich für gefährlich. „Die Stadtgesellschaft muss erkennen, dass immer mehr Menschen und Familien Schwierigkeiten haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Bei der Ausweisung von Neubaugebieten ist es wichtig, eine gesunde Mischung aller Bevölkerungsschichten zu erreichen“. Die SPD-Fraktion wird jedenfalls alles in ihrer Macht stehende versuchen, die Probleme auf dem Wohnungsmarkt zu lösen, es muss aber auch klar sein, dass wir die Fehler der alten Stadtregierung nicht von heute auf morgen lösen können, betont Heinrich. Allerdings haben sich alle drei Regierungsparteien für die Schaffung von mehr geförderten Wohnraum ausgesprochen und diese Aussage hat Gültigkeit, so die Fraktionsvorsitzende.



(SPD-Stadtratsfraktion Augsburg | Michael Egger Fraktionsgeschäftsführer)

Erstellt am: 20.07.2016

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Aktuell: Gemüseparzellen für Hobbygärtner

SPD-Stadtratsfraktion Augsburg berichtet:

SPD-Stadtratsfraktion beantragt Gemüseparzellen für Hobbygärtner

Wenn die Kräuter- oder Gemüsekiste, für Petersilie, Schnittlauch, Basilikum & Co, auf der Fensterbank oder auf dem Balkon zu eng wird, sehnen sich viele nach einem Kleingarten. Die Nachfrage ist ungebrochen groß. Die Warteliste ist zwischenzeitlich auf über 1.000 Personen angestiegen. Da die Realisierung neuer Kleingartenanlagen bzw. die Erweiterung bestehender Kleingartenanlagen noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird, beantragte die SPD-Stadtratsfraktion im Stadtgebiet eine weitere Fläche für Gemüseparzellen zur Verfügung zu stellen. Dadurch könnte der Wunsch für Hobbygärtner, ihr Gemüse selbst anzupflanzen und zu ernten schneller in Erfüllung gehen.

Im Stadtteil Haunstetten befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kleingartenanlage Brunnenbachwiesen eine größere freie Fläche, die für eine Erweiterung der Kleingartenanlage oder für Gemüseparzellen aus Sicht der Fraktionsvorsitzenden und Stadträtin von Haunstetten, Margarete Heinrich sehr gut geeignet wäre. Dieter Benkard, SPD-Stadtrat „ In Augsburg und in anderen Gemeinden werden zwischenzeitlich einige wenige Flächen den Bürgern zum Eigenanbau zur Verfügung gestellt“. Ein Ausbau von entsprechenden Parzellen, könnte nach Einschätzung von Benkard, auch zu einer gewissen Entspannung bei den Kleingärten führen. „Es gibt Pächter eines Kleingartens, denen die Arbeit mit der Zeit zu anstrengend wird, ihn aber nicht aufgeben möchten, weil sie ihr Gemüse weiterhin selber anbauen wollen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass bei einem entsprechenden Angebot an Gemüseparzellen, ein Wechsel vom Kleingarten zur kleineren Parzelle in Erwägung gezogen wird“, ist Benkard überzeugt. „Es vergeht bald keine Woche in der ich nicht gefragt werde, ob ich nicht jemandem bei der Vermittlung eines Kleingartens helfen kann“, so Heinrich.

Ihre Fraktion setzt sich immer wieder vehement dafür ein, dass in Augsburg mehr Kleingartenanlagen errichtet werden. Durch bereits gestellte Anträge wird versucht, dass bei der Umsetzung des Kleingartenentwicklungsplans mehr Fahrt aufkommt. Von der Planung bis zur Fertigstellung einer Kleingartenanlage können jedoch einige Monate, ja sogar Jahre verstreichen“, weiß Heinrich. Die SPD-Stadtratsfraktion möchte auch geprüft haben, ob ein Teil der Fläche für eine Erweiterung der Kleingartenanlage des Stadtverbandes der Kleingärtner Haunstetten herangezogen werden kann. Auch eine für die Öffentlichkeit zugängliche Streuobstwiese kann sich Heinrich auf einem Teil dieser Fläche vorstellen. „Die Stadt Augsburg hat bereits gute Erfahrungen damit gemacht. Schulklassen besuchen solche Streuobstwiesen zur aktiven Umwelterziehung. Diese Obstbäume können z.B. durch Baumpaten oder Spenden gestiftet und gepflanzt werden“, so Heinrich weiter.

Erstellt am: 07.07.2016

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Aktuell: Die letzten Mieter verließen die „Kolonie“ vor 40 Jahren.

Der Haunstetter Heimatforscher Karl Wahl berichtet:

Zur Geschichte der Kolonie in Haunstetten.

Die Kolonie war eine Wohnanlage für die Arbeiter der Haunstetter Spinnerei und Weberei. Sie brauchte ehemals hunderte von Arbeiterinnen und Arbeitern, die das Bauerndorf Haunstetten gar nicht stellen konnte. Deshalb zog die „Fabrik“ viele Beschäftigte aus den östlichen Ländern an, hauptsächlich aus Tschechien.

Für die nach Haunstetten zuziehenden Textilarbeiter wurden 1891 zwei Mehrfamilienhäuser in der Nähe der Spinnerei und Weberei erbaut. Das war der Anfang der Kolonie.

Bald darauf, noch Ende des vorvorigen Jahrhunderts, ließ die Haunstetter Spinnerei und Weberei für ihre Beschäftigten zwei Zeilen zu je drei Mehrfamilienhäuser mit je neun Wohnungen erbauen, die „Kolonie“. Sie stand zwischen den heutigen Straßen Haunstetter Straße, Textilstraße, Marconistraße und Ellensindstraße. Erbaut wurden die Häuser vom Baumeister Ludwig Hebeisen aus Haunstetten.

An der Haunstetter Straße stand vor den Häusern eine große, alte Kastanie.
In der Nähe der Süd-Ost-Ecke der Kolonie stand eine große, alte Linde und darum herum standen ein paar kleinere Bäume.

Die Arbeiterinnen und Arbeiter der Spinnerei und Weberei Haunstetten (im Haunstetter Volksmund die „Fabrik“) verdienten wenig. Die hohen Ladenpreise der Haunstetter Krämer waren der Grund, weshalb 1879 von der Belegschaft der „Produktiv- und Consumverein der Haunstetter Spinnerei und Weberei“
eGmbH gegründet wurde. Im Dezember 1902 hatte der Verein 268 Mitglieder.

Zwischen den beiden ursprünglichen Häuserzeilen der Kolonie stand, nahe der Haunstetter Straße, das Haus Kolonie Nr. 2, in dem der „Produktiv- und Consumverein der Haunstetter Spinnerei und Weberei“ ein Gemischtwarengeschäft betrieb. Es war ein Lebensmittelgeschäft ausschließlich für Beschäftigte der „Fabrik“ und nur für Mitglieder des Konsumvereins. Im Volksmund war das der „Konsum“.



Lageplan der Kolonie von 1901. Es stehen erst zwei Zeilen mit je drei Mehrfamilienhäusern. Im Bild links zwischen den beiden Zeilen das Haus mit dem Gemischtwarengeschäft. Das im Bild rechts eingezeichnete Gebäude zwischen den beiden Zeilen ist kein Wohnhaus, sondern das Waschhaus der Kolonie. Im Bild links von unten nach oben verlaufend die Haunstetter Straße. Im Bild rechts die Spinnerei und Weberei Haunstetten. Unterhalb der zwei Zeilen Wohnhäuser die ehemalige Fabrikstraße, jetzt Textilstraße. Oberhalb der zwei Zeilen Wohnhäuser eine namenlose Wohnstraße der Kolonie. Im Bild oben die Siebenbrunner Straße, die jetzige Ellensindstraße. Schräg verlaufend die ehemalige Siebentischstraße und jetzige Marconistraße. Im Bild links (mit mehreren Häusern), die jetzige Senefelderstraße. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Die Umsätze waren zu Anfang des vorigen Jahrhunderts wohl nicht schlecht, denn am 17. November 1906 war in der ehemaligen Haunstetter Zeitung zu lesen: „Gesucht werden täglich 400 bis 500 Liter Milch vom Konsumverein“.

Am 1. Januar 1910 war in der ehemaligen Haunstetter Zeitung zu lesen: „Der Produktiv- u. Consumverein der Haunstetter Spinnerei und Weberei e.G.m.b.H. sucht zwei werktagsschulentlassene Knaben oder ältere Personen als Semmelträger von früh dreiviertel fünf Uhr bis sieben Uhr.“
Hinter dem Haus mit dem Ladengeschäft wurden auch Brennholz, Kohlen, Torfmull für die Gärten und Petroleum für die Lampen verkauft, denn elektrischen Strom gab es damals noch nicht in der Kolonie.



Blick vom Turm der Christuskirche auf die Koloniegärten. Links im Bild die damalige Siebenbrunner- und derzeitige Ellensindstraße. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Blick vom Turm der Christuskirche zur Kolonie. Im Bild die nördliche Häuserzeile, bereits mit vier Mehrfamilienhäusern. Der Weg entlang der Häuser ist eine namenlose Wohnstraße. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Weiterhin stand zwischen den ursprünglich zwei Häuserzeilen ein Waschhäuschen und ein Brunnen mit zwei Strahlrohren. Das Wasser kam von der Spinnerei und Weberei bis 1928, als Haunstetten eine eigene Wasserversorgung, gespeist von Augsburg, bekam.
Die Firmen Martini und die Spinnerei und Weberei hatten eigene Brunnen für das Brauchwasser. Der einzige öffentliche Brunnen in Haunstetten war der Brunnen in der Kolonie.



Der öffentliche Brunnen in der Kolonie. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Waschtag in der Kolonie. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Stilleben in der Kolonie. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

1898 ließ der Productiv- und Consumverein der Spinnerei und Weberei Haunstetten eine eigene Bäckerei erbauen. Sie stand an der Nordostecke der heutigen Marconi- und Textilstraße. Im Volksmund die „Konsumbäckerei“. Nachdem das Gebäude am 15. Januar 1945 bombardiert worden war, zog dieser Laden als Konsum in das Anwesen Benz (heutige Bürgermeister-Widmeier-Straße / Tal). Das Geschäft wurde am 31. Dezember 1964 geschlossen.



Bei schönem Wetter trugen oft mehrere Frauen in der Kolonie ihren Klöppelstock vor einem der Häuser zusammen. Man wusste zumeist nicht, was dann schneller ging: Die Klöppel oder das Mundwerk, noch dazu, weil sie tschechisch sprachen. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Im März 1925 gab sich der Verein einen anderen Namen. Er hieß nun „Allgemeiner Konsumverein G.m.b.H. für Haunstetten und Umgebung“. Bis 1927 stieg die Mitgliederzahl auf 385.

Am Montag, 7. Februar 1927, wurde eine Filiale in der Königsbrunner Straße in der „Wichs“ eröffnet. Der Name kommt von einer ehemaligen Wachstuchfabrik, die dort einmal stand. Eine weitere Filiale wurde 1932 in Königsbrunn eröffnet.
Der Konsum in der Kolonie nannte sich ab 1937 „Verbrauchergenossenschaft“. Verteilungsstelle 1 in der Kolonie, Verteilungsstelle 2 an der Bäckerei.

Bis spätestens 1921 wurde eine dritte Zeile aus drei Mehrfamilienhäuser dazugebaut, und zwar nördlich der bereits bestehenden Häuser (in Richtung der damaligen Siebenbrunner Straße, der heutigen Ellensindstraße). Diese Zeile wurde später noch um ein viertes Mehrfamilienhaus verlängert.



Die nördliche Zeile der Mehrfamilienhäuser wurde später noch um ein viertes Wohnhaus verlängert , wie aus einem alten Stadtplan ersichtlich ist. Schräg gegenüber der Kolonie, auf der anderen Seite der Haunstetter Straße, ist bereits die evangelische, die Christuskirche, eingezeichnet. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Lageplan der Kolonie von 1921. Die örtliche Lage mit den Straßen ist die gleiche wie im Bild vom Jahr 1901. Zu den schon bestehenden zwei Zeilen mit je drei Mehrfamiliienhäusern sind nördlich davon drei weitere Mehrfamilienhäuser in Planung. Östlich des Hauses mit dem Gemischtwarengeschäft (Konsum) ist bereits der öffentliche Brunnen eingezeichnet. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Die Kolonie bestand dann aus zusammen zehn Mehrfamilienhäusern und dem Haus mit dem Gemischtwarengeschäft.

In der Kolonie wurde im April 1924 ein Holz- und Kohlenlagerschuppen errichtet.

Der Konsumverein betrieb im Mai 1931 die „Verteilungsstellen 1 und 4 (Bäckerei)“, sowie die „Verteilungsstelle 2“ (ein Laden in der Königsbrunner Straße).

In der Kolonie betrieb Michael Tauser (Kolonie Nr. 4) bisher einen Handel mit Öl, Fett und Seifen. Nun hat er laut Zeitungsanzeige vom 4. März 1932 auch die Ortsvertretung für Radio-Apparate aller Systeme übernommen, „sowie die Alleinvertretung einer Neuheit auf dem Gebiete des Radios“. Für einen tadellosen Empfang bot er „den einzigartigen Klangregler und Stördämpfer“ ohne Kaufzwang zum Ausprobieren an.

Im Oktober 1934 legte die Spinnerei und Weberei Haunstetten zwischen der dritten Häuserzeile der Kolonie und der heutigen Ellensindstraße auf Veranlassung ihres Direktors Hubert Tausch 39 Kleingartenparzellen mit je 200 Quadratmeter Fläche an. Das waren dann im Volksmund die „Koloniegärten“. Der Pachtpreis pro Anteil betrug jährlich fünf Reichsmark. Östlich der Gärten, bei der heutigen Marconistraße, wurde 1934 auch ein Kinderspielplatz angelegt.



Die Kolonie aus süd-östlicher Richtung, also aus Richtung der Spinnerei und Weberei, gesehen. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Im Oktober 1935 machte der Radiohändler Michael Tauser Reklame: „In jedes Heim einen Radio“.

Der Konsum der Kolonie nannte sich im August 1937 nun „Verbrauchergenossenschaft“.

Im August 1938 wurden als Verteilungsstelle 1 das Geschäft in der Kolonie und als Verteilungsstelle 2 die Konsumbäckerei aufgeführt. Vermutlich war das Geschäft in der Königsbrunner Straße wieder aufgegeben worden.

Im Juli 1938 wurde der Konsumgenossenschaft der Einbau von zwei Laden-Schaufenstern im Haus Kolonie Nr. 2 baupolizeilich genehmigt.

Michael Tauser, Kolonie Nr. 4, machte im Januar 1939 Reklame als „das Rundfunkfachgeschäft am Platze.“

Beim Luftangriff auf die Messerschmittwerke am 22. April 1945, kamen fünf Haunstetter ums Leben. Ein Tiefflieger klinkte seine Bombe aus, die das Haus Kolonie Nr. 4 traf.

Nachdem die US-Army (die Ami) bei Kriegsende in Haunstetten eingerückt war, wurden in einer Wohnung in der Kolonie die gesamten Friseurgeräte „beschlagnahmt“, die ein Soldat zum Haareschneiden seiner Kameraden gehabt hatte.



Wenn im Winter genügend Schnee lag, dann hat ein Künstler in der Kolonie oft Schneeplastiken geschaffen. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Wenn im Winter genügend Schnee lag, dann hat ein Künstler in der Kolonie oft Schneeplastiken geschaffen. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Vermutlich wurde das Konsumgeschäft im Haus Kolonie Nr. 2 bis 1966 aufgegeben oder die Konsumgenossenschaft der Haunstetter Spinnerei und Weberei hatte sich sogar aufgelöst. Tatsache ist, dass Blumen Steinauer von August 1966 bis Oktober 1976 in der Kolonie im ehemaligen Konsumladen ein Blumengeschäft betrieb (seit Juli 1976 besteht das Geschäft Steinauer in der Inninger Straße).



Blumen Steinauer betrieb im ehemaligem Konsumladen der Kolonie von 1966 bis 1976 sein Blumengeschäft. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Blick in die Haunstetter Straße vor ungefähr 50 Jahren. Im Bild rechts das Haus mit dem Konsum. Vor den Häusern, zur Haunstetter Straße hin, steht eine alte Kastanie. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)


Aus der Kolonie der Haunstetter Spinnerei und Weberei verließen die letzten Mieter im Sommer 1976 ihre Wohnungen. Danach verkam die Kolonie zu einer Müllkippe.

Im Frühjahr 1978 begann der Abbruch der Kolonie.



Im Frühjahr 1978 begann der Abbruch der Kolonie. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Von den bisherigen Geschäften war nichts mehr zu sehen. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Das ehemalige Gartencenter Dehner an der Ecke Haunstetter Straße und der heutigen Ellensindstraße. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)



Das Gartencenter Dehner war geräumt und stand zum Abbruch bereit. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

1977 und 1978 wurden das Lebensmittel-Einkaufszentrum Edeka und das Gartencenter Dehner auf der Fläche der ehemaligen Kolonie und der dazugehörigen Kleingärten genehmigt. Daraufhin wurden gebaut das Gartencenter Dehner, das Lebensmittel-Einkaufszentrum Edeka und mehrere Einzelhandelsgeschäfte. Insgesamt waren das zehn Geschäfte.

Es waren entstanden:

Der Lebenmittelmarkt Edeka (genannt zuerst Südmarkt, dann Edeka, dann Edeka-Neukauf). Der Markt Edeka schloß Mitte November 2003.

Das Gartencenter Dehner. Es hatte am Samstag, 13. Dezember 2003, den letzten Verkaufstag und war anschließend geschlossen.

Weitere Geschäfte:
Zirbel-Apotheke,
Stadtsparkasse Augsburg,
Foto Hartwich,
Bademoden Spokojny,
Jeans-Shop,
Europa-Cafe (später ein Bistro),
Friseursalon Schönfeld,
Spielsalon Harlekin.



Auch eine Filiale der Stadtsparkasse Augsburg befand sich auf dem Areal. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)




Das Harlekin Spielcenter lag an der Nord-Ost-Ecke Haunstetter Straße und Textilstraße. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Auch der Imbißwagen Orhan stand dort.



Der Imbißwagen Orhan stand auch auf dem Areal. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

Die Mietverträge waren alle zum 31.12.2003 gekündigt.

Die gesamte Anlage wurde ab 2004 wieder abgebrochen.

Die Fa. Dehner hatte bereits im März 2004 das offene Dach in der Pflanzen-Freianlage zum Abbruch freigegeben.

Im Mai und Juni 2004 wurde die gesamte Geschäftsanlage auf der Fläche der ehemaligen Kolonie abgebrochen.

Am 10. August 2004 wurde der erste Spatenstich für das neue Einkaufszentrum auf dem Areal der ehemaligen Kolonie getan. Minimal (später REWE) baute an der Ellensindstraße mit 1.600 Quadratmetern Verkaufsfläche. Mini Mal war davor im Geschäftszentrum an der Haunstetter Straße zwischen der Hötzel- und der Schafweidstraße. Norma baute mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche an der Textilstraße. Dazwischen entstanden 135 Parkplätze.

„Norma“ eröffnete sein Geschäft im Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Kolonie am Montag, 4. Juli 2005.



NORMA eröffnete am Montag, 4. Juli 2005. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)

„MiniMal“, jetzt REWE, eröffnete sein Geschäft im Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Kolonie am Mittwoch, 13. Juli 2005.



MINI MAL, jetzt REWE, eröffnete am Mittwoch, 13. Juli 2005. (Bild: Karl Wahl / Archiv Karl Wahl)


(Text & Bilder: Karl Wahl)

Erstellt am: 06.07.2016

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Aktuell: Notwendige Baumfällungen am Georg-Käß-Platz

Die Stadt Augsburg berichtet:

Notwendige Baumfällungen im Zuge der Sanierung der Eichendorff-Grundschule Haunstetten, Georg-Käß-Platz 1

Für die grundlegende Sanierung der Eichendorff-Grundschule und der Neugestaltung ihrer kompletten Außenanlagen werden umfangreichere Baumrodungen notwendig.

Das Vorfeld der Schule zum Georg-Käß-Platz wird dabei neu gestaltet und erhält ein repräsentativeres Erscheinungsbild mit Hainbuchen-Hochstämmen. In einem ersten Schritt werden die bereits durch jahrelangen Schnitt geschädigten Birken vor der Schule entfernt. In den Pausenhöfen müssen dabei auch artbedingt bereits bruchgefährdete Bäume gefällt werden (Silberahorn). Diese wurden im Vorfeld von einem Baumsachverständigen als mittelfristig nicht erhaltenswert eingestuft.

Die von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Augsburg genehmigten Baumfällarbeiten werden voraussichtlich nächste Woche (ab Freitag, 8. und Samstag, 9. Juli) von der Fa. Kranzfelder, Zusmarshausen, durchgeführt. Eine Kompensation der Rodungen erfolgt durch die Neupflanzung von insgesamt dreizehn Bäumen heimischer Arten bzw. Obstgehölzen. Das Artenspektrum in den Schulhöfen wird dabei erweitert und den Kindern damit die Möglichkeit geboten heimische Gehölze im Jahresverlauf kennenzulernen.“


(Quelle: augsburg.de)

Erstellt am: 04.07.2016

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Aktuell: Baumaßnahmen in der Martinistraße

Die Stadt Augsburg berichtet:

Die Martinistraße im Stadtteil Haunstetten wird im Bereich der ehemaligen Kunstmühle Kühn durch eine rund zwei Meter hohe, östlich neben dem Gehweg stehende Stützwand abgestützt. Hier befindet sich auch die Bushaltestelle Dr.-Troeltsch-Straße. Das Alter der Wand wird auf über 100 Jahre geschätzt. Die über 100 Meter lange und von der Straße aus nicht sichtbare Stützwand weist aufgrund ihres Alters vor allem im südlichen Teil erhebliche Schäden auf und muss deshalb auf ca. 50 Meter Länge durch eine Stahlbetonwand ersetzt werden.

Im Zuge der Baumaßnahme soll der östliche, teilweise kaum begehbare, Gehweg zwischen der Bushaltestelle Dr.-Troeltsch-Straße und der Lochbachstraße auf einer Strecke von ca. 200 Meter (Bereich Gasthof Settele) auf ca. 1,80 Meter verbreitert werden. Im Baubereich befindet sich eine 70 Jahre alte Linde. Der Erhalt des Baumes ist vorgesehen. Die Tiefbauarbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen.

Die Baumaßnahmen erfolgen ab 11. Juli bis September. In dieser Zeit ist der Durchgangsverkehr nicht möglich. Die Zufahrt für die Anwohner wird unter geringen Behinderungen aufrechterhalten werden. Die Buslinien werden über die Dr.-Troeltsch-Straße, die Königsbrunner Straße und die Tattenbachstraße umgeleitet. Hierüber wird gesondert informiert.


(Quelle: augsburg.de)

Erstellt am: 29.06.2016

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Aktuell: Heute Spielplatzfest



Erstellt am: 24.06.2016

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